GOKA-Star der Woche: Nora Waldstätten

Im ARD-Dokudrama "Mata Hari: Tanz mit dem Tod" stellt die 35-jährige Österreicherin einmal mehr unter Beweis, was sie zu einer der faszinierendsten Schauspielerinnen unserer Tage macht: personifizierte Showstealer-Qualität.

Wenn es darum geht, markante Frauenrollen zu besetzen, hinter deren zerbrechlichen Schönheit und kühlen Reserviertheit enorme charakterliche Stärke und wallende Emotionen schlummern, kommt man an Nora Waldstätten nicht vorbei. Eine erneute Kostprobe dieser faszinierenden Schauspielqualität gibt die 35-Jährige im Dokudrama "Mata Hari: Tanz mit dem Tod" (am 18. Juni, 21.45 Uhr, Das Erste), in dem sie mit Elisabeth Schragmüller die Frau verkörpert, die aus der Tänzerin Mata Hari die berühmt-berüchtigte Spionin geformt hat.

Nora Waldstätten: Die Karriereanfänge

Dass die gebürtige Wienerin im historischen Ambiente der vorletzten Jahrhundertwende eine formidable Figur macht, könnte auch an ihrer Herkunft liegen. 1981 wurde sie als Nora Marie-Theres Beatrice Elisabeth in das alte österreichische Adelsgeschlecht der Freiherren von Waldstätten geboren. Als sie mit der Schauspielerei begann, legte sich Nora das in Österreich 1919 abgeschaffte Adelsprädikat von als selbstbewussten Künstlernamen zu. Mittlerweile hat sie den Adelszusatz aber wieder abgelegt. Dem Ettiket "Blaues Blut, Schloss, goldener Löffel" wollte sie mit Mitte 30 einfach nicht mehr entsprechen.

Dabei wollte Klein-Nora ursprünglich Tänzerin werden, als sie im Alter von 5 ihre Liebe für das Ballett und die Theaterbühne entdeckte. Eine Liebe, die von der Wahl-Berlinerin bis heute ausgelebt wird...

Musiktheater-Improvisation mit Nora Waldstätten (2016)

Als sich der Traum von einer Zukunft als Primaballerina zerschlug, zog die damals 19-Jährige nach Berlin um und absolvierte von 2003 bis 2007 an der Universität der Künste ihr Schauspielstudium, in dessen Verlauf sie im Jugenddrama "Jargo" (2004) ihr wagemutiges Debüt vor der Kamera absolvierte...

Nora Waldstätten in "Jargo" (2004)

Einer breiten Öffentlichkeit wurde Waldstätten 2009 im "Tatort: Herz aus Eis" bekannt, in der sie als über Leichen gehende Internatsschülerin brillierte. Das brachte ihr den Boulevard-Titel "Die Baronesse mit den eiskalten Augen" aber auch den "New Faces Award" ein – und ordentlichen Schwung in ihre Karriere.

Nora Waldstätten: Der (internationale) Durchbruch

Obwohl Nora Waldstätten im Krimidrama "Schwerkraft" kaum 15 Minuten zu sehen ist, wurde sie 2010 beim Max Ophüls Preis für ihre intensive Performance zur "Besten Nachwuchsschauspielerin" ausgerufen. Eine verdiente Auszeichnung, der sie als Terroristen-Gattin Magdalena Kopp in der deutsch-französischen Co-Produktion "Carlos – Der Schakal" umgehend wieder gerecht wurde...