Goka-Star der Woche: Stephan Luca

GOLDENE KAMERA traf Stephan Luca und sprach mit ihm über seinen Film "Kleiner Junge, großer Freund". Wir verraten, warum der Schauspieler so viel besser als sein Image ist.

Höflich ist er, offen und gutaussehend natürlich auch – der Ruf "Schwiegersohn-Liebling" eilt ihm voraus. Doch darauf ist Stephan Luca gar nicht gut zu sprechen. Das Schubladendenken der TV-Zuschauer nervt ihn. Zu recht, schließlich hat der 43-Jährige so viel mehr zu bieten, als nur ein hübsches Gesicht. In Hamburg nahm er dieses Jahr am Ironman teil und spätestens als kettenrauchender, Lederjacke tragender Kommissar "Zorn" zeigt er den TV-Zuschauern seine toughe Seite. Nichtsdestotrotz werden in seinem neuen Film "Kleiner Junge, großer Freund" (15. Oktober, 20.15 Uhr, ZDF), einige ältere TV-Zuschauer ihn sich durchaus wieder als Schwiegersohn wünschen.

Interview mit Stephan Luca zu "Kleiner Junge, großer Freund"

"Kleine Junge, großer Freund"

In dem Herzkinofilm geht es schließlich um die außergewöhnliche Beziehung zwischen einem Jungen aus armen Verhältnissen und einem Architekten (Stephan Luca), der von dieser Freundschaft positiv beeinflusst wird. Genau das ist es, was Luca an solchen Charakteren reizt: Seine Rolle entwickelt Nächstenliebe und sieht plötzlich nicht mehr nur die Häuser, die er baut, sondern auch die Menschen, die darin leben werden.

Welches Filmgenre er damit bedient, ist ihm egal: "Ich bewege mich beruflich und privat gern raus aus Komfortzonen und an Orte, wo ich noch nicht war. Beruflich können da noch viele Herausforderungen kommen."

Stephan Luca und das Wasser

Bei diesem Film haben ihn natürlich auch die Dreharbeiten in Südafrika und am Meer gereizt. Das Element Wasser scheint Stephan Luca zu begleiten. Auch in seinem aktuellen Kinofilm "Die Pfefferkörner und der Fluch des schwarzen Königs" geht es um den Umgang mit Wasserressourcen. Bei seinen nächsten Dreharbeiten, für die er sich zurzeit einen Bart wachsen lässt, spielt das kühle Nass ebenfalls eine Rolle – mehr dürfen wir über dieses Projekt aber noch nicht verraten. Und auch privat hat er sich dem Element Wasser gestellt.

Stephan Luca nimmt am Ironman teil

Angestachelt von einem Kumpel meldete er sich dieses Jahr kurzfristig zum ersten Ironman in Hamburg an: 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,195 km Laufen und das alles für den guten Zweck - denn er hat damit ordentlich Geld für die Trinkwasser-Hilfsorganisation Viva con Aqua gesammelt. Obwohl er nur drei Wochen Vorbereitungszeit hatte, meisterte der leidenschaftliche Hobbysportler auch diese Herausforderung.

Luca liebt den Sport: Zwei mal die Woche läuft er um die Alster, besucht regelmäßig das Fitnessstudio und fährt Ski in den Bergen. Eigentlich träumte Luca als Kind davon Skilehrer zu werden. Doch schon in der Theater-AG in der Schule merkte er, dass das Schauspiel mehr sein Ding ist. 1997 begann er seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, die er sogar mit dem Friedrich-Schütter-Preis zur Förderung des Schauspielnachwuchses abschloss. Aber immerhin durfte er im Kinofilm "Sie haben Knut" (2002) einen Skilehrer spielen.

Stephan Luca privat

Der Hansestadt ist der, in Stuttgart mit dem Namen Stephan Hornung geborenen Star, in den letzten 20 Jahren treu geblieben. Hier leben auch seine beiden Töchter, mit deren Mütter er aber nicht mehr liiert ist. Für den Künstlernamen Luca, der Zweitname seiner Mutter, entschied er sich während des Drehs von "Die Bergpfarrer – Liebe und andere Überraschungen" (2005). So will er Privates und Berufliches besser trennen.

Stephan Luca mehr als nur "deutschlands liebster Schwiegersohn"

Am Anfang seiner Karriere war er oft in etwas leichteren Filme wie "Wenn Liebe doch so einfach wäre" (2007) neben Yvonne Catterfeld oder "Der Hochzeitswalzer"(2008) mit Chiara Schoras zu sehen. Und auch Katastrophenfilme wie "Die Sturmflut" (2006),"Die Lawine" (2007), "Das Inferno – Flammen über Berlin" (2007) standen ihm gut zu Gesicht.

Doch inzwischen geht es bei den Castings weniger um sein gutes Aussehen und seinen athletischen Körper, sondern vermehrt um seinen charakterstarken Ausdruck, wie die Hauptrolle in der Krimiserie "Zorn" belegt. Auch wenn die Serie vor kurzem abgesetzt wurde, so bleibt der Star positiv gestimmt: "Vielleicht sehen wir meinen Kommissaren an einer anderen Stelle wieder."

Und selbst wenn "Zorn" keinen neuen Sendeplatz findet, Luca hat die Erkenntnis: "Mit jedem Film, den ich gemacht habe, ging wieder eine neue Tür auf." Wir sind gespannt, welche die nächste ist. Trotzdem wollen wir Luca ab und zu in Rollen, wie die PR-Agentur von "Kleiner Junge, großer Freund" ihn nennt, als "Deutschlands liebsten Schwiegersohn" wiedersehen.

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