Kino-Event der Woche: "Johnny English - Man lebt nur dreimal"

Der Dussel ihrer Majestät ist zurück! Die Bond-Parodie mit Blödelagent Rowan Atkinson verschießt Slapstick alter Schule.

Er war "Der Spion, der es versiebte": 2003 gab Rowan Atkinson zum ersten Mal den trotteligen Spion Johnny English. Nach dem lauen zweiten Aufguss von 2011 – schon der Untertitel "Jetzt erst recht" war witzlos – wird er in "Johnny English – Man lebt nur dreimal" (Kinostart: 18. Oktober) reaktiviert und kriegt dabei Bond-prominente Unterstützung zur Seite.

Darum geht's in "Johnny English – Man lebt nur dreimal"

Ein Hacker hat den Server des britischen Geheimdienstes MI7 geknackt und sämtliche Agenten enttarnt. Bis auf einen: Der Technik-Dinosaurier Johnny English (Rowan Atkinson) existiert in der digitalen Welt nicht, er hat ja nicht mal einen Internetanschluss. Außerdem ist English längst außer Dienst und arbeitet als Lehrer. Ausgerechnet diese Nullnummer soll also das Mastermind hinter dem Superhack finden, der das Königreich bedroht. Als Nächstes legt der mysteriöse Angreifer Londons Ampeln lahm – und das ist erst der Anfang. Die Spur führt nach Südfrankreich und zu einer Luxusjacht, wo English – wie eh und je strotzend vor Selbstvertrauen – auf die verführerische Ophelia (Olga Kurylenko) trifft. In London hofiert die Premierministerin (Emma Thompson) unterdessen Silicon-Valley-Milliardär Jason Volta (Jake Lacy), der die Daten von Land und Leuten schützen soll.

Trailer zu "Johnny English - Man lebt nur dreimal"

GOKA-Wertung

English kann sich den eigenen Decknamen nicht merken und fährt einen Aston Martin ohne Navi, dafür mit Kassettenrekorder. Sein neues Smartphone findet er überflüssig, weil das Ding nichts abfeuern kann. Und seien Sie gespannt auf Johnnys Cocktailbestellung an der Bar und seine erste Cyberspace-Erfahrung! Die 007-Persiflage bietet charmant alt-modischen Slapstick, der im heutigen Blockbuster-Einerlei schon wieder erfrischend wirkt.

Köstlich auch Emma Thompson als genervte, Gin-Tonic-selige Premierministerin – übrigens quasi eine Undercover-Rolle: Dass die Oscarpreisträgerin überhaupt mitspielt, hielt die Produktion bis zum ersten Trailer geheim. Und Olga Kurylenko war immerhin mal Bond-Girl ("Ein Quantum Trost", 2008). Angeblich soll der dritte MI7-Einsatz des ewigen "Mr. Bean", mittlerweile 63, der letzte sein. Aber: Sag niemals nie!