Melissa McCarthy: "Ich will im Leben wenigstens Spaß gehabt haben"

Für ihre neue Komödie "How to Party with Mom" kehrt Melissa McCarthy ans College zurück. Wir sprachen mit Hollywoods Comedy-Queen über die Zusammenarbeit mit ihrem Regie-Ehemann Ben Falcone und das Geheimnis hinter dem Party-Machen.

Mit ihrer Sitcom "Mike & Molly" und Erfolgskomödien wie "Taffe Mädels" (2013), "Tammy - Voll abgefahren" (2014) sowie zuletzt mit dem weiblichen "Ghostbusters"-Reboot hat Melissa McCarthy den Comedy-Olymp Hollywoods erobert. Am 5. Juli startet nun ihr neuer Leinwandspaß, bei dem es die 47-Jährige noch einmal so richtig krachen lässt...

Darum geht's in "How to Party with Mom"

Als Deanne (Melissa McCarthy) völlig überraschend von ihrem Mann Dan (Matt Walsh) für die heiße Maklerin Marcie (Julie Bowen) verlassen wird, beschließt die Vorstadt-Hausfrau, ihr Leben umzukrempeln. Dafür schreibt sie sich am College ihrer wenig begeisterten Tochter Maddie (Molly Gordon) ein und lässt sich auch von College-Biest Jennifer (Debby Ryan) davon abbringen, auf ihrem chaotischen Selbstfindungstrip unter dem Spitznamen "Dee Rock" den gesamten Campus aufzumischen...

Trailer zu "How to Party with Mom" (Kinostart: 5.7.2018)

Melissa McCarthy im Interview zu "How to Party with Mom"

GOLDENE KAMERA: Wollten Sie schon immer mal zurück an die Schule?

MELISSA MCCARTHY: Ich habe das College geschmissen, würde aber jetzt gerne wieder zurückzukehren. Damals wusste ich das College noch nicht zu würdigen – vielleicht weil mich nach 12 Jahren in einer katholischer Schule mehr nach Freiheit sehnte als nach Mathe oder Geschichtsunterricht .(lacht) Mich zog es eher nach New York.

Demnach spiegelt "How to Party with Mom" Ihren persönlichen Traum wider?

Nein, der Film spiegelt die Fantasie meines Mannes wider. (lacht) Ich mag allerdings Geschichten, in denen sich eine menschliche Krise – wie hier der Bruch einer Beziehung – als zweite Chance im Leben entpuppt. Wenn jemand im mittlerem Alter etwas völlig Neues anfängt oder in ein anderes Land zieht, um Wein anzubauen oder Brot backen zu lernen.

Das ist nach "Tammy – Voll abgefahren" und "The Boss" das dritte Mal, dass Sie mit Ihrem Mann Ben Falcone zusammen arbeiten. Er als Regisseur , Sie vor der Kamera und zusammen als Drehbuchautoren/Produzenten-Team. Warum?

Weil er extrem schlau ist, total lustig und dabei unheimlich ruhig – im Gegensatz zu mir. Wir haben schon immer zusammen gearbeitet, denn kennengelernt haben wir uns, als wir beide für die Comedy-Truppe The Groundlings in Los Angeles Sketche geschrieben haben. Vom ersten Tag an saßen wir nebeneinander und haben uns zum Lachen gebracht.

War es Liebe auf den ersten Witz?

(lacht) Es war Liebe auf die erste Beleidigung! Wir waren alle neu im Groundlings, saßen in einer Runde und mussten uns vorstellen. Also sagte ich: "Ich habe die Southern Illinois University in der kleinen Stadt Carbondale besucht, von der nie jemand gehört hat und die man auch nicht kennen muss." Und als Ben an der Reihe war, meinte er: "Ich komme aus Carbondale!"

Was für ein Partymensch sind Sie?

Ich liebe Partys. Warum auch nicht? Was, wenn ich morgen von einem Bus überfahren werde? Natürlich will ich das nicht hoffen, aber falls doch, will ich im Leben wenigstens Spaß gehabt haben!“

Interview: Anke Hofmann