Das größte Kino-Crossover aller Zeiten: "Avengers: Infinity War"

Am 26. April treffen im dritten "Avengers"-Spektakel 64 (!) Hauptfiguren aus dem Marvel Cinematic Universe aufeinander. Wir trafen das Regie-Duo Joe und Anthony Russo sowie die Superhelden Doctor Strange (Benedict Cumberbatch), Spider-Man (Tom Holland), Hulk (Mark Ruffalo) und Black Panther (Chadwick Boseman) zum Gespräch.

In "Avengers: Infinity War" laufen die Handlungsstränge aus "Avengers: Age of Ultron", "The First Avenger: Civil War", "Spider-Man: Homecoming", "Doctor Strange", "Thor: Tag der Entscheidung", "Guardians of the Galaxy" und zuletzt "Black Panther" vereint. Diese geballte Superhelden-Power ist aber auch dringend notwendig, denn der diabolische Titan Thanos (Josh Brolin) hat es auf die im ganzen Marvel Cinematic Universe verteilten Infinity Steine abgesehen...

Darum geht's in "Avengers: Infinity War"

Während sich auf der Erde die von Iron Man (Robert Downey Jr.) und dem in den Untergrund abgetauchten Captain America (Chris Evans) angeführten "Avengers"-Fraktionen ihr eigenes Süppchen kochen, geht im Weltall die Post ab: Nach dem Machtstein bringt Titan Thanos (Josh Brolin) auch den Raumstein in seine Gewalt, als er Thor (Chris Hemsworth) überwältigt, der durchs All treibend von Star-Lord (Chris Pratt) und seinen Guardians of the Galaxy aufgelesen wird.

Clip aus "Avengers: Infinity War"

Derweil setzen die von Thanos auf Erden geschickten Schergen alles daran, den von Vision (Paul Bettany) getragenen Gedankenstein und den von Doctor Strange (Benedict Cumberbatch) verwahrten Zeitstein zu ergattern. Als Doctor Strange entführt wird, nehmen es Iron Man und Spider-Man (Tom Holland) mit Hilfe der Guardians auf Titan mit Thanos auf. Gleichzeitig versuchen Captain America, Black Widow (Scarlett Johansson) und Bruce Banner alias Hulk (Mark Ruffalo), Vision im Königreich von T'Challa alias Black Panther (Chadwick Boseman) in Sicherheit zu bringen, wo es zur vorentscheidenden Schlacht kommt.

2. Trailer zu "Avengers: Infinity War" (Kinostart: 26.4.2018)

Die Macher von "Avengers: Infinity War" im Interview

Die Männer, die dieses vom Drehbuch-Co-Autoren Stephen McFeely "größte Kinopuzzle" getaufte Mammutprojekt gestemmt haben, sind die aus Cleveland stammenden Brüder Joe und Anthony Russo, die bereits beim Crossover-Spektakel "The First Avenger: Civil War" (2016) mehrere Superhelden-Biografien auf einmal jongliert haben.

Das Vorhaben bei "Avengers: Infinity War" war aber aufgrund der Figurenfülle noch weitaus komplexer, zumal der für den 25. April 2019 angekündigte vierte "Avengers"-Film direkt im Anschluss gedreht wurde. Doch nach Bewältigung dieser übermenschlich erscheinenden Aufgabe sind die beiden Regisseure weit davon entfernt, sich selbst wie gottgleiche Superhelden zu fühlen...

Joe und Anthony Russo über "Avengers: Infinity War"

Das von den Russos beschriebene Aufeinanderprallen unterschiedlicher Franchise-Welten bedeutet natürlich auch auf Schauspielerebene, dass in "Avengers: Infinity War" einige Superhelden-Darsteller erstmals gemeinsam vor der Kamera stehen. Beispielsweise Chadwick Boseman alias "Black Panther" und seine von Danai Gurira gespielte Generalin Okoye sowie "Hulk"-Mime Mark Ruffalo, für den dieses Crossover-Erlebnis von besonderer Bedeutung war...

"Black Panther" und "Der unglaubliche Hulk" über "Avengers 3"

Neue Partner in Super-Crime-Fighting sind auch "Spider-Man" und "Doctor Strange". Doch während sich Tom Holland im Video-Talk mit der GOLDENEN KAMERA als eingefleischter "Guardians of the Galaxy"-Fan outet, gibt Benedict Cumberbatch zu Protokoll, dass für ihn das schauspielerische Kräftemessen mit "Iron Man" Robert Downey Jr. am Verlockendsten war. Und erklärt, dass der Kollektiv-Gedanke in "Avengers: Infinity War" kein Ausdruck eines Blockbuster-Overkills, sondern einer sozialen Botschaft ist...

"Doctor Strange" und "Spider-Man" im "Avengers 3"-Interview

Interviews: Anke Hofmann