Erneut kinoreif: GOLDENE KAMERA-Nachwuchspreisträger Louis Hofmann

Nicht nur auf der Berlinale-Präsentation von "1000 Arten, Regen zu beschreiben" zeigt sich Bjarne Mädel von den schauspielerischen Qualitäten seines jungen Co-Stars Louis Hofmann überzeugt.
Nicht nur auf der Berlinale-Präsentation von "1000 Arten, Regen zu beschreiben" zeigt sich Bjarne Mädel von den schauspielerischen Qualitäten seines jungen Co-Stars Louis Hofmann überzeugt.
Foto: © picture alliance/Geisler-Fotopress
Im Familiendrama "1000 Arten, Regen zu beschreiben" beweist Louis Hofmann an der Seite von Bjarne Maedel einmal mehr, dass er zu den spannendsten Jungschauspielern des Landes gehört.

Knapp vier Wochen ist es her, dass Louis Hofmann in die illustre Nachwuchspreis-Familie der GOLDENEN KAMERA aufgenommen wurde. Jetzt zeigt der 20-jährige Publikumsliebling aus der Netflix-Hitserie "Dark" in einer kleinen aber feinen Nebenrolle im Familiendrama "1000 Arten, Regen zu beschreiben" (ab 29. März im Kino), dass er auch auf der großen Leinwand Showstealer-Potenzial hat...

Darum geht's in "1000 Arten, Regen zu beschreiben"

Kurz vor seinem 18. Geburtstag beschließt Mike, nicht mehr aus seinem Zimmer zu kommen und nur noch mittels kleiner Zettelnachrichten über seine Regenbeobachtungen zu kommunizieren. Vor der geschlossenen Tür zurück bleiben Mutter Susanne (Bibiana Beglau), Vater Thomas (Bjarne Mädel) und Schwester Miriam (Emma Bading), die zusehends hilf- und hoffnungslos versuchen, auf unterschiedliche Weise den unergründlichen Verlust des geliebten Familienmitglieds zu verarbeiten...

Louis Hofmann in "1000 Arten, Regen zu beschreiben"

Das in Japan weit verbreitete und Hikikomori genannte Phänomen von Jugendlichen, die sich mit ihrer selbstgewählten Isolation komplett den Anforderungen der Gesellschaft verweigern, bildet den soziologischen Hintergrund von "1000 Arten, Regen zu beschreiben". In dem bewegenden Psychogramm kommt Louis Hofmann in der Nebenrolle von Mikes altem Schulfreund Oliver insofern eine zentrale Funktion zu, weil sich Regisseurin Isa Prahl nicht auf den im Film unsichtbar bleibenden Weltverweigerer, sondern auf die emotionalen Leiden seiner Angehörigen konzentriert.

Für Mikes Mutter Susanne bietet die Zufallsbegegnung mit Oliver eine Möglichkeit, ihre ins Leere laufenden Muttergefühle stellvertretend auszuleben. Und wie Louis Hofmann die Zuneigungen der älteren Frau mit zunehmender Erregtheit als amouröse Avancen missinterpretiert, erweist sich als darstellerisch beeindruckende Fingerübung, die einen nicht nur die geplante "Dark"-Fortsetzung, sondern auch das britische Kino-Biopic "The White Crow" herbeisehnen lässt. Unter der Regie von Ralph Fiennes verkörpert der GOKA-Nachwuchspreisträger nämlich den ostdeutschen Balletttänzer Teja Kremke, zu dem die russische Tanzlegende Rudolf Nureyev in jungen Jahren eine Liebesbeziehung unterhielt. Wir sind gespannt!