"Die Höhle der Löwen": So geht der perfekte Deal

Zum Auftakt von Staffel vier der Gründer-Show "Die Höhle der Löwen" (ab 5. September, 20.15 Uhr, Vox) verrät ein Insider, womit Sie bei den Löwen garantiert Punkte sammeln.

Kenner der Sendung wissen, wie es läuft, wenn es nicht läuft: Carsten Maschmeyer findet das Produkt toll, ist aber rätselhafterweise trotzdem raus, Judith Williams findet sich in dem Thema einfach nicht wieder, sogar in Ralf Dümmels Regalen ist kein Platz mehr – und Frank Thelen lässt mit seiner Killerfrage "Wie soll das skalieren?" schließlich die Gesichter der Kandidaten erstarren. Manchmal werden Gründer in der "Höhle der Löwen" zur leichten Beute.

Und es wird nicht gerade einfacher für alle, die bei den prominenten Investoren auf finanzielle Hilfe hoffen. Neu als Löwin dabei: CSU-Politikerin Dagmar Wöhrl, die den Platz von Jochen Schweizer einnimmt. Sie ist mit Hans Rudolf Wöhrl verheiratet, Chef der Intro Gruppe, die in Branchen wie Handel, Luftfahrt und Hotellerie aktiv ist.

Der Berater Felix Thönnessen

Bei der erfolgreichsten Primetime-Eigenproduktion von Vox ist mit jeder Staffel nicht nur die Quote, sondern auch der Anspruch der Investoren gestiegen – nach dem Motto: Die Teilnehmer müssten nach drei Staffeln wissen, welche Fragen sie erwarten. Doch es gibt auch Hilfe: Der Start-up-Berater Felix Thönnessen bereitet alle Gründer auf ihren Pitch in der Sendung vor. Schließlich gilt es, innerhalb von nur drei Minuten exakt auf den Punkt zu bringen, was das Produkt ist und warum die Welt es braucht.

"Wir sichten vorher die Unterlagen auf eventuelle Schwachstellen, an denen die Löwen nachbohren könnten", sagt der 37-Jährige. "Per Skype und Telefon sprechen wird dann mit den Gründern darüber." Am Tag der Aufzeichnung steht Thönnessen den Teilnehmern auch hinter den Kulissen in Köln zur Klärung letzter Businessfragen zur Verfügung. "Nach meiner Erfahrung kann man dann noch extrem viel tun: Das Bewusstsein, gleich die Höhle zu betreten, lässt jeden noch einmal eigene Denkmuster hinterfragen. Und so mancher ist dann auch noch mal offener für Ratschläge."

Denn es muss klar werden, wie aus ihrer Idee ein tragfähiges Geschäftsmodell entstehen soll, mit dem man irgendwann gutes Geld verdient. Außerdem ist es natürlich wichtig, die Kennzahlen, Umsatz, Gewinn und Margen, nennen zu können – und den eigenen Charakter einzubringen: "Jemand, dem Motivation und Feuer fehlen, kann selbst mit einer guten Idee nicht erfolgreich sein. Die Gründerpersönlichkeit ist für die Löwen sehr wichtig, das wird häufig völlig unterschätzt."

Auch ein klassischer Fehler: Dinge schönreden. Der Berater empfiehlt, schwächen oder Probleme aus der Vergangenheit ehrlich darzustellen. Selbst das kann schmeichelhaft klingen: "Wir haben eine Entscheidung getroffen, die nicht hundertprozentig richtig war. Da fehlte uns die Erfahrung, und dafür brauchen wir jetzt genau Sie, liebe Löwen, um künftig diesen Punkt fundierter einschätzen zu können", wäre so ein Formulierungsvorschlag von Felix Thönnessen.

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