"Borg McEnroe" – Die Top 10 der Sportler-Biopics

Zum Kinostart von "Borg McEnroe - Duell zweier Gladiatoren" mit Shia LaBeouf und Sverrir Gudnason erklären wir, warum die Biographien von Sportlegenden immer wieder den perfekten Filmstoff abgeben.

Es war eines der ganz großen Duelle der Sportgeschichte. Die Tennis-Asse Björn Borg und John McEnroe dominierten von Mitte der 1970er bis Mitte der 1980er Jahre das Geschehen auf den Centercourts und in den Sportnachrichten. Dass die Rivalität zwischen der vermeintlich emotionslosen Tennis-Maschine aus Schweden und dem hitzköpfigen Angriffsspieler aus den USA filmreifen Unterhaltungswert hatte, ruft uns jetzt der Film "Borg McEnroe – Duell zweier Gladiatoren" (seit 19. Oktober im Kino) in Erinnerung...

Trailer zu "Borg McEnroe" (Kinostart: 19.10.2017)

Wie sich ihre legendäre Gegnerschaft bis zu Borgs letztem Wimbledon-Sieg im Juli 1980 hochschaukelte, wird vom Schauspielduo Sverrir Gudnason und Shia LaBeouf mit einer solchen Inbrunst verkörpert, dass man meint, tatsächlich die Kontrahenten von einst auf der Leinwand zu sehen.

Die hohe Filmkunst des Sportler-Biopics

Dass Schauspieler als Doppelgänger berühmter Sportikonen ihre historischen Rollen in packenden Filmstoff verwandeln, ist im Biopic-Genre Tradition, seit Robert De Niro (GOLDENE KAMERA 2008) für seine Method-Actor-Darstellung des Boxers Jake LaMotta in Scorseses "Wie ein wilder Stier" 1981 den Oscar gewann.

Originaltrailer zu "Wie ein wilder Stier" (1980)

Neben derart klassischen Aufstieg-und-Fall-Geschichten oder Rivalitäten a la "Borg McEnroe" erweisen sich die Sportlerbiographien als ideale Drehbuchvorlagen, die von niemals aufgebenden Außenseitern erzählen – sei es emanzipatorisch dramatisch wie im Fall der schwarzen Vorzeigeathleten Jesse Owens ("Zeit für Legenden"), Jackie Robinson ("42 – Die wahre Geschichte einer Sportlegende") und Muhammad Ali ("Ali") oder skurril wie im Fall des englischen Kamikaze-Skispringers Michael Edwards ("Eddie the Eagle – Alles ist möglich").

Eine besondere Außenseitergeschichte wird 2018 ins Kino kommen. Im zurzeit in Postproduktion befindlichen Sportlerdrama "Trautmann" von Marcus H. Rosenmüller wird die außergewöhnliche Lebensgeschichte von Bernhard Carl Trautmann erzählt, der sich vom deutschen Kriegsgefangenen zum umjubelten Fußballhelden bei Manchester City mauserte. Gespielt wird die Torwart-Legende von David Kross. Und der dürfte spätestens seit seinem Einsatz als Sonnenkönig Louis XIV in "Angélique – Eine große Liebe" genau wissen, wie man als Biopic-Doppelgänger eine unvergessliche Figur macht.

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