"Army of the Dead" mit Matthias Schweighöfer

Exklusiv: Zack Snyder über sein 90-Millionen-Dollar-Zombie-Spektakel "Army of the Dead" (ab 21. Mai im Angebot von Netflix).

Siebzehn Jahre nach seinem Spielfilmdebüt„Dawn of the Dead“, einem Remake des Horrorklassikers von George A. Romero, lässt Regisseur Zack Snyder erneut die Untoten los. Bereits der Auftakt des 148-Minüters hat es in sich:

Darum geht's in "Army of the Dead"

Die Katastrophe beginnt mit einem Blowjob. Den gibt eine frischgebackene Ehefrau ihrem Angetrauten auf einer Tour durch die Wüste von Nevada. Weil der nicht wirklich aufs Fahren konzentriert ist, kollidiert ihr Wagen mit einem Transporter der Army – und das hat desaströse Konsequenzen. Die hochgeheime Fracht, ein überdimensionaler Superzombie mit gelben Augen und Appetit auf Menschen, kann seinen Bewachern entkommen. Nachdem er innerhalb von Sekunden ein Dutzend Militärs anfällt und sie so in Untote verwandelt, nimmt die hungrige, megaschnelle Zombiemeute Kurs auf das glitzernde Spielerparadies Las Vegas.

Trailer: "Army of the Dead"

Schon bald kontrollieren die Zombies, die erstaunlich flink und clever sind, ganz Las Vegas, nur eine um die Stadt errichtete Mauer aus Frachtcontainern hält sie noch auf. Um zu verhindern, dass sie das ganze Land überrollen, soll das Spielerparadies am 4. Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, genau bei Sonnenuntergang mit einer Nuklearbombe gesprengt werden. Aber muss man wirklich die in Tresoren lagernden Millionen mit in die Luft jagen? Nein, findet ein Casinodirektor – und beauftragt Söldner Scott Ward (gespielt von dem ehemaligen Wrestler Dave Bautista), 200 Millionen Dollar aus dem Safe eines Casinos zu bergen.

Ehrenmedaillenträger Ward, der den Verteidigungsminister vor einem Zombie rettete, stellt ein Team aus zehn Freaks zusammen, das an „Ocean’s Eleven“ erinnert. Mit dabei: Nerd Dieter (Matthias Schweighöfer, hier im Interview), eine geldgeile Pilotin (Mathilde „Tig“ O’Callaghan Notaro), außerdem Meisterschützen, menschliche Köder und, so viel darf verraten werden, ein Verräter. Der schrägen Truppe bleiben nur 32 Stunden Zeit, um den Schatz zu holen. Die Söldner bekommen es unter anderem mit Siegried und Roys zu Zombies mutierten Tigern, untoten Stripperinnen und dem in eine Tänzerin verliebten Oberzombie zu tun.

Und: Genau wie in Agatha Christies bekanntem Kriminalroman „Und dann gabs keines mehr“ verliert ein Protagonist nach dem anderen sein Leben.

Hintergrund

Warum hat Zack Snyder nach so vielen Jahren wieder einen Zombiefilm gemacht? „Einerseits soll ,Army of the Dead‘ natürlich unterhalten“, sagt der 55-jährige Regisseur im Exklusiv-Interview mit GOLDENE KAMERA (lesen Sie hier das gesamte Interview). „Andererseits ist das Genre nicht umsonst berühmt für seine Sozialkritik, und die steckt auch in meinem Film. Mein Ziel war es, auf mehr hinzuweisen als das, was man auf den ersten Blick sieht – nämlich auf Gier und Ausgrenzung, den Umgang mit Flüchtlingen, das Errichten von Mauern und auf den Ausbruch einer Pandemie.“