Frank Buschmann: "Wer bei 'The Wall' mitmacht, erlebt Himmel und Hölle!"

Frank Buschmann moderiert "The Wall". Foto: © RTL / Stefan Gregorowius
Barbie oder Daisy Duck: Wer wurde jüngst 80? Fragen wie diese können viel Geld bringen. Foto: © RTL / Stefan Gregorowius
Auf die Bälle, fertig – los: Moderator Frank Buschmann (r.) mit Reporter Mike Powelz. Foto: © RTL / Stefan Gregorowius
Die Uhr tickt: Kandidatin Rona muss die Fragen beantworten bevor die Bälle in den Geldboxen landen. Foto: © RTL / Stefan Gregorowius
Kandidatin Rona hat alles richtig gemacht. Foto: © RTL / Stefan Gregorowius
"The Wall" ist sehr emotional, weiß auch Kandidat Timur. Foto: © RTL / Stefan Gregorowius
Kandidat Timur ist nun nur noch auf der Wall zu sehen. Foto: © RTL / Stefan Gregorowius
Das Kandidaten-Ehepaar Rona und Mischa müssen gemeinsam Fragen beantworten. Kandidaten-Ehepaar Rona und Mischa
GoKa-Reporter Mike Powelz wird gleich den Test wagen. Kandidaten-Ehepaar Rona und Mischa
GoKa-Reporter Mike Powelz stellt sich den Fragen. Foto: © RTL / Stefan Gregorowius
Kann man in der neuen RTL-Show "The Wall" wirklich drei Millionen Euro gewinnen? GoKa-Reporter Mike Powelz hat es vorab exklusiv versucht und Moderator Frank Buschmann zum Interview getroffen.

So funktioniert "The Wall"

Welchen Gesichtsausdruck hat "Grumpy Cat", die berühmte Katze aus dem Internet? Mit den richtigen Antworten auf elf Fragen wie können Kandidaten über drei Millionen Euro gewinnen – bei "The Wall" (1. Jui, 20.15 Uhr, RTL), einem neuen Mix aus Game- und Quizshow. Um abzukassieren, brauchen die Paare, die hier antreten, nicht nur Grips, sondern vor allem sehr, sehr viel Glück.

Gedreht wird die Adaption eines US-Erfolgsformats in Paris. Sender mehrerer Länder nutzen die Kulissen, die einfach zu groß sind, um sie schnell ab- und wieder aufzubauen.

Die Spielregeln

Vor der zwölf Meter hohen Wand, die der Show ihren Namen gab, erklärt uns Moderator Frank Buschmann (52, "Ninja Warrior Germany") die Spielregeln: "Ganz oben an der Wand gibt es sieben Kapseln, aus denen Bälle fallen. Doch bevor ein Ball unten in einer von 15 Geldboxen landet, die zwischen einem und maximal 250.000 Euro bringen, schlingert er durch ein Gitternetz an der Wand."

Dabei kommen die elf Quizfragen ins Spiel: "Bevor der Ball nach unten saust, gibt es eine Frage. Antwortet der Kandidat richtig, färben sich Ball und Wand grün und der Betrag auf der Geldbox wird seinem Konto gutgeschrieben. Bei einer falschen Antwort flackern Ball und Wand rot auf, das Geld wird abgezogen."

Insgesamt werden drei Runden gespielt. Ab Runde zwei steigt die Spannung, denn dann werden die Partner voneinander getrennt. "Ein Spieler kommt in 'Isolationshaft'. Dort muss er die Quizfragen alleine beantworten, während sein Partner im Studio die Startposition der Bälle festlegt", so Buschmann. "Dabei sollte er gut taktieren. Wenn er glaubt, dass sein Partner die Antwort nicht weiß, platziert er die Bälle am besten weit weg von den Geldboxen mit den hohen Beträgen." Das minimiert das Risiko hoher Verluste, zumindest theoretisch. "Doch das letzte Wort hat die Wand. Und die liebt große Gefühlsausbrüche!"

Unser Testversuch

Unser GoKa-Reporter Mike Powelz war bei der allerersten Aufzeichnung dabei und durfte testweise mitspielen.

Gemeinsam mit einer RTL-Redakteurin bilde ich ein Team. In der ersten Runde müssen wir fünf Quizfragen beantworten. Viermal färbt sich die Wand grün, auf unserem Konto landen 25.011 Euro. Buschmann: "Diesen Betrag aus der ersten Runde bekommen die Kandidaten garantiert – wenn sich der isolierte Spieler am Ende der Show für den Gewinn aus Runde eins entscheidet – und nicht für die Summe aus allen Durchgängen." Doch weil er in seiner Kabine nichts vom Spielverlauf mitbekommen hat, kann er nur raten, ob es klüger ist, auf Nummer sicher zu gehen und das garantierte Geld mitzunehmen – oder zu pokern und zu hoffen, dass die Gesamtsumme so nah wie möglich an den maximalen drei Millionen Euro liegt.

Wir merken rasch, wie emotional dieses Spiel ist, für Kandidaten wie Zuschauer: Obwohl wir viele Fragen lösen, plumpsen die grünen Bälle häufig in Boxen mit niedrigen Beträgen – wie ungerecht! Dann wiederum verlieren wir hohe Beträge und sind enttäuscht. Doch zuletzt werden wir euphorisch, als eine grüne Kugel in der 250.000-Euro-Box landet. Stolze 465.023 Euro hätten wir gewonnen, doch leider gibt es bei unserem Testspiel keine Gewinnausschüttung.

Frank Buschmann hat recht, wenn er sagt: "'The Wall' ist ein Wechselbad der Gefühle. Wer mitmacht, erlebt Himmel und Hölle. Die Wand ist unberechenbar!"

Interview mit Frank Buschmann

Was ist der Reiz an "The Wall"?

Die Show ist emotional hoch zehn und extrem unberechenbar. Bei "The Wall" kann man über drei Millionen gewinnen – aber leider auch mit leeren Händen nach Hause fahren. Die Wand kann einem alles geben, aber auch alles wegnehmen. Ich liebe diese Show schon jetzt und hätte eine normale Quizshow gar nicht angenommen. Denn "The Wall" belebt das totgesagte Quiz-Genre neu. Endlich traut sich mal ein Sender, ein derart spannendes Format am Samstagabend um 20.15 Uhr zu zeigen – und nicht ständig "Ringelpietz mit Anfassen". Endlich werden wir mal ein bisschen emotionaler und lauter – aber nicht durch hinterlegte Klaviermusik, sondern durch Bälle, die eine Wand runter fallen.

Wie waren die ersten Aufzeichnungen?

Wie ein Wechselbad der Gefühle. Ich fiebere total mit den Kandidaten mit und freue mich für jeden, der bei uns Geld gewinnt. Außerdem verzweifle ich mit allen, denen die manchmal gemeine Wand ihren Gewinn wieder abzieht. Schon nach der ersten Aufzeichnung haben sich die verrücktesten Szenen abgespielt. Manche Kandidaten sind im siebten Kartoffelhimmel und andere würden sich am liebsten eingraben auf der Bühne. Das ist Wahnsinn.

Haben Sie selbst schon mal eine Runde durchgespielt?

Nein. Ich bin ja gewissermaßen der Anwalt der Kandidaten – und meine Gefühle sind nicht entscheidend für diese Gameshow.

Aber warum nennen Sie die "Wall" sogar Monster?

Nicht nur Monster, sondern auch Biest. Das ist mir spontan in der Show passiert. Solche Begriffe rutschen mir raus, weil ich mir wünsche, dass die Kandidaten Geld gewinnen. Aber wenn ein roter Ball in einer sehr wertvollen Geldbox landet und die Spieler diese Summe verlieren, dann fühle ich mit ihnen – und beschimpfe die Wand schon mal. Mein Vorteil ist, dass sie den Mund hält.

Grips oder Glück – was ist wichtiger bei "The Wall"?

Tendenziell Glück! Selbst Schweinchen Schlau kann mit mit null Euro nach Hause gehen, wenn alles doof läuft – während jemand, der nicht gerade Albert Einstein II. ist und nur die Hälfte der Fragen korrekt beantwortet, zum Multi-Millionär werden kann.

Doch was ist die perfekte Siegestaktik?

Es gibt keine Taktik. Du kannst alles richtig machen und trotzdem alles verlieren. Aber du kannst auch wenig richtig machen und ganz viel gewinnen. Wenn du bei "Wer wird Millionär" alles richtig beantwortest, bist du am Ende stinkreich. Bei uns können einem die roten Bälle trotzdem am Ende alles nehmen.

Wie viel professionelle Distanz halten Sie zu den Kandidaten?

Überhaupt keine. Ich bin doch hier nicht der unnahbare TV Moderator. Wenn ein Kandidat zuerst alles gewinnt und anschließend alles verliert, dann fühle und leide ich mit ihm. Bei uns ist ein 65-jähriger Kandidat auf die Bühne gekommen und hat geheult wie ein Schlosshund. Da bin ich einen Schritt auf ihn zugegangen und habe ihn in den Arm genommen. Ich möchte echtes Fernsehen machen und werde mich nicht verstellen. Das gilt übrigens auch umgekehrt. Wenn mir jetzt ein Kandidat total unsympathisch ist, weil der auftritt wie "Graf Kotz", dann kann es passieren, dass ich distanzierter bin. Dann möchte ich gar nicht, dass er mir um den Hals fällt. Insofern kann ich eines versprechen: Bei "The Wall" ist nichts aufgesetzt. Wenn ich jemanden umarme, umarme ich ihn, weil mir gerade danach ist. Und wenn ich es nicht tue, dann tue ich es nicht, weil mir eben nicht danach ist.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?

"Habe Haltung – im Job und im Privatleben." Und: "Knicke nicht ein, wenn mal Gegenwind kommt. Falle um, aber stehe wieder auf." Duckmäuser und Mitschwimmer gibt es genug. Das ist nicht meins. Ich bin zwar schon ein Fossil im Fernsehbusiness, aber ich möchte immer, dass mir die Leute glauben was ich da mache.

Sport oder Show – was ist eher Ihr Ding?

Beides. Sport ohne Show ist nicht mehr denkbar. Insofern lässt sich Vieles aus dem Sportbereich auch auf Shows übertragen. Das freie Sprechen, wie es die Showbühne erfordert, lernt man nirgendwo besser als im Sport. Außerdem sind Show und Sport beide sehr emotional.

TV-Film über die verführerische Spionage-Legende Mata Hari

"Mata Hari - Tanz mit dem Tod" mit Natalia Wörner (l.) und Nora Waldstätten – Foto: © NDR/Beate Wätzel/vincent tv
Mata Hari (Natalia Wörner) – Foto: © NDR/Beate Wätzel/vincent tv
Elisabeth Schragmüller (Nora Waldstätten) – Foto: © NDR/Beate Wätzel/vincent tv
Elisabeth Schragmüller (Nora Waldstätten) – Foto: © NDR/Beate Wätzel/vincent tv
Elisabeth Schragmüller (Nora Waldstätten) und Paul von Roepell (Patrick Joswig) – Foto: © NDR/Beate Wätzel/vincent tv
Mata Hari (Natalia Wörner) – Foto: © NDR/Beate Wätzel/vincent tv
Vadim De Massloff (Vladimir Burlakov) und Mata Hari (Natalia Wörner) – Foto: © NDR/Beate Wätzel/vincent tv
Vadim De Massloff (Vladimir Burlakov) – Foto: © NDR/Beate Wätzel/vincent tv
Georges Ladoux (Francis Fulton-Smith) – Foto: © NDR/Beate Wätzel/vincent tv
Pierre Bouchardon (Michael Brandner) – Foto: © NDR/Beate Wätzel/vincent tv
Mata Hari (Natalia Wörner) und Elisabeth Schragmüller (Nora Waldstätten) – Foto: © NDR/Beate Wätzel/vincent tv
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