TV-Event der Woche: "Mama gegen Papa - Wer hier verliert, gewinnt"

Rosenkrieg auf französisch: Die Leroys sind glücklich geschieden, aber keiner will die Kinder - eine herrlich schwarze Komödie.

Darum geht's in "Mama gegen Papa"

In "Mama gegen Papa - Wer hier verliert, gewinnt" (3. August, 23.00 Uhr, ZDF) wollen sich Florence (Marina Foïs) und Vincent Leroy (Laurent Lafitte) "sauber" scheiden lassen und gute Freunde bleiben. Alles ist geklärt, das Sorgerecht soll einvernehmlich geteilt werden.

Trailer zu "Mama gegen Papa"

Dennoch beginnt bald eine Schlacht: Beide könnten ihren Traumjob im Ausland bekommen und wollen daher die drei Kinder - Mathias (Alexandre Desrousseaux), Emma (Anna Lemarchand) und Nesthäkchen Julien (Achille Potier) - dem jeweils anderen zuschieben. Da sie sich nicht einigen können, verfügt die Scheidungsrichterin (Anne Le Ny), dass die Kinder selbst entscheiden sollen, bei wem sie bleiben wollen.

So präsentieren sich die zukünftigen Single-Eltern als besonders schlechter Vater beziehungsweise schlechte Mutter. Sie tun Dinge, die sie eigentlich gar nicht wollen, nur damit ihre Kinder sie hassen. Beim Paintball ballert Papi einfach auf seinen Jungen ein, zum Geburtstag schenkt er seinem Jüngsten ein liebloses Geschenk und zu guter letzt bindet er ihnen auch noch eine Lügengeschichte auf: Wenn sie bei ihm leben wollen, dann nur mit demenzkranker Oma in einem heruntergekommenen Haus zwischen den Bahngleisen. Und wie wird die liebe Mama die Kinder los? Sie kocht Spaghetti mit Spülmittel, damit sich die lieben Kleinen tüchtig den Magen verderben und blamiert ihre Tochter auf ihrer ersten Party.

Hintergrund

"Mama gegen Papa - Wer hier verliert, gewinnt" ist das Spielfilmdebüt von Regisseur Martin Bourboulon, der zuvor als Werbefilmer und Regieassistent tätig war. Auch waren renommierte französische Komödienautoren am Werk, u. a. Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière, die auch schon für "Der Vorname" gemeinsam das Drehbuch geschrieben haben. Der Rosenkrieg unter umgekehrten Vorzeichen lieferte die Vorlage für die deutsche Komödie "Schatz, nimm du sie!" mit Carolin Kebekus und Maxim Mehmet in den Hauptrollen.

GOKA-Wertung

Dieser Film ist eine bissig-böse Familienkomödie, die die üblichen Klischees von Scheidungen gegen den Kamm bürstet - ein umgekehrter Rosenkrieg, der die Eltern komplett aus ihren Rollen fallen lässt. Dabei reiht sich ein fieser Gag an den anderen. Die Franzosen verstehen sich einfach darauf, politisch unkorrekt zu sein!

Muss ich sehen, weil...

...dieser Rosenkrieg unter umgekehrten Vorzeichen absurd-witzig ist.

Für Fans von...

...französischen Filmen wie "Ziemlich beste Freunde" (2011) oder "Paulette" (2013), oder der deutschen Komödie "Schatz, nimm du sie!" (2017).

Diese TV-Highlights werden uns im Herbst noch begeistern:

GOKA-Kandidat: "Verräter - Tod am Meer"

"Verräter - Tod am Meer" (bis zum 28. August abrufbar in der ZDF-Mediathek) ist ein spannender TV-Thriller, der historische Fakten deutsch-deutscher Geschichte mit Spekulationen mischt.
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