Amy Schumer: "Ich wünsche mir, dass 'I Feel Pretty' Frauen hilft"

In ihrer neuen Komödie "I Feel Pretty" spielt eine unsichere Frau, die nach einem Unfall vor Selbstvertrauen strotzt. Im Interview verrät uns die 36-jährige Comedienne, warum es wichtig ist, sich in seiner eigenen Haut wohl zu fühlen.

Vor knapp einem Jahr durchlitt Amy Schumer an der Seite von Goldie Hawn noch einen "Mädelstrip" der besonders chaotischen Art. In der Anti-"Body Shaming"-Komödie "I Feel Pretty" (ab 10. Mai im Kino) von Abby Kohn und Marc Silverstein ("How to Be Single") erlebt die 36-jährige Comedienne jetzt ein blaues Wunder der positiven Art und glänzt in einer Traumrolle, die nicht nur für Amy Schumer einen Boost des Selbstbewusstsein bedeutete...

Amy Schumer über "I Feel Pretty"

Darum geht's in "I Feel Pretty"

Die leicht moppelige Renee (Amy Schumer) versucht, im Fitnessstudio überflüssige Pfunde zu verlieren und mehr Selbstbewusstsein zu erlangen. Der erwünscht Effekt stellt sich plötzlich ein, als Renee beim Sturz vom Spinning-Bike mit dem Kopf aufschlägt und plötzlich glaubt, bildschön zu sein. Mit ihrer neuen Selbstvertrauen verzaubert sie nicht nur Zufallsbekanntschaft Ethan (Rory Scovel), sondern macht auch in der luxuriösen Kosmetikfirma von Avery (Michelle Williams) und Lily LeClaire (Lauren Hutton) Karriere. Doch je mehr Renee in ihrem neuen Ich aufgeht, desto mehr entfremdet sie sich von ihren alten Freundinnen Vivian (Aidy Bryant) und Jane (Busy Philipps)...

Trailer zu "I Feel Pretty" (Kinostart: 10.5.2018)

Amy Schumer im Interview zu "I Feel Pretty"

GOLDENE KAMERA: Wann finden Sie sich hübsch?

AMY SCHUMER: Wenn ich nicht darüber nachdenke, wie ich aussehe. Wenn mir bewusst wird: "Oh, ich habe schon stundenlang nicht mehr in einen Spiegel gestarrt." Und wenn ich mit meinen Freundinnen oder meiner Familie zusammen bin – ohne Make-Up, in Jogginghose und ganz bei mir selbst. Dann fühle ich mich wohl... und wunderschön!

Ist der Spiegel also Ihr Freud oder Ihr Feind?

Mal so und mal so, aber egal wie ich mich gerade fühle, ich lächele mich immer an, wenn ich in den Spiegel schaue (lacht).

Wie hat Ihr Erfolg Ihr Selbstwertgefühl beeinflusst?

Dank der Hilfe von Menschen wie meiner Stilistin Lisa Evans sehr zum Positiven. Am Anfang meiner Karriere habe ich mich – wie es viele Frauen tun – vor jedem Satz entschuldigt: "Sorry, aber ich hätte da eine Idee." Durch meine Arbeit mit Filmemacher wir Judd Apatow habe ich an Selbstvertrauen gewonnen und sage sie jetzt einfach. Und durch meine TV Show "Inside Amy Schumer" und meiner Arbeit als Produzentin von TV- und Kino-Projekten verstehe ich jetzt, was ich wert bin und dass meine Stimme in dieser Industrie Gewicht hat.

Sie sind schöner und selbstbewusster denn je. Ist Grund dafür nicht eventuell auch, dass Sie frisch verheiratet sind?

Ich bin schwerer und älter denn je, aber ich habe mich in meinem Leben noch nie besser gefühlt! Grund dafür ist natürlich, dass mein Herz voller Liebe ist, aber auch weil ich weiß, wer ich bin. Deswegen ist dieser Film so wichtig für mich. Genau wie meine Figur Renee habe auch ich mich unsichtbar und unwichtig gefühlt, aber ich habe gelernt, dass das nichts mit dem Aussehen zu tun hat. Ich wünsche mir, dass "I Feel Pretty" Frauen dabei hilft, ihr volles Potential auszuschöpfen. Wir machen uns so viele Sorgen darüber, beleidigt oder verletzt zu werden, dass wir uns selbst zurück halten. Mein Aufruf ist also: Liebe dich wie deine eigene Mutter!

Ist währen der Hochzeit etwas schief gelaufen? Gab es ungeladene Gäste? Waren die Brautjungfern betrunken?

Natürlich waren die Brautjungfern betrunken. Und die Braut auch! (lacht) Aber keiner hat sich blamiert oder verletzt. Es gab auch keine Wedding Crasher. Wir hatten gerade mal drei oder vier Tage, die Hochzeit zu planen, aber alles verlief nach Plan. Und wir hatten alle viel Spaß.

Wie haben Sie den Mann Ihrer Träume, den Koch Chris Fischer eigentlich kennengelernt?

Er ist der Bruder meiner Assistentin Molly. Ihre Familie kommt von Martha’s Vineyard in Massachusetts, und als ich mit meiner Familie dort mal zu Besuch war, hat er für uns gekocht. Ich fand ihn total süß. Fast zu süß, also habe ich ihm erst mal die kalte Schulter gezeigt. Er hat mich nicht als Star, sondern als Amy im Kreise meiner Familie kennen gelernt – also ohne Make-Up. Und ich ihn im Kreise seiner Familie. Und fünf oder sechs Monate später haben wir angefangen, uns mit anderen Augen zu sehen. Wir haben Molly um ihre Erlaubnis für unsere Beziehung gebeten und sie hat sofort Ja gesagt. Aber vielleicht hatte sie auch nur Angst um ihren Job (lacht).

Jennifer Lawrence war auch zu Gast. Geben Sie sich gegenseitig Liebesratschläge?

Jennifer ist zwar fast zehn Jahre jünger als ich aber sie ist eine alte Seele. Wir haben uns auf Anhieb verstanden, denn wir beide sind mit dem Spruch aufgewachsen: "Shut Up! Lass die Jungs reden und ihre Witze reißen.“ Wir haben uns beide immer dagegen gewehrt. Und natürlich geben wir uns gegenseitig Liebesratschläge – vor allem wenn der andere nicht danach fragt. (lacht) Jennifer prahlte offen darüber, wie sie während meiner Hochzeit mit "Seinfeld"-Schöpfer Larry David geflirtet hat. Als ihre Freundin habe ich ihr geraten: "Lass mich dich in eine andere Richtung lenken." (lacht) Nicht nur wegen des Altersunterschieds, sondern weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass man sich besser davor hütet, eine Beziehung mit einem anderen Künstler – egal ob Schauspieler oder Komödiant - anzufangen.

Da Ihr Mann Koch ist, bedeutet das, dass Sie nie mehr selbst kochen müssen?

Weder kochen, noch spülen! Es ist fast unglaublich (lacht). Durch Chris lerne ich im Moment sehr viel über Gemüse. Er liebt Fenchel und Sellerie – Nahrungsmittel, die ich bisher eher vermieden habe. (lacht)

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