GOKA-Event der Woche: "Ich und Kaminski"

Wolfgang Beckers Film "Ich und Kaminski" (21. Juli, 20.15 Uhr, Arte) verschafft dem Zuschauer einen komödiantisch-satirischer Einblick in den Kunstbetrieb.
Trailer zu "Ich und Kaminski"

Darum geht's in "Ich und Kaminski"

Der ruhmsüchtige Journalist Sebastian Zöllner (Daniel Brühl) hat den ganz großen Coup vor Augen: er will eine Enthüllungsbiografie über den weltberühmten blinden Maler Manuel Kaminski (Jesper Christensen) schreiben und so endlich Ruhm und Anerkennung zu bekommen. Der alte und kranke Kaminski wird sicherlich bald – aber hoffentlich nicht zu bald – sterben, damit das Buch genau zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt gebracht werden kann und es ein Bestseller wird. Denn schließlich ist der ein Schüler von Matisse und ein Freund von Picasso.

Durch Bestechung der Hausangestellten dringt er in das Haus des Malers ein, der zurückgezogen in einem Schweizer Bergdorf wohnt. Dabei entdeckt er nicht nur unbekannte und nie ausgestellte Spätwerke Kaminskis, sondern glaubt auch, dass er Beweise dafür gefunden, dass Kaminski gar nicht blind war, als er berühmt wurde. Die Aufdeckung dieses Skandals, so hofft der Journalist, ist seine große Story.

Doch je mehr er sich in Kaminskis Haus wanzt, desto näher kommt er auch dem Maler. Er erfährt, dass dieser immer noch seiner totgeglaubten großen Jugendliebe Therese hinterher trauert. Zöllner überzeugt ihn, dass sie noch am Leben ist und so begeben sich die beiden auf einen Roadtrip zu Therese.

Bei ihr angekommen, muss Kaminski erfahren, dass für sie die damalige Begegnung keine sonderlich große Bedeutung hatte. Doch nicht nur Kaminski hat zu leiden, sondern auch Zöllner. Als der erfährt, dass sein ärgster Konkurrent, der Kunstkritiker Golo Moser, bereits alle wichtigen Interviews mit Kaminski geführt hat und auch die Verträge bereits unterschrieben sind, ahnt er, dass ihm das Maler-Schlitzohr haushoch überlegen ist.

Hintergrund

Wolfgang Becker hat Daniel Kehlmanns "Ich und Kaminski" verfilmt. Und wie auch in "Good Bye, Lenin" engagierte er Daniel Brühl als Hauptdarsteller. 2003 erlangte der heute 39-Jährige Schauspieler mit der Rolle des Alexander Kerner in der Mauerfall-Komödie international Bekanntheit.

GOKA-Wertung

Muss ich sehen, weil...

sich Daniel Brühl mit der dänischen Theater- und Kinoinstanz Jesper Christensen ein vergnügliches, dialoglaunisches Duell der Egomanen liefert.

Für Fans von...

"Good Bye, Lenin" (2003) oder "Frida" (2002)

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