40 Jahre "Deutscher Herbst": Die RAF als Filmstoff

Vierzig Jahre liegen der Deutsche Herbst und die Todesnacht von Stammheim zurück. Ein Ereignis, das nicht nur der kommende "Tatort: Der rote Schatten" thematisiert.

Auf den "Tatort: Der rote Schatten" (15. Oktober, 20.15 Uhr, Das Erste) dürfen Fans gespannt sein. Regisseur Dominik Graf verspricht dem Publikum einen ungewöhnlichen Krimi. Denn zum einen spielen einige Szenen in der legendären JVA in Stammheim, in der in den 1970er-Jahren führende Mitglieder der Roten Armee Fraktion (RAF) einsaßen. Und da nicht am Originalschauplatz gedreht werden darf, mussten die Zellen aus dem Hochsicherheitsgefängnis für den "Tatort"-Dreh nachgebaut werden. Zum anderen spielt die Handlung auf zwei Zeitebenen, im Hier und Jetzt und im Oktober 1977.

Der "Deutsche Herbst"

Der Oktober 1977 ging als "Deutscher Herbst" in die Geschichte ein. Der Terror der RAF traumatisierte die Bundesrepublik. Attentate und Geiselnahmen halten die Öffentlichkeit in Atem, Unschuldige geraten zwischen die Fronten. Der Stammheimer Prozess gegen die Führung der RAF ist ein Schlüsselereignis für die Geschichte und für das Verständnis des "Deutschen Herbstes". Als am 28. April 1977 das Urteil verkündet wird, ist Ulrike Meinhof bereits tot und Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe werden zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Um deren Freilassung zu erpressen wird der damalige Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer entführt. Nach 44 Tagen in Geiselhaft wird er erschossen. Die Verurteilten nehmen sich schließlich in der Nacht des 18. Oktober 1977 in Stuttgart-Stammheim das Leben. Am Ende entsteht mit der Entführung Hanns-Martin Schleyers und der Lufthansamaschine "Landshut" der "Deutsche Herbst", die größte innenpolitische Krise der Bundesrepublik. Kein Wunder also, dass sich zahlreiche Filme mit der Darstellungen der RAF-Geschichte beschäftigen.

Die RAF-Geschichte im Film

Zum 40. Jahrestag der Stammheimer Todesnacht stellen wir die 15 besten Filme in dieser Bildergalerie vor, die den RAF-Terror thematisieren:

Goka-Star der Woche: Stephan Luca

GOLDENE KAMERA traf Stephan Luca und sprach mit ihm über seinen Film "Kleiner Junge, großer Freund". Wir verraten, warum der Schauspieler so viel besser als sein Image ist.
Mehr lesen