GOKA-Star der Woche: Diane Kruger

Diane Kruger war Model, ging nach Hollywood und spielte an der Seite internationaler Stars. Mit ihrer ersten deutschen Hauptrolle in Fatih Akins "Aus dem Nichts" feiert sie große Erfolge.

Schlecht blondierte Haare, triste Klamotten, kein Make-up – so haben wir Diane Kruger im Kino noch nie gesehen! Doch für Fatih Akins intensives Drama "Aus dem Nichts" (Montag, 28. September, 22.30 Uhr, ZDF) schlüpfte sie überzeugend in die Rolle einer Frau, die durch einen Neonazi-Anschlag Mann und Kind verloren hat. Sie zeigt Mut zur Hässlichkeit und zu extremen Emotionen, ein Einsatz, der bei den Filmfestspielen in Cannes 2017 zu Recht mit der Auszeichnung als beste Schauspielerin belohnt wurde.

Diane Kruger über "Aus dem Nichts"

Mehr als die schöne Helena

Seit ihrem ersten großen Erfolg in "Troja" 2004 musste sie in Deutschland immer beweisen, dass sie mehr als nur die schöne Helena sein kann. In der Nähe von Hildesheim als Diane Heidkrüger geboren, ging sie mit 15 Jahren nach Paris und machte sich als Model und Schauspielerin einen Namen. Es folgten nach "Troja" drei weitere Hollywoodhits: "Das Vermächtnis der Tempelritter" an der Seite von Nicolas Cage 2004, die Fortsetzung "Das Vermächtnis des geheimen Buches" 2007 und "Inglourious Basterds" von Quentin Tarantino, für den sie 2010 die GOLDENE KAMERA gewann.

In Deutschland wurde dennoch weiter die Nase gerümpft – vielleicht auch, weil sie keine deutschen Filme drehte. "Ich bin 25 Jahre aus Deutschland weg, ich habe keinen Agenten hier und keine Verbindungen. Die Angebote waren tatsächlich nicht wirklich interessant für mich", erklärt die 41-Jährige entspannt beim Exklusiv-Interview mit GOLDENE KAMERA. Zumindest mit zwei Rollen – die allerdings hierzulande eher untergingen – zeigte sie ihr außergewöhnliches Talent: als verbittertes Vergewaltigungsopfer im Richard-Gere-Film "Hunting Party" (2007) und als von ehelichen und beruflichen Pflichten getriebene Frau in "Barfuß auf Nacktschnecken" an der Seite von Ludivine Sagnier (2010).