10. "Spreewaldkrimi": Kommissar Krüger im Koma

GOLDENE KAMERA traf Christian Redl zum 10. "Spreewaldkrimi". Der Ermittler feiert das Jubiläum in einer mystischen Umgebung. Steuert er auf sein Ende zu?

Eine Explosion, Feuer und dann tiefe Nacht. Kommissar Krüger (Christian Redl) lässt sich von Karsten Hellstein (Kai Scheve) in einem Boot durch die Nacht gondeln. Am Ufer tauchen verstorbene Menschen auf. Krüger erkennt, dass sein Chauffeur nicht mehr lebt: "Wenn Sie tot sind, was bin ich dann?" Hellsteins Antwort: "Ihre Entscheidung."

So beginnt der 10. Spreewaldkrimi "Zwischen Tod und Leben" (13. November, 20.15 Uhr, ZDF). "Ein genialer Eröffnungsschachzug", erklärt Hauptdarsteller Christian Redl. Sein Jubiläum feiert Kriminalrat Krüger im Koma. Im Interview verriet uns der Hauptdarsteller spannende Details zu diesen besonderen Fall.

Interview Christian Redl zum 10. "Spreewaldkrimi"

Krüger im Schattenreich

Der Kommissar muss sich entscheiden, ob er weiter auf das Reich der Toten zusteuern will. An die griechische Mythologie angelehnt, schippert Krüger, nachdem sein Wohnwagen in Flammen aufgegangen ist, über den Acheron und erblickt an der Uferkante im dunklen Spreewald die Toten aus den vorherigen neun Episoden. Der Schauspieler Redl hält diese mutige Geschichte für einen Gewinn: "Ich habe das im deutschen Fernsehen noch nicht gesehen, dass thematisiert wird, was kurz vor dem Sterben passiert."

Spreewaldkrimi so ganz anders

Dieser Fall ist sicher alles andere, als leichte Kost. Doch Regisseur Kai Wessel versteht es gekonnt, verschiedene Zeitebenen und eine Traumsequenz miteinaner zu verweben. Der Zuschauer muss sich dabei konzentrieren, bei einer Rückblende in der Rückblende nicht die Orientierung zu verlieren. Doch belohnt wird er im Gegenzug mit einem Wiedersehen von bekannten Schauspielern wie Anja Kling, Anna Loos, Ulrike Krumbiegel und Rolf Hoppe - und mit einem Krimi, der alles andere als vorhersehbar ist. "Bei vielen Krimis weiß man sofort, wer der Mörder ist, sie sind nach demselben Muster gestrickt. Hier ist alles mit dieser komischen Landschaft verwoben. Man weiß nicht, worauf der Krimi hinaus will", so Redl.

Während sein Kollege Fichte versucht, herausbekommen, wer das Attentat auf Krüger verübt hat, wird in einer anderen Zeitschiene Krügers Recherche im Energie-Kartell gezeigt. Er will Knut Hellstein, den Sohn des verstorbenen Karsten Hellstein helfen und stößt dabei auf die Erpressung einer Politikerin. Wurde deshalb sein Wohnwagen in Brand gesteckt? Klar ist nur, dass am Ende dieser Folge nichts mehr so sein wird, wie es war: "Es wird einen anderen Krüger geben. Nach seiner Nahtoderfahrung ist er ein anderer und wird eine andere Haltung zum Leben haben," so Redl.

Redl: "Ich wäre auch privat fast gestorben"

Eine ähnliche Erfahrung machte der Schauspieler als 4Jähriger. Wenn sein Bruder ihn nicht gerettet hätte, wäre er wohl ertrunken. Das ganze kurze Leben sei in einer rasenden Geschwindigkeit an ihm vorbeigezogen. Nach so einer Erfahrung und mit dem Alter habe er gelernt, sich daran zu orientieren was er hat und nicht dass zu sehen, was er nicht hat: "Ich habe viel Glück gehabt, ich habe eine tolle Frau, bin gesund und kann mit fast 70 immer noch einen tollen Beruf ausüben."

Bildergalerie zum 10. Spreewaldkrimi:

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