Scott Eastwood: "Ich musste mir alles selbst erarbeiten"

In der Blockbuster-Fortsetzung "Pacific Rim Uprising" spielt der Sohn von Hollywood-Haudegen Clint Eastwood einen besonders taffen Kampfroboter-Piloten. Welche Rolle sein Übervater bei seiner Karriere spielte, verrät uns der 32-Jährige im Interview.

Im Sequel des "Pacific Rim"-Monsterspektakels (ab 22. März im Kino) kehren die Kaiju-Monster zurück und eine neue Generation von Jaeger-Piloten stellt sich ihnen in den Weg. Zu ihnen gehört Scott Eastwood, der für die Rolle des taffen Draufgängers wie geschaffen scheint und im Gespräch mit der GOLDENEN KAMERA erklärt, warum er dank seines Vaters auch privat eher Haudegen als Softie ist...

Scott Eastwood über "Pacific Rim Uprising"

Darum geht's in "Pacific Rim Uprising"

Zehn Jahre nachdem das Pan Pacific Defense Corps den interdimensionalen Angriff der Kaiju genannten Riesenmonster abwehren konnte, haben die irdischen Verteidigungskräfte unter Leitung von Dr. Geiszler (Charlie Day) und Dr. Gottlieb (Burn Gorman) kräftig aufgerüstet. Statt vom gefallenen Helden Stacker Pentecost werden die Piloten der neuen Jaeger-Kampfroboter-Generation von seinem Sohn Jake (John Boyega) und dessen taffen Co-Piloten Nate Lambert (Scott Eastwood) angeführt. Ihre große Stunde schlägt, als eine mysteriöse Organisation einen neuen Kaiju-Angriff herbeiführt und den besonders mächtigen Jaeger "Obsidian Fury" Amok laufen lässt…

Trailer zu "Pacific Rim Uprising" (Kinostart: 22.3.2018)

Scott Eastwood im Interview

GOLDENE KAMERA: Geben Sie zu, dass Sie in "Pacific Rim Uprising" mitspielen wollten, damit Sie mit Robotern und Riesenmonstern spielen konnten? Oder gab es noch andere Gründe?

SCOTT EASTWOOD: (lacht) Ja, aber selbst die tollsten visuellen Effekte und Actionszenen sind langweilig, wenn hinter der Handlung kein Herz steckt. Der Zuschauer muss in der Lage sein, zusammen mit den Helden auf Abenteuerreise gehen zu können. Was mir an unseren Figuren gefällt ist, dass Sie zwar coole Anzüge tragen und noch coolere Jäger lenken, aber trotzdem noch menschlich sind. Sie haben keine Superpower. Die Piloten können verletzt werden und sogar sterben.

Im Film wird mehrere Male erwähnt wie gut Ihre Figur Nathan Lambert aussieht. Ihnen selbst sind diese Komplimente sicherlich auch nicht fremd. Fühlen Sie sich geschmeichelt oder ist Ihnen das peinlich?

Beides. Ich hoffe, dass Hollywood in mir mehr als nur ein hübsches Gesicht sieht. Meine Ziele und Träume sind es, eine große Reichweite mit meinen Rollen zu zeigen.

Sie sehen nicht nur gut aus, sondern auch ganz wie der Papa: Clint Eastwood...

Dagegen habe ich allerdings nicht. Er ist ein fantastischer Filmemacher und einer meiner Helden. Ich bewundere ihn sehr...

Wie war es, als Sohn von Clint Eastwood aufzuwachsen? Sind Sie sehr verwöhnt worden?

Im Gegenteil. Mein Vater ist von der alten Schule. Ich musste mir alles selbst erarbeiten. Ich habe mir das College selbst mit allen möglichen Jobs finanziert: als Bartender, als Bauarbeiter, als Parkplatzwächter. Bei meinem Vater gibt es keine Almosen. Er ist in den 30er Jahren während der Großen Depression aufgewachsen. Ihm wurde auch nichts geschenkt.

Hat Ihr Vater wenigsten ein gutes Wort eingelegt als Sie sich entschieden, Schauspieler zu werden?

Hollywood läuft zum Glück nicht so. Er kann nicht einfach den Hörer abheben und mir bei einem anderen Regisseur eine Rolle aufschwatzen. Ich habe am Anfang bei Castings mit einem anderen Nachnamen vorgesprochen, weil ich erst selber erfahren wollte, wie die Filmindustrie funktioniert. Und ich habe gelernt, dass man sich seinen Erfolg hart erarbeiten muss, egal wer die Eltern sind.

Wie halten Sie sich so fit und sexy?

Seit 15 oder 16 gehe ich ins Fitnessstudio und bin seitdem immer sportlich aktiv. Aber nicht um zum Sexsymbol zu werden (lacht), sondern weil mich die Philosophie meines Vaters inspiriert hat: gesunder Körper, gesunder Verstand.

Interview: Anke Hofmann