Kino-Event der Woche: "I, Tonya"

Im tragikomische Biopic von Craig Gillespie ("Lars und die Frauen") schlüpft Margot Robbie in die Schlittschuhe des gefallenen 90er-Jahre-Eislaufstars Tonya Harding.

Der Aufstieg und Fall der amerikanischen Eiskunstläuferin Tony Harding ist verknüpft mit dem absurdesten Sportskandal aller Zeiten, der aus der Verfilmung "I, Tonya" (ab 22. März im Kino) für Hauptdarstellerin Margot Robbie eine nicht nur sportlich herausfordernde Underdog-Story der besonders skurrilen Art gemacht hat...

"I, Tonya"-Star Margot Robbie im Interview

Darum geht's in "I, Tonya"

Tonya Harding (Margot Robbie) ist eine talentierte Eiskunstläuferin aus Portland, Oregon. Bereits mit 17 Jahren springt sie als erste Frau überhaupt den dreifachen Axel, eine große Karriere scheint trotz Asthma möglich. Doch Tonya kommt aus einem problematischen Elternhaus: Sie lebt allein mit ihrer prolligen Mutter LaVona (Allison Janney), die Tonyas Karriere ehrgeizig pusht und sie quält und prügelt, wenn es nicht läuft. Auch ihr dümmlicher Freund und späterer Gatte Jeff Gillooly (Sebastian Stan) schlägt Tonya. Vor den amerikanischen Eislaufmeisterschaften 1994 wollen die beiden Eheleute Tonyas schärfste Konkurrentin durch Drohungen einschüchtern. Jeff überlässt die Sache seinem Kumpel Shawn (Paul Walter Hauser). Doch die beiden Trottel, die Shawn beauftragt, verletzen Nancy Kerrigan mit einer Eisenstange schwer am Knie...

Trailer zu "I, Tonya" (Kinostart: 22.3.2018)

Das Attentat am 6. Januar 1994 sorgte für Riesenschlagzeilen – Tonya Harding galt als "Eishexe" und bekanntester Mensch der Welt nach Bill Clinton. Da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen waren, konnte sie als Gewinnerin der US-Meisterschaften zu den Olympischen Winterspielen fahren, bei denen sie Platz acht hinter Tanja Szewczenko und Katarina Witt erreichte – während die genesene Nancy Kerrigan holte die Silbermedaille.

Regisseur Craig Gillespie unterbricht die Handlung immer wieder mit "Interviews" der Hauptpersonen im Mockumentary-Stil, was ihnen jede Menge Gelegenheit zu absurden Geschichten, Selbstlügen und Schimpfwörtern gibt – genial! Selten wurde Amerikas "white trash"-Unterschicht so treffend, so böse und zugleich so einfühlsam gezeigt. Dass dafür Nebendarstellerin Allison Janney stellvertretend für die ebenfalls nominierte Hauptdarstellerin Margot Robbie den Oscar verliehen bekam, ist hochverdient. Warum allerdings das sensationell gute Drehbuch bei den Nominierungen übersehen wurde, bleibt ein Geheimnis der Academy.

Muss ich sehen, weil...
..."I, Tonya" eine großartige Farce ist, bei der einem das Lachen diverse Male im Halse stecken bleibt.

Für Fans von...
...den Biopics "The Disaster Artist" (2017) und "Linda Lovelace – Pornostar" (2013)

GOKA-Wertung:

Galerie: Biopics berühmter Sportler

"Solo: A Star Wars Story": Erste Bilder und Infos!

Wie der junge Han seinen Freund Chewie traf, verrät ab 24. Mai "Solo: A Star Wars Story". Für alle Ungeduldigen: erste Bilder und Infos zum Weltraum-Western.
Mehr lesen