Dakota Johnson: "Sexszenen sind alles andere als sexy!"

Aus Anastasia Steele wird Anastasia Grey: In "Fifty Shades of Grey - Befreite Lust" ist Hauptdarstellerin Dakota Johnson am Ziel ihrer Sadomaso-Träume
Aus Anastasia Steele wird Anastasia Grey: In "Fifty Shades of Grey - Befreite Lust" ist Hauptdarstellerin Dakota Johnson am Ziel ihrer Sadomaso-Träume
Foto: © Universal Pictures
In "Fifty Shades of Grey - Befreite Lust" ist Anastasia Steele endlich am Ziel ihrer Träume. Wir trafen Hauptdarstellerin Dakota Johnson zum Gespräch und sprachen mit der frischgebackenen Mrs. Grey über das Finale der Sadomaso-Trilogie.

Seit 2015 ist die Tochter von Melanie Griffith und Don Johnson das fleischgewordene Inkarnation der experimentierfreudigen Heldin aus den schlüpfrigen Bestsellern von E. L. James. Im Trilogie-Finale "Fifty Shades of Grey - Befreite Lust" (Kinostart: 8. Februar) schließt Anastasia Steele endlich mit ihrem Traum-Sadisten Christian Grey den Bund fürs Leben. Doch für Anastasia-Darstellerin Dakota Johnson ist der Erotikfaktor nicht das Wichtigste bei den "Fifty Shades of Grey"-Filmen...

Dakota Johnson im Interview

GOLDENE KAMERA: Wie viel Spaß hat es gemacht, in einer Trilogie mitzuspielen?

DAKOTA JOHNSON: Das Tollste an der "Fifty Shades of Grey"-Trilogie war, dass ich eine Figur spielen konnte, die einen emotionalen, intellektuellen und sexuellen Handlungsbogen hatte. Am Anfang ist Anastasia eine ziemlich naive junge Frau, die nicht an einer Beziehung oder einem sozialen Aufstieg interessiert ist, sondern sich auf ihre Ausbildung und Karriere konzentrieren möchte – bis sie auf Christian Grey trifft. Durch diese Liebe entwickelt sie sich zu einer leidenschaftlichen Frau, die entdeckt, dass ihre und Christians sexuellen Vorzüge mehr übereinstimmen als sie dachte.

Wie hat diese Rolle Sie persönlich verändert?

Den ersten Film habe ich mit 23 und 24 gedreht, ohne jegliche Erfahrung mit Sexszenen und ohne je nackt vor der Kamera gestanden zu haben. Mir graute vor Angst, aber "Fifty Shades of Grey" war eine Geschichte, die ich erzählen wollte. Anastasia Steele war eine Figur, die ich darstellen wollte. Und dank des Erfolgs dieser Filme habe ich gelernt, mich von der emotionalen und körperliche Entblößung vor der Kamera zu distanzieren und meine eigene Identität zu entwickeln. Ich weiß jetzt, dass mich Rollen finden, wenn ich bereit für sie bin. Und ich war bereit für Anastasia.

"Befreite Lust" heizt dem Zuschauer mit Worten wie Höhepunkt und Klimax ein. Wann haben Sie sich während der Dreharbeiten so richtig sexy gefühlt?

Das Letzte, worüber ich mir bei den Dreharbeiten Gedanken gemacht habe, ist, wie sexy ich mich fühle (lacht). Sexszenen sind alles andere als sexy! Aber wenn ich objektiv über alle Szenen in allen drei Filmen nachdenke, finde ich die Szene in "Befreite Lust" am sexiesten, wenn Anastasia sich an- und nicht auszieht und Christian Grey die Meinung sagt! (lacht)

Trailer zu "Fifty Shades of Grey - Befreite Lust" (Kinostart: 8.2.2018)

Die Trilogie wurde vor der gegenwärtigen #MeToo-Debatte gedreht. Inwieweit entspricht Anastasia dem heutigen Zeitgeist?

Ich denke nicht, dass diese Figur oder diese Filme die Evolution behindern, wie Frauen nicht nur in der Filmindustrie behandelt werden sollten. Im Gegenteil. Ich hoffe, dass diese Trilogie Frauen bemächtigt, für sich selbst und für Gleichberechtigung zu kämpfen, und selbstbewusst in ihren Beziehungen und am Arbeitsplatz aufzutreten.

(Interview: Anke Hofmann)

Wie heiß wird das Finale von "Fifty Shades of Grey"?

Zum Start von "Fifty Shades of Grey - Befreite Lust" am 8. Februar haben wir geguckt, ob die Verfilmung der Sadomaso-Bestseller-Trilogie von E. L. James wirklich einen neuen Sextrend ausgelöst hat.
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