Unser GOKA-Star der Woche: Nina Kunzendorf

Die Ex-"Tatort"-Kommissarin ermittelt wieder als Journalistin in "Tödliche Geheimnisse - Jagd in Kapstadt"

Kühl, bissig, extrem sexy oder auch ganz natürlich - unsere Preisträgerin Nina Kunzendorf (45) hat viele Facetten zu bieten. Im neuen TV-Thriller "Tödliche Geheimnisse" (Teil 1: 24. August, 20.15 Uhr, Teil 2 "Jagd in Kapstadt": 26. August, 20.15 Uhr, Das Erste) glänzt sie wieder neben Anke Engelke: "Es ist ein großes Fest mit ihr zu spielen," erklärt Kunzendorf.

Die Bildergalerie zum neuen Film "Tödliche Geheimnisse – Jagd in Kapstadt":

Darum geht's in "Tödliche Geheimnisse – Jagd in Kapstadt"

Journalistin Rommy (Nina Kunzendorf) macht sich in Südafrika auf die Suche nach dem verschwundenen Lobbyisten Paul. Das passt Unternehmerin Norgren (Katja Riemann), für die Paul vor Ort verhandelt hat, so gar nicht. Nach ihrem Verrat will Rommys Ex-Chefin und Freundin Karin (Anke Engelke) ihr helfen, heraus zu finden was dahintersteckt. Geht es um das Patent für ein Krebsmedikament, das der Berliner Arzt Dr. Schwarz im Kongo entwickelt?

Eine spannende Fortsetzung der "Tödliche Geheimnisse" im Ersten. Kunzendorf freut sich sehr, dass ihre Rolle eine weitere Entwicklung erleben darf: "Ich empfinde es als großes Geschenk, Figuren ausloten zu dürfen, mit Ihnen weiter reisen zu können," verriet sie der GOLDENEN KAMERA im Interview.

Erfolgreich an der Seite von Monica Bleibtreu

Zum ersten Mal in einer TV-Produktion war Nina Kunzendorf an der Seite von Monica Bleibtreu (GOLDENEN KAMERA 1973) in "Verlorenes Land" (2002) zu sehen. Und auch ihren ersten Filmpreis nahm sie an der Seite der inzwischen verstorbenen Schauspielerin in Empfang. Für "Marias letzte Reise" (2005) erhielten die beiden u.a. den Sonderpreis des bayrischen Fernsehens, vier Auszeichnungen beim Deutschen Fernsehpreis, den 3sat-Zuschauerpreis, den Adolf-Grimme-Preis und den Rockie Award beim kanadischen Banff World Television Fesitval. In dem Film spielt Nina Kunzendorf die Krankenschwester der todkranken Rentnerin Maria (Monica Bleibtreu). Ein Zusammenspiel von zwei Schauspielgrößen, das den Zuschauer rührt aber dabei nicht platt auf die Tränendrüse drückt.

GOLDENE KAMERA 2012 für Nina Kunzendorf

Im Laufe ihrer Karriere durfte Kunzendorf noch weitere Preise in Empfang nehmen, u.a. die GOLDENE KAMERA in der Kategorie Beste Deutsche Schauspielerin 2012. Zudem erhielt sie den Grimme-Preis für "Liebesjahre", "In aller Stille" und für den "Polizeiruf 110 – Der scharlachrote Engel", in dem sie Opfer eines Gewaltverbrechens wird, sich aber nicht als Opfer fühlen will - wieder eine komplexe Persönlichkeit.

Von Anfang an fordernde Rollen

Überhaupt mag Kunzendorf die unbequemen Charaktere. Sie spielt die Rollen, die man nicht von ihr erwartet. Noch vor ihrem Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Hamburg, stand sie für den prämierten Kinofilm "Langer Gang" als Rollstuhlfahrerin in einem Reha-Zentrum für behinderte Kinder und Jugendliche vor der Kamera. Nach ihrem Abschluss zog es sie aber zunächst auf die Theaterbühne, wo sie auch keine Scheu zeigte, sich komplett zu entblößen.

Einzigartig: Nina Kunzendorf als "Tatort"-Kommissarin Conny Mey

Auch in ihrer Paraderolle als "Tatort"-Kommissarin Conny Mey zeigte Kunzendorf von 2010 bis 2013 viel Haut. Das Angenehme dabei: Sie kleidet sich zwar sexy, steht aber als Conny auch bewusst selbstbewusst dahinter ohne sich dabei abstempeln zu lassen. Ganz im Gegenteil – scharfsinnig gibt sie ihrem Partner Frank Steier (Joachim Król) Kontra und zeigte somit eine vielschichtige Frauenrolle und einen neuen Typus TV-Kommissarin, den es im Fernsehen (leider) viel zu selten zu sehen gibt.

Nina Kunzendorf steckt in keiner Schublade

Wie sie selber sagt, möchte sie in ihren Rollen auch gar nicht sympathisch sein, sondern ausgefallen. Es erscheint ihr viel zu einfach, einen Charakter zu spielen, der sich den Zuschauern sofort erklärt. Sie möchte am liebsten jemanden spielen, der erforscht und kennengelernt werden muss. Klar, dass das nicht immer für Quote sorgen. Doch das interessiert Kunzendorf wenig. Sie spielt sich quer durch alle Genres. Mal schaltet sie ihrer Familie in der Komödie "Hilfe, wir sind Offline!" das Internet ab, dann plötzlich spielt sie in der Dramareihe "Das Verschwinden", welche im Herbst im Ersten zu sehen sein wird mit.

Die Bildergalerie zu "Hilfe, wir sind Offline!":

Nina Kunzendorfs Privatleben

Sie hält ihr Privatleben unter Verschluss, spricht fast nie darüber. Nur einmal machte sie im Jahr 2012 Schlagzeilen. Damals verließ sie den Vater ihrer damals fünf- und sechs-Jährigen Kinder Schauspieler Stephan Bissmeier. Sie hatte sich in ihren Regisseuren Stefan Kornatz verliebt, mit dem auch heute noch liiert ist.

Die Tochter einer Lehrerin und eines Arztes hatte als Kind den Berufswunsch Bäuerin, Bäckerin oder Hebamme zu werden. Immerhin eine vor Gericht stehende Hebamme durfte sie bereits im ZDF-Drama "Nacht der Angst" spielen.

Auch international kann man Kunzendorf im Kino sehen. In "Die Frau in Gold" (27. August, 13.15 Uhr, One) spielt sie neben Helen Mirren und Ryan Reynolds. Wir dürfen also gespannt sein, in was für Rollen die charmante Schaupielerin in Zukunft noch schlüpfen wird. Eines ist aber klar, in eine Schublade wird man Nina Kunzendorf wohl nie stecken können.

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