GOKA-Star der Woche: Petra Schmidt-Schaller

Fachfrau für extreme Mutterfiguren: Im Thriller "Keine zweite Chance" spielt Petra Schmidt-Schaller eine junge Mutter, die ihre Liebsten verliert.

Plötzlich ist das Baby weg. Ein Horrorszenario für alle Eltern, meist nur in ihren Albträumen. Für Ärztin Nora aber wird es Realität: Aus heiterem Himmel wird sie im eigenen Haus angeschossen. Als sie aus dem Koma erwacht, ist ihr Ehemann tot und ihre einjährige Tochter entführt. So dramatisch beginnt der Zweiteiler "Keine zweite Chance" (1. Teil am 5. Dezember, 20.15 Uhr, Sat.1; 2. Teil am 12. Dezember) nach dem gleichnamigen Bestseller des US-Autors Harlan Coben.

Trailer zu "Keine zweite Chance"

Petra Schmidt-Schaller als verzweifelte Mutter

Die Hauptrolle der verzweifelten Mutter spielt Petra Schmidt-Schaller. "Viele Eltern kennen vermutlich den Schreck, wenn das Kind plötzlich weg ist", sagt sie. Im Alltag tauchen die Kleinen meist schnell wieder auf. Nicht so im Film. Rasch ist klar: Noras Tochter wurde entführt. Stecken brutale Kinderhändler dahinter? "Mir war wichtig, dass wir diese Thematik im Film ansprechen und nicht nur eine Kidnappinggeschichte erzählen", sagt Schmidt-Schaller. So erhält der Thriller besondere Brisanz.

Die Schauspielerin ist überzeugt, dass Extremsituationen bei Eltern große Energien freisetzen können: "Für mich liegt das Besondere darin zu zeigen, wie viel Kraft der Kampf um das Kind bei der Mutter freisetzt und wie lange diese Kraft reicht." Als Mutter einer sechsjährigen Tochter kennt die Schauspielerin die normalen Sorgen und Ängste um ein Kind. "Ich glaube schon, dass es einen Unterschied für die Rollen macht, wenn man die Komplexität einer Mutterschaft selbst erlebt, mit allen emotionalen Hochs und Tiefs."

Fachfrau für extreme Mutterfiguren

Vielleicht gilt die 37-Jährige auch deshalb gerade als Fachfrau für extreme Mutterfiguren ganz unterschiedlicher Couleur. Zuletzt war sie im Drama "Eine gute Mutter" als überforderte Frau mit psychischen Problemen zu sehen. In unserem TV-Event der Woche "Eine Braut kommt selten allein", der am 6. Dezember im Ersten läuft, spielt sie eine Alleinerziehende – an der Seite von Rapper Sido. "Es war herrlich, mit ihm zu arbeiten. Er hat einen wunderbaren Humor und ist sehr selbstironisch. Das hat großen Spaß gemacht."

Populär wurde Petra Schmidt-Schaller 2013 als Kommissarin Katharina Lorenz, die "Tatort"-Kollegin von Wotan Wilke Möhring. Aber schon nach zwei Jahren stieg sie aus, da diese Rolle sie nicht mehr befriedigte und ihr viel Kraft und Zeit raubte. Zeit, die ihr fehlte. Für andere Filme. Und für ihr Kind.

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