Kino-Event der Woche: "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer"

Die deutsche Antwort auf "Harry Potter": Das berühmte und beliebte Kinderbuch von Michael Ende verzaubert ab dem 29. März erstmals auch im Kino.

Darum geht's in "Jim Knopf und Lukas der Lokomitivführer"

Auf der Insel Lummerland leben das Findelkind Jim Knopf (Solomon Gordon), Lokomitivführer Lukas (Henning Baum), König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte (Uwe Ochsenknecht), Ladenbesitzerin Frau Waas (Annette Frier) und Herr Ärmel (Christoph Maria Herbst). Weil die Insel zu klein ist, soll die Lokomotive Emma weichen – doch da machen Lukas und Jim nicht mit und gehen auf große Abenteuerreise. Ob sie im Kaiserreich Mandala, in einer Wüste namens Ende der Welt oder in der gefährlichen Drachenstadt einen Hinweis auf die Eltern von Jim Knopf finden?

Trailer zu "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" (Kinostart: 29.3.2018)

Hintergrund

1956 traf Michael Ende zufällig den Schulkameraden F. J. Tripp wieder. Der war Grafiker und schlug ihm vor, gemeinsam ein Buch zu schreiben. Michael Ende ging nach Hause und schrieb den ersten Satz auf: "Das Land, in dem Lukas der Lokomotivführer lebte, war sehr klein." Der Rest ist Geschichte: 1960 erschien das Buch, 1962 der zweite Teil "Jim Knopf und die Wilde 13". Die Augsburger Puppenkiste brachte 1961 sowie 1976 (dann in Farbe) berühmte TV-Fassungen heraus, die ebenso wie das von Michael Ende selbst gesprochene Hörbuch Generationen von Kindern prägte.

Ausschnitte aus der "Jim Knopf"-Inszenierung der Augsburger Puppenkiste (1961 + 1977)

GOKA-Wertung

Dennis Gansel ("Die Welle") verfilmte das Buch nach 17 Jahren Vorarbeit in Berlin, München und Südafrika erstmals fürs Kino. Seine Adaption ist äußerst werkgetreu, enthält also auch Michael Endes kritische Anspielungen auf den Rassenwahn der Nazis (etwa bei den "reinrassigen" Drachen). Ansonsten präsentiert sich "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" aber märchenhaft, bunt und witzig.

Für Kinder entstand ein spannendes Abenteuer, in dem Henning Baum (selbst Vater von vier Kindern und Enkel eines Eisenbahners) als väterlicher Freund ein großartiges Vorbild abgibt. Der junge Engländer Solomon Gordon bringt die Frische und Begeisterungsfähigkeit von Jim Knopf in seinem Kinodebüt perfekt rüber. Falls der Film Erfolg hat, kommt in etwa zwei Jahren die Fortsetzung "Jim Knopf und die Wilde 13" ins Kino.

Muss ich sehen, weil...
...weil diese "Jim Knopf"-Adaption ein zeitloser Feelgood-Familienfilm ist, den man als Kind sehen kann – und Jahre später als Erwachsener noch einmal.

Für Fans von...
...Wolfgang Petersens Michael-Ende-Verfilmung "Die unendliche Geschichte" (1984) und der "Harry Potter"-Kinosaga nach J.K. Rowling (2001-2011)