Kino-Event der Woche: "Tomb Raider"

Nach 17 Spielen und zwei Filmversionen feiert die ultimative Heldin der Gaming-Geschichte am 15. März ihr heißersehntes Leinwand-Comeback. Wir verraten, wie sich Alicia Vikander als neue Lara Croft schlägt und was die 29-jährige Schwedin selber zu ihrer ikonischen Rolle sagt.

Angelina Jolie machte sie einst zur Ikone, jetzt erlebt das 1996 ins digitale Leben gerufene Videospiel-Sexsymbol Lara Croft mit "Tomb Raider" unter der Regie von Roar Uthaug ("Cold Prey – Eiskalter Tod") eine Wiedergeburt im Kino.

Darum geht's in "Tomb Raider" (2018)

Seit sieben Jahren ist der wohlhabende Lord Richard Croft, der Vater der jungen Lara Croft (Alicia Vikander), verschollen. Nachdem sie bei einem illegalen Radrennen durchs Londoner East End von der Polizei erwischt wurde und mal wieder pleite ist, will Lara nun doch dem Drängen von Lord Crofts Geschäftspartnerin Ana Miller (Kristen Scott Thomas) nachgeben und mit dem Unterschreiben der Sterbeurkunde das Familienerbe antreten. Durch ein chinesisches Puzzle ihres Vaters findet sie Hinweise auf das geheime und gefährliche Grab der Kaiserin Himiko, auf das es auch der für die Verbrecherorganisation Trinity arbeitende Forscher Mathias Vogel (Walton Goggins) abgesehen hat. Mit Bootskapitän Lu Ren (Daniel Wu), dem Sohn eines ebenfalls verschwundenen Freundes ihres Vaters, macht sich Lara auf die Suche und gerät nach einem Schiffbruch vom Regen in die Traufe...

Trailer zur Neuauflage von "Tomb Raider" (Kinostart: 15.3.2018)

GOKA-Wertung

Das Reboot der Videospiel-Verfilmungen mit Angelina Jolie (2001, 2003) beginnt, bevor Lara zur berühmten Grabräuberin wird – und ist mit der süß-sympathischen, aber durchaus schlagfesten Alicia Vikander perfekt besetzt! So dauert es, bis erste Actionszenen kommen, aber das Warten lohnt. Highlights: Laras Rettung von einem verrosteten Flugzeug über einem riesigen Wasserfall – und die fiesen Fallen in Himikos Grabkammer.

Muss ich sehen, weil...
...dieser spektakuläre Franchise-Neustart mit einer überraschend lebensechten Hauptfigur auftrumpft.

Für Fans von...
...Alicia Vikander in "Kong: Skull Island" und der "Tomb Raider"-Game-Vorlage von 2013.

Alicia Vikander im Interview zu "Tomb Raider" (2018)

GOLDENE KAMERA: Der neue "Tomb Raider"-Film ist die Kinoversion des Spiele-Reboots von 2013. Haben Sie das auch gespielt?

ALICIA VIKANDER: Ja. Ich habe allerdings die gesamten Dreharbeiten dafür gebraucht. Unsere Geschichte hat viele Bezüge zum neuen Spiel und erhält viel Inspiration daraus.

Trailer zum Game-Reboot von "Tomb Raider" (2013)

In dem Videospiel sammelt man Erfahrungspunkte – haben Sie das bei den Dreharbeiten auch getan?

Jede Menge! Die neue Lara hat natürlich die Charaktereigenschaften unserer beliebten Figur: intelligent, kämpferisch und smart. Aber zu Beginn ist sie auch eine verletzbare junge Frau, die ihren Platz, ihre Basis im Leben sucht. Sie lebt im Londoner East End, arbeitet als Fahrradkurierin, kann von Kindesbeinen an Bogenschießen, trainiert in einem coolen Gym... Die Geschichte ist mehr in der heutigen Welt verankert.

Was vielen bei den Originalfilmen mit Angelina Jolie eher nicht gefiel, war der ziemlich unrealistische weibliche Körper...

Das war nicht der Fehler des Spiels. Ja, die Brüste schauten ein wenig heraus. Aber gar nicht so viel, wenn man an die Zeit denkt, in der die Filme entstanden sind. In den letzten Monaten habe ich viele Werke aus den 80ern und 90ern geschaut, und ich war teilweise geschockt: Oh Gott, das könnte man heute nicht mehr zeigen – tatsächlich aus "Größe-Gründen“. Das zeigt, dass sich die Zeiten geändert haben und die Leute Frauen als bloße Objekte nicht mehr sehen wollen.

Originaltrailer zu "Lara Croft: Tomb Raider" (2001)

Wie war die physische Vorbereitung?

Ich habe drei Monate vor den Proben mit dem Training begonnen. Aber ich habe neun Jahre getanzt – nichts ist so hart wie Tanzen! Schlimm war eher das Essen: fünfmal Mittagessen am Tag!

Die Actionszenen im Wasser sahen am fiesesten aus...

Ja, das war das Härteste, irgendwann ist dein Hirn wie stillgelegt. Bei den meisten meiner Filme ende ich im Wasser. Es waren überhaupt nur drei, in denen ich nicht im Wasser oder Eis landete. Ich bin zwar Schwedin, aber ich mag es gar nicht zu frieren!

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