Neuer Montagskrimi: "Mordkommission Königswinkel"

Lavinia Wilson und Vladimir Burlakov spielen die Kommissare in der neuen Allgäu-Krimireihe. In ihrem ersten Fall verfolgen sie die Mafia von Füssen.

Darum geht' s in "Mordkommission Königswinkel"

Keine leichte Aufgabe: Ausgerechnet auf ihren neuen Partner Hauptkommissar Thomas Stark (Vladimir Burlakov) soll Julia Bachleitner (Lavinia Wilson) ein Auge haben. Denn Stark saß drei Jahre unschuldig im Gefängnis, aber die Kollegen glauben noch immer, dass er Dreck am Stecken hat.

Gleich der erste gemeinsame Fall fordert das Duo. Ein ermordeter Journalist hat über die italienische organisierte Kriminalität in Königswinkel recherchiert. "Wir wissen doch alle, dass die Mafia das Allgäu als eines ihrer Rückzugsorte nutzt," erklärt Bachleitner. Sofort gerät Restaurantbesitzer Francesco Danesi ins Visier der Ermittler. Eine Zerreißprobe, denn Danesi ist ein guter Freund von Stark. Als auch noch die Frau der Journalisten tot aufgefunden wird, nimmt der Fall eine ungeahnte Wendung. Was verbirgt der Schwager des Ermordeten? Julia Bachleitner ermittelt fieberhaft und gerät dabei selbst in Lebensgefahr.

Die Stars von "Mordkommission Königswinkel"

Lavinia Wilson (37) spielte bereits mit 11 Jahren in "Leise Schatten" ihre erste Kinorolle. 2000 folgten gleich zwei Kinofilme: "Julietta" und "Schule" neben Daniel Brühl. Für ihre Rolle in "Allein" gewann sie 2004 den Max-Ophüls-Preis als beste Nachwuchsdarstellerin, 2010 folgte der Adolf-Grimme-Preis für "Frau Böhm sagt Nein". Danach sammelte sie mit Rollen in "Tatort", "Der Kriminalist", "Wilsberg", "Rosa Roth" und "Stolberg" jede Menge Krimierfahrungen, die ihr jetzt bei "Mordkommission Königswinkel" zu gute kommen.

In ihrer Rollle als Ermittlerin kommt sie in "Mordkommission Königswinkel sehr diszipliniert daher: "Julia Bachleitner hat zwei Seiten: einerseits die ehrgeizige, fokussierte Ermittlerin, andererseits die Politikergattin mit Hang zum Luxus," erklärt Wilson. Privat kennt man Wilson vor allem an der Seite von Schauspielkollege Barnaby Metschurat, mit dem sie zwei Söhne hat.

Vladimir Burlakov (Jahrgang 1987) übersiedelte erst als Kind von Moskau nach München. "Wir kamen aus Russland nach Deutschland, und in der vierten Klasse wurden meine Schwester und ich in den Pausen von Mitschülern als Ausländer und Russen-Mafia beschimpft. Als uns die Typen wieder in der Pause belästigten, stürmte meine Mutter aus dem Gebüsch und schrie ihnen auf russisch zu: "Die russische Mafia überlegt nicht lange, die russische Mafia handelt." Ab da war Ruhe." Für Burlakov war schon als Kind klar, dass er Darsteller werden wollte. Nach der Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule landete er mit seinem TV-Debüt "Im Angesichts des Verbrechens" gleich einen Hit. Die Krimireihe erhielt den Grimme-Preis, den Deutschen Fernsehpreis, und eine Nominierung für die GOLDENE KAMERA.

Auch in "Marco W. – 247 Tage im türkischen Gefängnis" (nach der wahren Geschichte eines Jugendlichen, SAT.1) spielte Burlakov wie in "Königswinkel" einen Inhaftierten. Diese Rolle brachte ihm ebenfalls große Anerkennung und es folgten Kinorollen für "Ausgerechnet Sibirien" (2012) und "Scherbenpark" (2012). Oft spielte er die Rolle des Bösewichts, aber nicht in "Mordkommission Königswinkel": "Es ist schon toll, die Perspektive zu wechseln und sozusagen auf der anderen Seite des Verhörtisches zu stehen. Aber auch Thomas Stark ist kein einfacher Charakter, denn er wird ja verdächtigt, Mafiakontakte zu haben," erklärt Burlakov.

Hintergrund

Gedreht wurde in und rund um Füssen. Zu Schloss Neuschwanstein hat Vladimir Burlakov ein besonderes Verhältnis: Sein Stiefvater arbeitete dort als Fremdenführer. Ungewöhnlich: Burlakov spielt in der Serie einen Polizisten mit Knasterfahrung, der in den Dienst zurückkehrt. Diese Drehbuch-Idee dürfte recht einmalig sein in Krimi-Deutschland.

#GOKA-Wertung

Muss ich sehen, weil...

...das Allgäu ein echter Hingucker ist! Verwunschene Wälder, Nebel über Flüßen und immer wieder die raue Berglandschaft – Füssens Kulisse rund um Neuschwanstein erlaubt erstklassige Aufnahmen, die man so in Deutschland kein zweites Mal findet. Dazu mit Lavinia Wilson und Vladimir Burlakov zwei undurchsichtige und überzeugende Kommissare, deren Privatleben im Konflikt mit den beruflichen Herausforderungen stehen. Insgesamt eine vielversprechende Kombination. Und auch wenn der Plot im ersten Fall recht vorhersehbar ist, überrascht der Cliffhanger am Ende und macht Lust auf mehr.

Für Fans von...

dem "Bozen"-Krimi (Das Erste), "Die Toten vom Bodensee" (ZDF)

Hinweis der Redaktion: Hier können Sie "Mordkommission Königswinkel" bereits in der ZDF-Mediathek streamen.

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