"Bares für Rares": Jetzt auch als Abend-Show

Horst Lichter prescht mit seiner Trödelshow "Bares für Rares" auf den besten Sendeplatz um 20.15 Uhr. Neu: Mit dabei sind Moderator Steven Gätjen und Promis, die ihre Kostbarkeiten anbieten.

Als Applaus losbricht, fährt Horst Lichter (GOLDENE KAMERA 2014) der Schock in die Glieder: "Im ersten Moment hat mich das Klatschen der Leute zu Tode erschreckt. Normalerweise muss alles mucksmäuschenstill sein beim Dreh. Wenn einer nur hustet, heißt es wiederholen." Aber diesmal war alles anders bei der Aufzeichnung von "Bares für Rares", Deutschlands erfolgreichster Trödelshow, die täglich über zwei Millionen Zuschauer anzieht.

Darum geht's in "Bares für Rares"

In der Sendung präsentieren Privatleute Porzellan, Schmuck, Möbel, Münzen, Uhren oder Kuriositäten wie einen wurmstichigen Holzmodel aus dem 18. Jahrhundert, einen Fund aus dem Container. Rekordverdächtig war eine 10-Dukaten-Goldmünze von 1648, für die die Händler stolze 25.000 Euro zahlten.

Viele Trödelshows buhlen um Zuschauer, aber nur "Bares für Rares" kommt so gut an, dass das ZDF jetzt für zunächst zwei Folgen den Schritt in die Primetime wagt (am 15. Juni und 13. Juli) und dafür bei Kulisse und Personal zulegt. Schauplatz ist ein prächtiges Schloss vor den Toren Kölns statt der kühlen Halle in Pulheim.

Neu: Moderator Steven Gätjen und Promis

Erstmals moderiert GOLDENE KAMERA-Moderator Steven Gätjen die Händlerrunde und kümmert sich dort um die Verkäufer und deren Familien. "Für mich allein schien mir die Abendshow zu groß", begründet Lichter. "Ich wollte Unterstützung. Nicht nur hübsches Beiwerk, sondern jemanden, der echt an Leuten interessiert und sympathisch ist. Steven ist ein liebenswerter Moderator und mein Wunschkandidat."

Außerdem bringen Prominente wie Bernhard Hoëcker, Thomas Hermanns, Rosi Mittermaier und Christian Neureuther Raritäten mit. Ein Promi-Schaulaufen wird es aber nicht, stellt Lichter klar: "Ich habe gleich gesagt: Wenn Prominente, dann nur solche, die die Show lieben und wirklich etwas sammeln."

Der Dreh auf Schloss Ehreshoven

Zum Dreh auf Schloss Ehreshoven im Bergischen Land kamen Mitte Mai 3000 Verkäufer. Lichter: "Es war wie ein riesiger Antiquitätenmarkt mit ganz viel Livestimmung." Zehn Tage war ein hundertköpfiges Team im Einsatz, die Drehzeit betrug drei Tage. "Selbst die Büroleute haben noch die Karren gezogen."

Die Grundidee der Show bleibt erhalten: Erst schätzen Sachverständige wie Edelsteinkennerin Heide Rezepa-Zabel oder Albert Maier, Experte für Antikes, die Mitbringsel. Besteht das Objekt diese Prüfung, geht es zu den Händlern, die es dann zum ersten Mal sehen.

"Der wahre Wert ist das, was jemand wirklich zahlt. Das macht die Sendung so spannend", sagt Lichter. "Was nützt mir eine Vase, die von den Experten auf 300 Euro geschätzt wird, aber für die die Händler nur 100 Euro bieten? Im Schloss wurden die Händler abgeschirmt, sie wussten nicht, was die Experten draußen sagten. Bei uns ist alles echt und kein Skript. Auch die Geschichten der Verkäufer können den Preis ordentlich nach oben treiben."

Die Raritäten

Diesmal wurde sogar eine Jacht begutachtet. Aber für die größte Überraschung sorgte das kleinste Stück: "Einfach nur sensationell fand ich eine alte Dame, die eine winzige Miniaturlandschaft vorstellte, die aus einem Pfirsichkern geschnitzt war. Ihre Großeltern lebten eine Zeit lang in China, sie hatte sogar Fotos aus der Zeit dabei."

Will er selbst auch mal was schätzen lassen? "Mein wertvollster Schatz ist das Heim von meiner Frau und mir, ein Kutscherhaus aus dem späten 19. Jahrhundert. Das und meine anderen Schätze waren mir das wert, was ich bezahlt habe. Ich möchte mich von keinem trennen."

Kommentare einblenden

Chris Tall: "Wir sind das größte Überraschungs-Ei der Welt!"

Ab dem 17. Juni kämpfen die Komiker Chris Tall und Bülent Ceylan bei RTL in einer actionreichen Wett-Show gegeneinander. GOLDENE KAMERA traf das Duo zum exklusiven Vorab-Interview.
Mehr lesen