Das läuft bei "Bares für Rares"

Expertinnen aus Deutschlands erfolgreichster Trödelshow "Bares für Rares" verraten, welche Schätze sich gut verkaufen – und welche nicht.

Eine Schleifenbrosche. "Der Silberrahmen stammt aus dem 19. Jahrhundert", sagt Dr. Heide Rezepa-Zabel in der ZDF-Show "Bares für Rares". Die Gutachterin fährt fort: "In der Mitte befindet sich ein Diamant in einer Zarge aus Weißgold, das es erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts gibt." Sie spricht von einer "Mariage aus Alt und Neu". 200 bis 250 Euro sei das Stück wert. Die Besitzerin verkauft sie schließlich an die Händlerin Susanne Steiger – für 350 Euro.

Dritte Abendshow mit Horst Lichter

Ein Ausschnitt aus Deutschlands erfolgreichster Trödelshow "Bares für Rares" mit Horst Lichter, die heute, 2. November, zum dritten Mal als Abendshow zur Primetime im ZDF zu sehen ist. Auch prominente Besitzer schöner Dinge versuchen vor historischer Kulisse, ihre Raritäten meistbietend zu veräußern: In dieser Folge möchte sich Schauspielerin Katja Flint von einem ganz besonderen Schmuckstück trennen, welches einst eine weltberühmte Vorbesitzerin hatte. Wie wird Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel dieses Stück einschätzen?

Immer mehr Menschen wollen auf diesem TV-Antiquitätenmarkt ihren alten Krempel erst schätzen lassen und dann verkaufen. Inzwischen gucken dabei bis zu drei Millionen Zuschauer pro Sendung zu. Wohl jeder kennt es: Man entrümpelt den Dachboden oder Keller – und findet plötzlich Opas Taschenuhr, Omas Service, Silberbesteck. Doch lässt sich davon auch etwas gut verkaufen? Dr. Rezepa-Zabel sagt: "Grundsätzlich gibt es für alles Sammler, und alles wird gehandelt, erst recht, wenn es selten und qualitativ hochwertig ist."

Das sind die Verkaufsschlager

Am häufigsten wird alter Schmuck angeboten. Was bringt Bares? "Individuelle Stücke, die man nicht alle Tage sieht", sagt Susanne Steiger. "Art déco und Jugendstil passen einfach wieder gut in unsere Zeit – als Accessoire." Was ist mit Taschenuhren? "Chronometer von namhaften Manufakturen werden gesucht und sind im Wert beachtlich." Wichtig ist der Stempel auf dem Gehäuse und/oder dem Uhrwerk. Und Münzsammlungen? "Münzen aus Gold und Silber gelten nach wie vor als beliebte Wertanlage", so Steiger. Begehrt sind zum Beispiel Münzen aus altdeutschen Staaten.

Das sind die Ladenhüter

Weniger gefragt sind laut den Auktionatoren antike Möbel, die heute weit unter Wert verkauft werden. Auch alte Bücher, Spielsachen und Briefmarken lassen sich nur schwer mit Gewinn loswerden, es sei denn, es sind antiquarische Kuriositäten, etwa Briefmarken aus deutschen Kolonien.

Die Verhandlungsstrategie

Für die Verhandlungsstrategie rät Steiger, den Marktwert der Rarität zu kennen. "Bei Schmuck kann man sich oft grob am Metallpreis orientieren." Wer wissen will, welchen Wert sein Altgold hat: Orientierung liefert zum Beispiel degussa-goldhandel.de. Händlerin Steiger freut sich "über Stücke, die vielleicht schon über mehrere Generationen eine Geschichte erzählen". Wie die Brosche. Sie gehörte einst der Mutter des Schauspielers Rudolf Prack.

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