TV-Event der Woche: "The Imitation Game"

Alan Turing (Bendecit Cumberbatch) entwickelt eine neuartige Rechenmaschine, die das Rätsel der deutschen Chiffriermaschine Enigma auf mathematischer Basis lösen kann. Foto: © ARD Degeto/Black Bear Pictures
Der brillante Mathematikprofessor Alan Turing (Benedict Cumberbatch) möchte im zweiten Weltkrieg die deutsche Chiffriermaschine Enigma knacken. Hierfür stellt es sich in der britischen Spionagezentrale Bletchley Park vor. Foto: © ARD Degeto/Black Bear Pictures
Alan Turing (Benedict Cumberbatch, l.) und Kommandant Denniston (Charles Dance), der von Turings Ansichten nicht überzeugt ist. Foto: © ARD Degeto/Black Bear Pictures
Alan Turing (Benedict Cumberbatch) sauf dem Weg zur Spionagezentrale Bletchley Park. Foto: © ARD Degeto/Black Bear Pictures
Alan Turing (Benedict Cumberbatch, vorne) und seine Vertraute Joan (Keira Knightley) arbeiten mit Peter (Matthew Beard, 2. v. li.), Hugh (Matthew Goode, 2. v. hinten re.) und John (Allen Leech, re.) an einer Möglichkeit, die deutsche Chiffriermaschine Enigma zu knacken. Foto: © ARD Degeto/Black Bear Pictures
Von links nach rechts: Hugh (Matthew Goode), Keith (Ilan Goodman) John (Allen Leech), Peter (Matthew Beard), Charles (Jack Tarlton) und Kommandant Denniston (Charles Dance). Foto: © ARD Degeto/Black Bear Pictures
Alan Turing (Bendecit Cumberbatch) und seine Chiffriermaschine "Christopher". Foto: © ARD Degeto/Black Bear Pictures
Alan Turing (Benedict Cumberbatch). Foto: © ARD Degeto/Black Bear Pictures
Alan Turing (Benedict Cumberbatch, re.) findet in der hochbegabten Joan Clarke (Keira Knightley) eine Vertraute. Mitte: Stewart Menzies (Mark Strong). Foto: © ARD Degeto/Black Bear Pictures
Joan Clarke (Keira Knightley). Foto: © ARD Degeto/Black Bear Pictures
Alan Turing (Benedict Cumberbatch, Mitte) wird verhaftet. Foto: © ARD Degeto/Black Bear Pictures
Packender Film über das britische Mathe-Genie Alan Turing, gespielt von Benedict Cumberbatch, der im Zweiten Weltkrieg den Nazi-Code knackte.

Darum geht's in "The Imitation Game"

Was für ein widerlicher Schlaukopf! Alan Turing (Benedict Cumberbatch) ist Ende zwanzig, unhöflich, übertrieben arrogant und alles andere als ein Spaßvogel. Aber er ist Englands größtes Ass in Mathematik. Einer, der sich mit Einstein auf Augenhöhe sieht und jedes Rätsel lösen kann. Wer außer ihm dürfte fähig sein, die Enigma zu entschlüsseln? Jene geniale Chiffriermaschine der Deutschen, die es den Gegnern unmöglich macht, ihre Funksprüche zu enttarnen. Zwar hat der britische Geheimdienst seit Beginn des Zweiten Weltkriegs Heerscharen von Abhörspezialisten darauf angesetzt, doch ohne Erfolg.

Trailer zu "The Imitation Game"

Turings genialer Gegenentwurf: Er entwickelte gemeinsam mit seinem Entwicklerteam, allen voran Joan Clarke (Keira Knightley) eine eigene Maschine, die sogenannte Turing-Bombe: ein elektromechanisches Monster mit rotierenden Trommeln und klickenden Relais, das rasend schnell alle möglichen Buchstabenkombinationen durchspielte, liebevoll von Turing "Christopher" genannt.

Nach zahllosen Rückschlägen gelingt es ihnen, die ersten Enigma-Codes zu knacken. Ein unschätzbarer Vorteil, der den Verlauf des Kriegs maßgeblich beeinflusst hat. Doch die Briten danken es dem schwulen Mathegenie nicht.

Welchen Anfeindungen er von Vorgesetzten und Kollegen ausgesetzt war, zeigt das Kinodrama "The Imitation Game: Ein streng geheimes Leben" (3. Juli, 20.15 Uhr, Das Erste) eindrucksvoll. Zugleich schildert es die persönliche Tragödie Turings. Seine überragende Intelligenz machte ihn früh zum Außenseiter, und er musste seine Homosexualität verbergen. Sie galt als Straftat, die mit Gefängnis oder Kastration geahndet wurde.

Die Stars in "The Imitation Game"

Benedict Cumberbatch

Benedict Cumberbatch, seit seiner Hauptrolle in der BBC-Serie "Sherlock" auf die Darstellung neurotischer Genies spezialisiert, spielt diesen zerrissenen Antihelden so unterkühlt wie mitreißend intensiv. Dank seiner Vorstellung erscheint das Mathe-Genie nicht als unsozialer Exzentriker, sondern als Mann mit Überzeugungen, die er sich nicht abringen lässt.

Keira Knightley

Zweiter Weltstar in dem hervorragenden Cast ist Keira Knightley als Turings hochbegabte Verbündete Joan Clarke. In der Männerwelt von Bletchley Park ist sie ebenso Außenseiterin wie er.

Hintergrund

Trotz der erstklassigen Besetzung wollte zunächst niemand den Film finanzieren, aber dann spielte er im Kino 230 Millionen Dollar ein. 2015 bekam er acht Oscar-Nominierungen und gewann in der Kategorie Bestes adaptiertes Drehbuch.

#GOKA-Wertung

Muss ich sehen, weil...

"The Imitation Game" ein berührendes, in drei Zeitebenen erzähltes Hochglanz-Biopic ist, in dem Benedict Cumberbatch eine geniale One-Man-Show hinlegt.

Für Fans von...

Biopics wie "Die Entdeckung der Unendlichkeit" (2014) über die Geschichte des Physikers Stephen Hawking oder "A Beautiful Mind" (2001) über das Leben des Mathematikers John Forbes Nash.

Die besten Free-TV-Premieren vom 3. bis 9. Juli in Bildern:

Das sind die besten Free-TV-Premieren in der TV-Woche vom 3. bis 9. Juli in Bildern.
Montag, 3. Juli: "The Imitation Game" (20.15 Uhr, Das Erste). Foto: © ARD Degeto/Black Bear Pictures
Montag, 3. Juli: "Lucy" (22.15 Uhr, ZDF). Foto: ZDF / Jessica Forde
Dienstag, 4. Juli: "Die Maßnahme" (22.45 Uhr, Das Erste). Foto: Screenshot Vimeo
Dienstag, 4. Juli: "Die Abmachung" (0.30 Uhr, Das Erste). Foto: © WDR/Frank Dicks
Mittwoch, 5. Juli: "Birnenkuchen mit Lavendel" (20.15 Uhr, Das Erste). Foto: © ARD Degeto/Neue Visionen Medien
Mittwoch, 5. Juli: "Geron" (23.05 Uhr, Arte). Foto: © MK2 Films
Samstag, 8. Juli: "Antons Fest" (23.25 Uhr, BR). Foto: BR/Dominik Berg

Jutta Speidel in Würde gealtert: Setbesuch bei "Wir sind doch Schwestern"

Jutta Speidel (Betty Janssen 1994) und Christiane Bärwald (Betty Janssen 1950) in Vettweiss am von "Wir sind doch Schwestern".
Foto: dpa
Der Roman „Wir sind doch Schwestern“ von Anne Gesthuysen hat sich eine halbe Million Mal verkauft und wurde jetzt für den WDR verfilmt. Im Mai besuchte die TV-Moderatorin und Autorin die Dreharbeiten in Vettweiß, Nordrhein-Westfalen.
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