Mit "6 Underground" lässt es Michael Bay bei Netflix richtig krachen

Ryan Reynolds in "6 Underground": Ab dem 12. Dezember bei Netflix.
Ryan Reynolds in "6 Underground": Ab dem 12. Dezember bei Netflix.
Foto: Netflix
Action für 150 Millionen Dollar: Michael Bays Debüt bei Netflix könnte ein echter Knaller werden. (ab dem 13. Dezember verfügbar)

Es beginnt wie ein Tourismus- Werbespot: Im goldenen Abendlicht zeigt die Kamera das historische Zentrum von Florenz. Sie fliegt über den mächtigen Dom, am Ufer des Arno entlang, durch malerische Altstadtgassen – bis urplötzlich das Chaos ausbricht! Und dann macht eine rasant geschnittene Auto-Verfolgungsjagd – größtenteils offenbar im knapp 80 Kilometer entfernten Siena gedreht – im Trailer deutlich, was „6 Underground“ liefert: Action vom Allerfeinsten.

Teaser: "6 Underground"

Ein Signal an die Konkurrenz

Streaming-Gigant Netflix hat 150 Millionen Dollar in das Spektakel investiert, das Genre-Spezialist Michael Bay („Transformers“-Reihe) an zahlreichen Originalschauplätzen – u. a. Florenz, Rom, Budapest und Abu Dhabi – in Szene gesetzt hat.

Die „Deadpool“-Autoren Rhett Reese und Paul Wernick lieferten das Drehbuch dazu, um dessen detaillierte Story Netflix ein großes Geheimnis machte und jetzt (ab 13. Dezember) bei Netflix zum Streaming bereit steht.

Trailer: "6 Underground"

Verraten wurde vorab nur, dass die Helden vier Männer und zwei Frauen sind, die allesamt ihren Tod vortäuschen und untertauchen, um fortan als schlagkräftige Truppe die übelsten Verbrecher dieser Welt zu bekämpfen. Statt ihrer realen Namen tragen sie nur anonyme Nummern, „Deadpool“-Star Ryan Reynolds ist der Anführer „One“, seine Mitstreiter „Two“ bis „Six“ spielen Mélanie Laurent, Manuel Garcia-Rulfo, Adria Arjona, Corey Hawkins und Ben Hardy.

Statt die Story zu verraten, heizte Netflix die Erwartungen an die Action an. Sprecherin Lisa Schink rechnete vor: „Für den Film wurden 60.000 Liter Kraftstoff und 336 Liter Motoröl verbraucht und dazu 288 Reifen verschlissen.“ Außerdem hatten mehrere Kameras weniger Glück als Michelangelos David. Sie seien beim Dreh geschrottet worden. Die Taktik dahinter: Die Mega- Eigenproduktion ist ein Zeichen an die neuen Konkurrenten auf dem Streamingmarkt. Apple hat volle Kassen, Disney ein riesiges Archiv, Netflix muss sich positionieren. Ein 150-Millionen-Kracher von Michael Bay zeigt da klar, wo das Unternehmen sich auch künftig sieht: ganz weit oben.

Die 10 erfolgreichsten Netflix-Filme