Janisha Jones: „Ich bin sehr positiv überrascht von 'Queen of Drags'“

Das Motto der Spanierin Janisha Jones, der in einer religiös geprägten Umgebung aufwuchs: „Mehr Liebe, weniger Plastik“.

Janisha Jones kämpft in der sechsteiligen Show „Queen of Drags“ (ab 14. November, 20.15 Uhr, ProSieben) um eben diesen Titel. Wir trafen die 25-Jährige zum Interview.

Janisha Jones im Interview

Wie ist dein Drag-Name entstanden?

Janisha kommt von Anisha – eine Frau, die mich an eine bekannte Katalanin erinnert hat, die auf YouTube Videos von anderen Leuten synchronisiert. Mein Nachname „Jones“ wurde von Grace Jones und Samantha Jones inspiriert, weil beide krasse Persönlichkeiten und starke Frauen sind.

Du bist Katalane. In Spanien ist die Drag-Szene längst viel etablierter als in Deutschland. Richtig?

Ja, aber in Deutschland wird das durch „Queen of Drags“ auch gelingen. Ich bin sehr positiv überrascht von dem deutschen Format. Vorher hätte ich nicht gedacht, dass es so cool wird. Und apropos Spanien: Ich komme aus einem kleinen katalanischen Dorf mit vielleicht 18000 Personen – Katzen nicht mitgezählt. Aber dort habe ich, obwohl Spanien so offen ist, trotzdem sehr unter Homophobie gelitten. Denn erstens war ich der einzige atheistische Katalane in meinem Stadtviertel, und zweitens auch noch schwul. Das war doppelt schwer, und es gab regelmäßig Beschimpfungen und körperliche Angriffe.

Aber hat dich deine Familie so akzeptiert, wie du bist?

Ja, ich hatte immer die Akzeptanz von meiner Familie. Sie supportet mich wirklich.

Schlussfrage: Was ist deine Message?

Drags normalisieren. Drags nicht anfassen. Mehr Liebe. Weniger Plastik.