"Der Sommer nach dem Abitur": Drei Kerle und ein verpasster Lebenstraum

Mit Mitte Vierzig wollen Ole, Paul und Alex endlich das nach dem Abitur versäumte Konzert ihrer Lieblingsband nachholen.

Drei Mittvierziger, ein Ziel: die verpasste Jugend nachholen – beim Konzert der Lieblingsband Madness, die wieder auf Tour ist. Gut 20 Jahre nach dem gemeinsamen Abi begeben sich drei alte Schulfreunde in "Der Sommer nach dem Abitur" (Donnerstag, 25. Juni, 20.15 Uhr, ZDF) auf einen Roadtrip mit "Einser Golf".

Darum geht's in "Der Sommer nach dem Abitur"

"Man, seid ihr alt geworden", begrüßt Ole (Fabian Busch) seine Abi-Kumpel Alex (Bastian Pastewka) und Paul (Hans Löw). Seit locker 20 Jahren haben sie sich nicht gesehen, jetzt wollen die drei Mittvierziger alte Zeiten aufleben lassen und ein Madness-Konzert besuchen. Die britischen Ska-Pioniere spielen beim "Festival of Fun".

Paul hat standesgemäß einen Einser-Golf organisiert, die alten Fan-Shirts passen noch. Doch schon der Start gestaltet sich holprig und was als vergnügliche Nostalgietour geplant war, wird zu einem Desaster. Denn die besten Kumpel von früher haben sich meilenweit auseinandergelebt. Der Roadtrip zum Festival wird daher für das Männertrio in der Midlife-Krise zum Selbstfindungstrip.

Soundtrack von Madness

Nach "Mutter muss weg" ist dies die zweite Zusammenarbeit zwischen Bastian Pastewka und Autor Marc Terjung, der diese herrliche Midlife-Crisis-Revue schrieb. Der Soundtrack bietet neben diversen Originalversionen von Madness-Hits (wie "One Step Beyond", "Our House").

Eine von Pegah Ferydoni gehauchte Version von "It Must Be Love" Die 36-Jährige, die hier in der Rolle der Stefanie zu sehen ist, wäre beinahe Pop-Star geworden. "Mit 14 nahm ich an einem Talentwettbewerb teil." Mit 16 kam die 1. Single.

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil...

Mit Fabian Busch ("Er ist wieder da") und Hans Löw ("Toni Erdmann") stehen Pastewka gut gelaunte "Gegenspieler" zur Seite. Und auch wenn die Story nicht sonderlich originell ist, unterhält der Trubel-Trip mit kantigen Figuren, pointierten Dialogen und viel Situationskomik.