GOKA-Kandidat: "Verräter - Tod am Meer"

"Verräter - Tod am Meer" (bis zum 28. August abrufbar in der ZDF-Mediathek) ist ein spannender TV-Thriller, der historische Fakten deutsch-deutscher Geschichte mit Spekulationen mischt.

Darum geht's in "Verräter - Tod am Meer"

DDR 1988: Volkspolizist Martin Franzen (Albrecht Schuch, hier im Interview zum Film) entdeckt während seines Dienstes eine Leiche in der Ostsee. Es ist Johanna Schön, die vermutlich bei einer missglückten Republikflucht umgekommen ist. Doch als Franzen mit seinen Ermittlungen beginnt, stößt er auf Indizien, die ihn vermuten lassen, dass mehr hinter dem Fall steckt.

Trailer zu "Verräter - Tod am Meer"

Nachdem sich aber ein wichtiger Zeuge angeblich selber das Leben nimmt, wird die Stasi mit den weiteren Untersuchungen betraut. Doch Franzen lässt der Fall nicht los und ermittelt heimlich auf eigene Faust weiter. Sein erster Anhaltspunkt ist ein rätselhafter Brief, der ihn nach Berlin zu Nina (Hannah Herzsprung) führt. Die geheimnisvolle Frau fasziniert ihn und sie scheint mehr zu wissen, als sie erzählt.

Er ahnt, dass sie und das Opfer eigentlich beide aus der BRD stammen. Als er auch noch herausfindet, dass sie etwas mit der RAF zu tun hat, stellt er sie zur Rede. Schnell werden die Zusammenhänge zwischen RAF und Stasi klar. Doch wem kann er nun vertrauen? Wer ist Freund, wer ist Feind? Trotz aller Bedenken flieht er gemeinsam mit Nina - und gerät dadurch zwischen alle Fronten.

Die Schauspieler und ihre Rollen

Neben den Hauptdarstellern Hannah Herzsprung und Albrecht Abraham Schuch spielen Christian Redl, Uwe Preuss, Anian Zollner, Jan Messutat, Jule Ronstedt, Hedi Kriegeskotte, Marek Harloff und Stephan Kampwirth mit.

Hannah Herzsprung als Nina

Hannah Herzsprung spielt in "Verräter - Tod am Meer" die ehemalige RAF-Terroristin Nina. So richtig in Fahrt kam ihre Karriere 2005, als die damals 23-Jährige an der der Seite von Katja Riemann und Ulrich Noethen in der Tragikomödie "Das wahre Leben" brillierte. Eine Rolle, für die sie 2007 den Deutschen Filmpreis als beste Nebendarstellerin überreicht bekam. Es folgte eine Hauptrolle in Chris Kraus' Musik-Drama "Vier Minuten". 2008 war sie in "Der Vorleser" an der Seite von Kate Winslet zu sehen. Danach folgten zahlreiche TV-Filme, sowie von 2010 bis 2013 die Rolle der Julia Hausmann in der TV-Serie "Weissensee". 2012 war sie in Til Schweigers "Schutzengel" zu sehe, 2015 folgte eine Hauptrolle in der Komödie "Traumfrauen" an der Seite von Elyas M'Barek, Iris Berben und Karoline Herfurth.

Albrecht Schuch als Martin Franzen

Die Rolle des Volkspolizisten Martin Franzen ist Albrecht Schuchs erste Hauptrolle in einem TV-Film. Der in Jena geborene Schauspieler steht seit 2001 auf der Bühne - noch vor seiner Schauspielausbildung, die er von 2006 bis 2010 an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig absolvierte. Es folgten TV-Auftritte im "Tatort" und "Polizeiruf 110". 2010 spielte er Lehmanns Rocker-Kumpel Harry in "Neue Fahr Süd". 2012 war er im Spielfilm "Die Vermessung der Welt" als Alexander von Humboldt zu sehen. Historisch ging es 2016 mit "Die Pfeiler der Macht", dem Dreiteiler "NSU mitten in Deutschland" und "Paula" weiter. Auch "Verräter - Tod am Meer" behandelt einen historischen Kontext, nämlich die Vor-Wendezeit in der DDR und die Ereignisse, rund um die in der DDR untergetauchten und von der Stasi mit neuen Identitäten versorgten RAF-Terroristen.

Hintergrund

Der Roman "Innere Sicherheit" von Christa von Bernuth bildet die Vorlage für den ZDF-Thriller. Die darin geschilderten Ereignisse sind teils verbürgt, aber auch teils spekulativ - und das gilt auch für den TV-Film: "Verräter – Tod am Meer" ist nicht als Zeitdokument zu verstehen, sondern als Gedankenexperiment, das historische Fakten mit Spekulationen mischt. Stefanie Veith und Nils Willbrandt haben den Roman für den Sender adaptiert. Regie führt Franziska Meletzky ("Stromberg", "Dr. Psycho").

GOKA-Wertung

(Eine Bewertung der Redaktion. Die Beurteilung des Films durch die GOKA-Jury ist davon unabhängig)

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