"Jumanji"-Star Jack Black: "Für diese Rolle wurde ich geboren"

22 Jahre nach dem Abenteuerspektakel "Jumanji" ist es Jack Black, den es zusammen mit Dwayne Johnson, Kevin Hart und Karen Gillan in eine Fantasy-Spielwelt verschlägt. Wir sprachen mit Hollywoods Wonneproppen über den Dreh der Neuauflage und sein Comedy-Vorbild Robin Williams.

Dieser Mann passt einfach perfekt in den Dschungel: Zum dritten Mal nach "King Kong" (2005) und "Tropic Thunder" (2008) verschlägt es Jack Black in die Wildnis – doch im Sequel zu dem Robin-Williams- Hit von 1995 spielt der Comedian dabei erstmals ein sexy Schulmädchen, das in seinem Körper steckt. "Für diese Rolle wurde ich geboren“, sagt der 48-Jährige im Gespräch mit der GOLDENEN KAMERA ZUM Kinostart von "Jumanji: Willkommen im Dschungel" am 21. Dezember.

Darum geht's in "Jumanji: Willkommen im Dschungel"

Vier Teenager müssen aus unterschiedlichen Gründen in ihrer Schule nachsitzen: die hübsch-arrogante Bethany, der nerdige Spencer, die unscheinbare Martha und der dümmliche Footballstar Fridge. Als sie im Schulkeller das alte Fantasy- Videospiel "Jumanji" finden, werden sie hineingesaugt und müssen mit ihren jeweiligen Avataren den Kampf gegen Nilpferde, Jaguare und einen Bösewicht bestehen – und aus dem Spiel wieder herausfinden. Der Clou: Bethany sieht unpassenderweise aus wie Jack Black, Spencer wie Dwayne Johnson, Martha wie Karen Gillan und Fridge wie Kevin Hart.

Trailer zu "Jumanji: Willkommen im Dschungel" (Kinostart: 21.12.2017)

Jack Black im Interview

GOLDENE KAMERA: Viele werden bei Ihrem Film an Robin Williams denken. War er ein Vorbild für Sie als Komiker?

JACK BLACK: Ja! Ich liebte ihn seit seinen Anfängen 1978 als "Mork vom Ork" und in der TV-Serie "Happy Days". Er war sofort ein großer Star, denn seine Energie war wahnsinnig! Aber ich war auch begeistert von den Animationsfilmen wie "Aladdin", in dem er den Geist aus der Flasche sprach. Das ist einfach der Wahnsinn! Für die Rolle in "Jumanji" war er perfekt. Dieser verrückte Typ, der aus diesem Spiel herauskommt, ein Überlebender, ein erwachsener Junge – exakt so denke ich über Robin Williams.

Trailer zu "Jumanji" (1995)

Haben Sie ihn mal getroffen?

Ja, bei einem Abendessen. Ich hatte einen Film gedreht – einen nicht sehr guten, wie hieß er noch gleich? Wen interessiert's! Der Regisseur lud ein und – scheiße, das ist wirklich passiert – Robin Williams! Da hat er Hof gehalten mit seinem Genie.

Mussten Sie für "Jumanji: Willkommen im Dschungel" vorab viel trainieren?

Nein. Aber Karen Gillan tat mir ein wenig Leid. Nach gemeinsamen Drehbuch-Lesungen sagte ich: "Lass uns an den Strand und Party machen." Und Karen: "Bis später, Jungs, ich trainiere jetzt acht Stunden Dancefighting."

Was war das Beste daran, ein heißes Mädel zu spielen?

Diese Macht. Und das Wissen darum. Frustriert bin ich aber wegen meines Avatars. Das ist so ein dicklicher Mann.

Was bedeutet Ihnen das Lachen Ihres Publikums?

Jetzt geht das aber ganz schön in die Tiefe, wie eine Therapiestunde! Das Lachen der Leute füllt dieses große Loch in meiner Seele! Nein, leck mich doch, es macht einfach nur Spaß. Nächste Frage!

Guns ’n’ Roses spielen im Abspann "Welcome to the Jungle" – sind Sie ein Fan?

Ja. Ich hatte sogar angeregt, dass sie den Song spielen sollen – aber natürlich will ich nicht dafür gelobt werden ... Oh doch! Denn das ist der Unterschied zum Original: Diesmal siehst du volle Pulle den Dschungel. Und Sony hat bestimmt viel für die Rechte bezahlt – also denk an mich, Axl Rose, wenn du das liest ...

Was machen Sie in der Freizeit, um Spaß zu haben?

Ich arbeite an einer kleinen Animation, einer postapokalyptischen Musicalkomödie. Recht schlechte Zeichnungen auf Papier, aber witzig. Ich will auch ein Buch mit Teufelszeichnungen herausgeben. Und mit meinen beiden Jungs will ich meditieren, denn die zwei sind verdammt irrsinnig! Ich muss sie morgens irgendwie runterbringen. Das Ziel ist 20 Minuten Ruhe und nur atmen – bisher haben wir 23 Sekunden geschafft.

Würden Sie im Erfolgsfall noch einen weiteren "Jumanji"-Film machen?

Ja, aber erst nach sehr harten Neuverhandlungen.