Kino-Event der Woche: "The Commuter"

Die Fremde im Zug: Liam Neeson wird das Opfer eines ausgeklügelten Katz-und-Maus-Spiels von Vera Farmiga.

Der gebürtige Ire Liam Neeson kündigte 2017 auf dem Filmfest in Toronto mit der Begründung „because I’m sixty-fuckin’-five“ seinen Action-Abschied an. Seit "96 Hours" (2008) spielte der Oscarpreisträger schon den Haudrauf, nach "The Commuter" (Kinostart: 11. Januar) und dem für 2018 angekündigten Rachereißer "Hard Powder" ist aber Schluss. Dafür lässt es der Action-Rentner in spe in seiner vierten Zusammenarbeit mit Regisseur Jaume Collet-Serra nach "Unknown Identity" (2011), "Non-Stop" (2014) und "Run All Night" (2015) noch einmal ordentlich krachen.

Darum geht's in "The Commuter"

Wie jeden Werktag nimmt der Ex-Cop und jetzige Versicherungsangestellte Michael MacCauley (Liam Neeson) von Manhattan aus den Zug um 18:25 Uhr zurück in den beschaulichen Vorort, in dem er mit seiner Familie wohnt. Doch heute ist alles anders. Zunächst wurde Michael gefeuert, dann traf er den Ex-Polizeikollegen Murphy (Patrick Wilson) und im Zug wird er von einer mysteriösen Frau (Vera Farmiga) angesprochen. Sie verspricht ihm 100 000 Dollar, wenn er eine bestimmte Person mit einem bestimmten Paket ausfindig macht, bevor der "Commuter Train" (deutsch: Pendlerzug) die Endstation Cold Spring er- reicht. Michael lässt sich ahnungslos auf das Spiel ein – und bald ist nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner Familie und aller anderen Fahrgäste bedroht.

Trailer zu "The Commuter" (Kinostart: 11.1.2018)

GOKA-Wertung

Geschickt nimmt Regisseur Jaume Collet-Serra in "The Commuter" seinen Hauptdarsteller immer mehr in die Zange und präsentiert reichlich Verdächtige. Wer die komplizierten und ausgiebig erzählten Voraussetzungen der Story schluckt, kann sich über einen kleinen, gemeinen Schocker freuen, der durchaus eines Alfred Hitchcocks würdig wäre. Also Vorsicht: Nach diesem Thriller könnte Ihr Nervenkostüm ziemlich blank liegen!

Muss ich sehen, weil...
...Liam Neeson in seinem vorletzten Action-Einsatz noch einmal mitreißend zeigt, warum er zu den Ikonen des Genres gehört.

Für Fans von...
..."Die Entführung der U-Bahn Pelham 1 2 3" (2009) und dem Liam-Neeson-Thriller "Non-Stop" (2014)

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