GOKA-Star der Woche: Jannis Niewöhner

Schauspieler stecken schnell in einer Schublade. Nicht Niewöhner! Der "Rubinrot"-Star meistert den Spagat zwischen sexy und spannenden Rollen. Von Fantasy über Tragik und Western bis zur Romantic Comedy kann er jedes Genre.

So gut wie er, ist derzeit kein anderer 25-jähriger Deutsche im Filmgeschäft. Im GOLDENEN KAMERA-Kandidaten, dem ZDF-Dreiteiler "Maximilian: Das Spiel von Macht und Liebe" (1. Oktober, 22 Uhr, 2. Oktober, 22.15 Uhr, 3. Oktober, 22 Uhr, ZDF) beweist Jannis Niewöhner, dass er auch nach den Pferdefilmen "Ostwind" (2015, 4. Oktober, 21.45 Uhr, Sky Family) noch fest und im Sattel sitzt – und dabei auch noch sehr gut aussieht!

Maximilian

Jannis Niewöhner zeigt nackte Tatsachen

Spätestens seit der "Rubinrot"-Verfilmung bekommen Teenager seinetwegen schlaflose Nächte. Ganz klar, Niewöhner ist ein Sunnyboy, lässt Mädchenherzen höher schlagen und zieht regelmäßig obenrum blank. Doch das gute Aussehen allein hat ihn nicht dahin gebracht, wo er heute steht. Es sind die feinen Züge, die großen emotionalen Momente, in denen er beweist, dass er ein ernstzunehmender Schauspieler ist.

Jannis Niewöhner zeigt Emotionen

Nach dem Drama "Jonathan" (2016), in dem er seinen krebskranken Vater bis in den Tod pflegt, und seiner Rolle als psychisch Kranker mit Bomberjacke und Glatze in "4 Könige" (2015), spielt er wieder einen von Gefühlen zerrissenen Menschen: In "So auf Erden" (4. Oktober, 20.15 Uhr, Das Erste) mimt er einen drogensüchtigen Straßenmusiker, der von einem strengreligiösen Pastorenpaar einer Freikirche aufgenommen wird. Als sich zwischen Niewöhners Rolle und dem Pastoren eine Liebesbeziehung anbahnt, kommt dies für die Gemeinde einem Tabubruch gleich. Also definitiv keine Rolle, die, wie so häufig bei ihm, nur ein junges Publikum anspricht.

Jannis Niewöhner: jeden Monat ein neuer Kinofilm

Auch auf der großen Leinwand zeigt Niewöhner derzeit seine zwei Seiten: ernst und dramtisch in der Buchverfilmung "Jugend ohne Gott" (seit August im Kino), unterhaltsam und obenohne in der Romantic-Comedy "High Society" (seit September im Kino, zwischenzeitlich auf Platz 1 der Kinocharts).

Beide Male an seiner Seite: GOLDENE KAMERA Jury-Mitglied Emilia Schüle. Dabei sind die beiden schon seit 2015 getrennt, doch auf der Leinwand funktionieren sie immer noch perfekt als Liebespaar. Schließlich sind sie nach ihrem Kennenlernen am Set von "Gangs" (2009) gemeinsam in die Filmwelt hineingewachsen. Eine Bindung, die man in allen ihrer neun gemeinsamen Filmen spürt.

Obwohl Niewöhner in so jungen Jahren so viel erreicht hat – er war bereits mit zehn Jahren im "Tatort" zu sehen – steckt er die Ziele weiter hoch. Er träumt davon, selber Regie in einem Kinofilm zu führen. Und wen wundert es, am liebsten mal wieder in einem ganz anderem Genre. Sein Favorit: ein Roadmovie, welches auch Grundwerte vermittelt.

Jannis Niewöhners Ziele: Haus auf dem Land

Auch privat ist er längst nicht so glatt, wie man auf den ersten Blick denken mag, er quarzt gern mal ne Zigarette im verwaschenem T-Shirt. Er hat das Großstadtleben in Berlin – aber nicht in Downtown, sondern in Berlin-Lichtenberg schätzen gelernt, träumt aber von einem riesengroßem Haus auf dem Lande.

Jannis Niewöhner allererste Rolle in dem Kurzfilm "Für immer Edelweiss" (2004):

Für immer Edelweiss

Niewöhner selbst ist auf einem Bauernhof in einer Art Kommune mit zwei anderen Familien groß geworden und hat als einziges Kind eines Lehrerpaares eine glückliche Kindheit verlebt. Dass er seit seinem 12. Lebensjahr jede Sommerferien plus auch zwei Monate in jedem Schuljahr nicht Zuhause war, daran hat er sich schnell gewöhnt. Mit bereits 15 Jahren wusste er, dass er sich keinen anderen Beruf als Schauspieler mehr vorstellen kann.

In Interviews betont er immer wieder, wie wichtig es ihm ist, sich auszuprobieren, quer durch alle Genres zu spielen. Wir würden sagen: Das gelingt ihm!

Jannis Niewöhner in der Bildergalerie:

Vor und hinter der Kamera ein Paar

Wenn Schauspieler sich nicht nur die Kamera, sondern auch das Bett teilen. GOLDENE KAMERA stellt Filmpaare vor, die auch privat liiert sind.
Mehr lesen