Star-Porträt: Emma Bading

Zum Kinostart von "Meine teuflisch gute Freundin" stellen wir in unserer Rubrik "GOKA-Talents" eine 20-jährige Rheinländerin vor, die zu den spannendsten Newcomerinnen der deutschen Film- und Fernsehbranche gehört.

Dass in der Newcomerin Emma Bading die Spielfreude brodelt, konnte bereits im Vorfeld ihres Kino-Hauptrollendebüts in "Meine teuflisch gute Freundin" online bewundert werden, als die 20-Jährige an der Seite von Co-Star Janina Fautz und in character mit sieben Webisodes in Gestalt spaßiger Vlog-Persiflagen den Kinostart am 28. Juni anteaserte...

"Meine teuflisch gute Freundin"-Webisode #7

Darum geht's in "Meine teuflisch gute Freundin"

In Marco Petrys Verfilmung des Jugendbuchs "Meine teuflisch gute Freundin" von Hortense Ullrich ist der Teufel (Samuel Finzi) kein Monster mit Pferdefuß und Hörner, sondern ein skrupelloser Geschäftsmann. Als sein Teeniesprössling Lilith (Emma Bading) nicht nur als Internet-Troll, sondern endlich auch mal im Außendienst böse sein will, darf sie versuchsweise als Gastschülerin getarnt bei der Öko-Familie Birnstein (Alwara Höfels und Oliver Korittke) einziehen. Ihre Mission: die unschuldige Birnstein-Tochter Greta (Janina Fautz) ins Unglück stürzen. Doch dann kommen dem rotschöpfigen Satansbraten die Jungs dazwischen...

Trailer zu "Meine teuflisch gute Freundin" (Kinostart: 28.6.2018)

Auch wenn der Versuch, eine Art "Fack ju Göhte" für die "Bibi & Tina"-Generation zu generieren, nicht so recht zünden will, begeistert Emma Bading mit teuflischem Swagger. Und damit erweist sich "Meine teuflisch gute Freundin" trotzdem als höchst unterhaltsame Synthese aus dem, was Bading als Markenzeichen ihrer bisherigen Schauspielkarriere etabliert hat: Rebellion und Humor.

Emma Bading: Die rebellische Tochter vom Dienst

Für die in Monheim am Rhein geborene Tochter des Schauspielerehepaars Thomas Bading und Claudia Geisler-Bading stand bereits im Kindesalter fest, dass sie in die Fußstapfen ihrer Eltern treten würde. Den ersten Schritt Richtung Traumberuf machte Emma Bading als 13-Jährige, als für das Familiendrama "Halbschatten" (2013) ein renitenter Teenager gesucht wurde und sich das Naturtalent beim Casting gegen schauspielerfahrene Kinderkonkurrenz durchsetzte.

Seit 2014 perfektioniert Emma Bading als aufmüpfige Enkelin der von Katrin Saß verkörperten Ex-Staatsanwältin Karin Lossow in "Der Usedom-Krimi"-Reihe den renitenten Teenager zur Paraderolle.

Eine Paraderolle die das eigene Lebensmotto der ehrgeizigen Jungschauspielerin widerspiegelt: "'An der Leine fängt der Hund keinen Hasen!' Man muss eben rebellieren, um Neues zu erschaffen. Ich finde es wichtig, dass man oft Dinge hinterfragt und auch mal gut Konter gibt. Und abgesehen davon, dass ich es persönlich wichtig finde, macht es einfach Spaß, flapsige Rollen zu spielen."

Dass Emma Bading dabei auch das ganz dramatische Fach beherrscht, bewies sie 2015 im "Tatort: Das Muli", in dem sie als Ausreißerin und Drogenkurier eindrucksvoll vor die Hunde geht. Mit gleicher Intensität erspielte sie sich im Familiendrama "1000 Arten Regen zu beschreiben" eine Nominierung für den Max-Ophüls-Preis. Als zwischen Verzweiflung und Verärgerung zerrissene Schwester eines Jugendlichen, der sich in seinem Zimmer von der Außenwelt abschottet, stahl Emma Bading die tragische Show.

Teaser zu "1000 Arten Regen zu beschreiben" (2017)

Emma Bading: Das komödiantische Talent

Gleiches gelang Emma Bading bei ihrem ersten reinrassigen Spaßauftritt in der TV-Komödie "Wir sind die Rosinskis" (2016) an der Seite der drei Thalbach-Generationen Katharina, Anna und Nellie. Als Aggro-Sprößling der titelgebenden Berliner Assi-Familie verwandelte die damals 18-Jährige ihren modelschlanken 176-Zentimeter-Körper in ein schlaksiges Comedy-Werkzeug – und stellte damit nicht nur ihre Vielseitigkeit, sondern auch Starpotential unter Beweis.

Eine weitere komödiantische Kostprobe gibt Emma Bading am 30. August im Kino, wenn sie in Florian Gallenbergers Bestseller-Verfilmung "Grüner wird's nicht, sagte der Gärtner und flog davon" als exzentrische Adelstochter Philomena von Zeydlitz Hauptdarsteller Elmar Wepper den Sinn des Lebens näher bringt...

Trailer zu "Grüner wird's nicht, sagte der Gärtner und flog davon" (Kinostart: 30.8.2018)

Gerade hat Emma Bading außerdem das TV-Drama "Play" abgedreht, in dem sie als Gaming-süchtige Filmtochter von Victoria Mayer und Oliver Masucci vielleicht zum letzten Mal in ihrer bisherigen Paraderolle glänzen wird. Denn im Alter von 20 Jahren darf der renitente Teenager gerne Platz für erwachsenere Parts machen. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn GOKA-Talent Emma Bading nicht auch diesen nächsten Karriereschritt mit Bravour meistert.