Kino-Event der Woche: "Meg"

Im Horror-Spektakel von Jon Turteltaub ("Das Vermächtnis der Tempelritter") kriegt es Hollywood-Haudegen Jason Statham ("Fast & Furious") mit einem prähistorischen Monsterhai zu tun.

43 Jahre nach "Der weiße Hai" kommt jetzt ein Tiefseemonster in unsere Kinos, dass Steven Spielbergs einstigen Horrorfisch wie ein Fischstäbchen erscheinen lässt. Bei "Meg" (ab 9. August im Kino) handelt es sich um eine amerikanisch-chinesische Co-Produktion, für die Action-Star Jason "The Stath" Statham ("Fast & Furious 8") als Monsterhaijäger Chinas Vorzeigeschauspielerin Bingbing Li ("Transformers 4: Ära des Untergangs") zur Seite gestellt wurde.

Darum geht's in "Meg"

Vor fünf Jahren gingen Karriere und Ehe des Tauchexperten Jonas Taylor (Jason Statham) den Bach runter: In der Tiefe des Marianengrabens im Westpazifik ließ er die Hälfte seiner Crew im Stich und wurde entlassen. Jonas behauptete damals, er hätte vor einem 25 Meter langen Urzeithai namens Megalodon fliehen müssen, der allerdings schon seit Millionen von Jahren als ausgestorben gilt.

Als seine Exfrau Celeste (Jessica McNamee) mit ihrem U-Boot hilflos am Boden des Ozeans strandet, eilt Jonaus zur Hilfe und kehrt zum Ort seines Erstkontakts zurück. Celeste gehört zum Team der hochmodernen Unterwasserstation Mana One, die vom US-Investor Morrison (Rainn Wilson) finanziert und von der Wissenschaftlerin Suyin Zhang (Bingbing Li) geleitet wird. Doch mit dem Megalodon, den sie in der Tiefsee aufstöbern, ist nicht gut Kirschen essen...

Trailer zu "Meg" (Kinostart: 9.8.2018)

Der Hintergrund zu "Meg"

Die Verfilmung des Romans "Meg – Die Angst aus der Tiefe" von Steve Alten aus dem Jahr 1997 hat zumindest einen realen Hintergrund: Der Carcharocles megalodon war ein Riesenhai von etwa 20 Meter Länge, viermal so groß wie der weiße Hai und damit wohl das größte Raubtier, das jemals auf der Erde lebte. Vor etwa 2,6 Millionen Jahren ist er ausgestorben.

Interaktiver VR-Clip zum Monsterhaispektakel "Meg"

Regisseur Jon Turteltaub ("Das Vermächtnis der Tempelritter") drehte auf Inseln in China und Neuseeland sowie zwei riesigen Wassertanks in Auckland – ohne Hai. Der Megalodon und einige weitere Viecher, die nicht im Buch vorkommen, entstanden vollständig am Computer. "Von den etwa 2600 Schnitten im Film haben 2000 visuelle Effekte", erklärt Turteltaub.

"Meg"-Hauptdarsteller Jason Statham

"Als ich im Drehbuch las, wie mich der 25­-Meter­-Megalodon jagt, dachte ich: 'Wie wollen die das denn drehen'", witzelt Jason Statham im Interview mit GOLDENE KAMERA. Aber ins Wasser musste der ehemalige Turmspringer für die britische Nationalmannschaft trotzdem selbst. "Wir waren den ganzen Tag draußen im Ozean, und es war saukalt!" Zudem benutzte der Action-Star – anders als die anderen Teammitglieder – eine dünne Variante des Taucher­anzugs. "Das macht es authentisch."

Das Tauchen selbst hatte Statham bereits für seinen Hit "The Transporter" (2002) ge­lernt. "Mein Ausbilder damals war eher so der harte Militärtyp, der sich nicht ans Lehrbuch hielt. Manchmal zog er mir die Maske herunter – einfach so, ohne Warnung." Über "Meg“"-Regisseur Jon Turteltaub kann Jason Statham dagegen Angenehmeres erzählen: "Er reißt die ganze Zeit Witze! Bei Guy Ritchie am Set herrschte eine ähnliche Atmosphäre.“

GOKA-Wertung

Diese gute Laune merkt man auch dem fertigen Film an, in dem allerdings Jason Statham dem Monsterhai die Show stiehlt. Sein für 2019 angekündigtes "Fast & Furious"-Spin-off "Hobbs and Shaw" mit Co-Star Dwayne Johnson kann kommen!

Hintergrund und Interview: Oliver Noelle