Claire Foy wittert eine "Verschwörung"

Teil 4 der "Millenium"-Filmreihe nach Stieg Larsson wartet mit einem neuen Racheengel auf. In "Verschwörung" wird Lisbeth Salander von "The Crown"-Star Claire Foy gespielt. Wie sie sich geschlagen hat, verraten wir in unserer Kritik.

Sieben Jahre nach David Finchers US-Remake von "Verblendung" präsentiert uns der aus Uruguay stammende Suspense-Experte Fede Alvarez ("Don't Breath") mit "Verschwörung" endlich neue Thrillerkost aus Stieg Larssons "Millenium"-Saga. Doch die internationale Co-Produktion, die am 22. November ins Kino kommt, wartet nicht nur mit einem neuen Regisseur, sondern auch mit einer neuen Darstellerin des ikonischen Racheengels Lisbeth Salander auf...

Darum geht's in "Verschwörung"

Stockholm: Der Computerexperte Frans Balder (Stephen Merchant) hat dem US-Auslandsgeheimdienst NSA ein Programm geliefert, dass es ermöglicht, online alle Verteidigungssysteme weltweit zu kontrollieren – und dieses aus schlechtem Gewissen der NSA wieder gestohlen. Balder übergibt den Laptop an die schwedische Hackerin Lisbeth Salander (Claire Foy), die daraufhin vom NSA-Spezialisten Needham (Lakeith Stanfield), dem schwedischen Ge- heimdienst und einer finsteren Terrorgruppe namens Spider gejagt wird. Lisbeth wendet sich um Hilfe an ihren früheren Liebhaber, den bekannten Journalisten Mikael Blomkvist (Sverrir Guðnason). Es stellt sich heraus, dass Lisbeths totgeglaubte Schwester Camilla (Sylvia Hoeks) hinter Spider steckt.

Trailer zu "Verschwörung"

Hintergrund

Die neue Lisbeth Salander-Darstellerin Claire Foy tritt ein doppeltes Erbe an: Die ersten drei Romane ("Verblendung", "Verdammnis", "Vergebung") der von Stieg Larsson (1954–2004) auf zehn Teile angelegten Thrillerreihe wurden 2009 in Schweden mit Noomi Rapace in der Hauptrolle verfilmt. 2011 folgte ein US-Remake mit Rooney Mara und Daniel Craig als Mikael Blomkvist. Nach Stieg Larssons Tod schreibt David Lagercrantz mit Zustimmung der Erben die Reihe weiter: Bisher sind "Verschwörung" (2015) und "Verfolgung" (2017) erschienen, 2019 folgt Teil sechs.

Clip aus "Verschwörung"

GOKA-Wertung zu "Verschwörung"

Kühle und düstere Farben, glaubwürdige Action, ein ideenreicher Plot – als Thriller funktioniert "Verschwörung" auf jeden Fall. Die Frage bleibt, ob die Fans der Bücher mit dem Casting der Stars für die weltweit beliebten Figuren von Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist leben können – mit Noomi Rapace hatte es in der ersten Kinofassung prima geklappt. "The Crown"-Star Claire Foy hatte den Mut, das schwere Erbe anzutreten und macht ihre Sache gut. Sverrir Guðnason (einigen vielleicht bekannt als Björn Borg in "Borg McEnroe") dagegen bleibt leider etwas blass, spielt aber im Film auch nur eine Nebenrolle. Fazit: Nicht so finster wie die bisherigen Kinofilme, aber genauso spannend

Vorspann: Alexander Attimonelli