"Tatort: Stau": Mördersuche im Verkehrschaos

Feierabendverkehr in Stuttgart - und mitten im Stau suchen Lannert und Bootz nach dem Mörder.

Nach über einem Jahr wieder einmal ein "Tatort" aus Stuttgart mit den Kommissaren Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare). Und sie feiern mit dem "Tatort: Stau" (10. September, 20.15 Uhr, Das Erste) ein Jubiläums: Es ist der 20. Einsatz der beiden Kommissare. Darin suchen sie mitten im Feierabendverkehr nach dem Schuldigen, der den Tod eines junges Mädchens auf dem Gewissen hat. Dabei geraten sie nicht nur mit den zuständigen Streifenpolizisten aneinander, sondern auch mit einer wütenden Meute von Autofahrern.

Was passiert im "Tatort: Stau"?

In einer ruhigen Wohngegend liegt ein Mädchen tot am Straßenrand. Gudrun Höppner, 14 Jahre alt. War es ein Unfall mit Fahrerflucht oder absichtliche Tötung? Der einzige Zeuge ist ein dreijähriger Junge, der aus dem Fenster geguckt und gesehen haben will, wie das Mädchen aus einem Auto geworfen wurde.

Da die Wohnstraße direkt auf die berühmte Stuttgarter Weinsteige führt, müsste der Täter diesen Weg genommen haben. Und dort noch in jenem Stau feststecken, der durch einen Wasserrohrbruch verursacht wurde. Während Bootz mühsam versucht, aus dem Dreijährigen mehr herauszubekommen, beginnt Lannert in der Wagenschlange zu ermitteln.

Was ist das Besondere an diesem "Tatort"?

Der Krimi lebt von der bunten Mischung an Menschen, die sich im Staustress befinden. Die müssen nicht nur die Wartezeit ertragen und verarbeiten. Ob Berufsfahrer oder Privatmensch, alle haben Probleme. Ein Rentner sorgt sich um den Verlust der Wohnung und giftet die Frau an, die seinen Wagen streift. In einem anderen Auto streitet sich ein Ehepaar bis aufs Messer. Eine Alleinerziehende kutschiert eine 10-jährige Nervensäge heim, während der Limousinenchauffeur das beleidigende Getue seiner Chefin nicht länger erträgt und aussteigt. All das ist mit spitzzüngigen Dialogen gewürzt, die den bärbeißigen Baden-Württemberger Humor fein transportieren.

Wer ist dabei?

Richy Müller gibt den ausgebremsten Kommissar gekonnt cool, was seine Beliebtheit noch steigern dürfte. Schöne Gastauftritte haben TV-Star Rüdiger Vogler als nörgelnder Rentner und Jacob Matschenz, sonst eine Größe im jungen deutschen Kino, als untergebutterter Chauffeur.

GOKA-Wertung

Der Stau als dramaturgischer Dampfkochtopf: Diese Idee geht hier bestens auf. Hinzu kommt, dass man sich als Zuschauer in viele Situationen versetzen kann, was oft zum Lachen verführt. Ein Krimi ohne große Action, dafür mit einem großen Schauspielensemble, das viel Freude bereitet.

Wie gut kennen Sie Lannert, Bootz & Co.?

Testen Sie Ihr Wissen mit unseren 7 Fragen zum Stuttgart-"Tatort":

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