Hollywood-Star Natalie Portman verrät ihre Tricks

Natalie Portman bei der Weltpremiere von "Avengers: Endgame" in Los Angeles (2019).
Natalie Portman bei der Weltpremiere von "Avengers: Endgame" in Los Angeles (2019).
Foto: Getty Images
Was Oscarpreisträgerin Natalie Portman in ihrem Online-Schauspielkurs lehrt.

Es klingt unglaublich, ist aber wahr: Natalie Portman steht seit über 25 Jahren vor der Kamera. Mit gerade mal zwölf gab sie in „Léon“ ihr Debüt. Jetzt teilt die 37-jährige ihre Erfahrungen – im Onlinekurs bei masterclass.com (100 Euro) verrät sie ihre Schauspieltricks.

Zu Vorsprechen muss die Oscarsiegerin („Black Swan“) längst nicht mehr. Doch für ihr Regiedebüt „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“ hat sie 2014 erstmals selbst Darsteller gecastet. Ihr Tipp für Schauspieler: Kleide dich der Rolle entsprechend. „Man muss nicht Unsummen für ein Kostüm ausgeben“, sagt Natalie Portman. „Aber ich weiß jetzt, dass es Regisseuren extrem hilft, wenn ein Schauspieler schon beim Casting der Figur ähnelt.“

Tipps für Tränen auf Kommando

Zur Recherche für Rollen nutzt Portman ein Hilfsmittel, das jedem offensteht. „YouTube ist eine wundervolle Quelle für Schauspieler“, verrät sie. „Hier findet man Vorlagen für Dialekte, Verhalten oder auch bestimmte Fähigkeiten, die man erlernen muss.“ Gerade hat Portman Weltallvideos des Astronauten Chris Hadfield studiert. Im Scifi-Drama „Lucy in the Sky“ (2019) spielt sie eine Astronautin mit psychischen Problemen nach der Rückkehr zur Erde.

Trailer: "Lucy in the sky" (2019)

Auch hier muss Portman wieder einige sehr emotionale Szenen meistern: „Ich weine im normalen Leben schnell. Vielleicht fällt es mir deshalb auch vor der Kamera leicht.“ Jungdarsteller, die damit Probleme haben, müssen nicht verzagen. Sie sind laut Portman in bester Gesellschaft: „Ich habe mit großartigen Schauspielern gearbeitet, denen es sehr schwerfällt, vor der Kamera zu weinen. Dafür gibt es Hilfsmittel wie künstliche Tränen oder Mentholspray, das in die Augen gesprüht wird.“

Ist die eigene Szene im Kasten, rät Natalie Portman: Wenn möglich, unbedingt ansehen! Beim Dreh des Biopics „Jackie“ machte der Regisseur Pablo Larrain den Star auf einen Tick aufmerksam. Portman erinnert sich: „Er sagte ‚Hör auf, ständig deine Augenbrauen zu bewegen! Sie bewegen sich wie Raupen!‘ Das brachte mich aus dem Konzept. Aber er hatte recht! Wer seine eigenen Szenen ansieht, kann solche Marotten abstellen.“ Vielleicht ja ein Trost für Nachwuchsdarsteller: Auch mit einem Oscar lernt man ständig dazu.