GOKA-Star der Woche: Florian Lukas

Vom Best-Buddy von Til Schweiger bis zum Durchbruch in "Good Bye, Lenin!" - der "Weißensee"-Star spielt sich in seinen Rollen durch sämtliche Genres.

Er ist der nette Junge von nebenan, deshalb auch oft besetzt als bester Kumpel der Hauptfigur: Cool und kompromisslos neben dem 2010 verstorbenen Schaupieler Frank Giering in "Absolute Giganten" (1999), der Buddy von Til Schweiger in "Der Eisbär" (1998) und als Mücke der Kumpel von Fabian Busch in "Liegen lernen" (2003). Doch inzwischen braucht Florian Lukas (44) keinen prominenten Gegenpart mehr. Der Schauspieler ist für sämtliche Hauptrollen gefragter denn je, vermehrt in deutschen Krimiproduktionen. Auch in "Der König von Berlin" (23. September, 20.15 Uhr, Das Erste) spielt er einen Jungkommissar, der sich mit gitftresistenten Ratten und einem vermeintlichen Selbstmord in Berlin auseinandersetzen muss.

Trailer zu "Der König von Berlin"

Der Ur-Berliner (1973 in Ost-Berlin geboren) hat sein Handwerk - wenn auch nicht auf der Schauspielschule - von der Pike auf gelernt: Mit 12 Jahren begann er Hörspiele zu sprechen, was er nach wie vor tut. Mit gerade mal 17 Jahren stand Lukas 1990 sowohl das erste Mal auf einer Theaterbühne als auch vor einer Kamera ("Banale Tage").

Absolute Giganten

Eine für ihn spannende Phase, "die er gern noch ein mal erleben würde". Die Zeit, in der die Mauer fiel und die DDR verschwand, begleitet Lukas auch bei seiner Arbeit: In "Good Bye, Lenin!" (2003) mimt er den schnauzbärtigen DDR-Nachrichtensprecher, eine Rolle, die ihn schlagartig in Deutschland bekannt machte. Auch sein aktuelles Prokjekt, die neue Staffel von "Weißensee", spielt vor und in der Wendezeit..

Echte Geschichten reizen den 44-Jährigen: Im Dokudrama "Mitten in Deutschland - NSU" rollt er die Morde der NSU auf, in "Nordwand" besteigt er als Andreas Hinterstoißer die Berner Alpen. Für diese Rolle hat Lukas ein Jahr lang Klettern gelernt - und ist seitdem seine Leidenschaft.

Aber Florian Lukas ist keinesfalls nur auf Rollen in historischen Stoffen festgelegt. In "Kammerflimmern" (mit Jessica Schwarz und Matthias Schweighöfer, 2004), "Stellungswechsel" (2007) und "Keine Lieder über Liebe" (mit Jürgen Vogel und Heike Makatsch, 2005) zeigte er sich von seiner romantischen Seite.

Privat hat Lukas sein Liebesglück längst gefunden: Mit der Regisseurin Anna Justice (55) hat er zwei Töchter und lebt glücklich am Rand von Berlin. Familienzeit ist ihm wichtig. Er will sich kümmern, so betont er es immer wieder in Interviews. Er ist und bleibt eben der nette Junge von nebenan.

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