"X-Men: Dark Phoenix": Frauen an die Supermacht

So wird "X-Men: Dark Phoenix": GOLDENE KAMERA spricht mit James McAvoy, Michael Fassbender, Jessica Chastain, Sophie Turner im Video-Talk– und trifft ein neues Stunt-Genie.

"Du hast mehr Kraft, als du dir vorstellen kannst", erklärt Professor Xavier Jean Grey. "Die Frage ist: Wirst du diese Kraft kontrollieren – oder kontrolliert sie dich?" Diese Szene stammt nicht aus dem neuen "X-Men: Dark Phoenix", sondern aus "X-Men 3: Der letzte Widerstand" (2006) mit Patrick Stewart und Famke Janssen. Im zehnten Film in 19 Jahren wird jetzt erneut die Phoenix-Story aus den "X-Men"-Comics erzählt. Regisseur ist Simon Kinberg, der Produzent von "Deadpool" (2016) oder "Logan" (2017) – das kann nur klasse werden!

Trailer zu "X-Men: Dark Phoenix"

Darum geht's in "X-Men: Dark Phoenix"

1992 bittet der US-Präsident Professor Xavier (James McAvoy) um Hilfe: Die X-Men sollen ein verunglücktes Raumschiff aus dem Weltall retten. Die Aktion gelingt, doch die telepathisch und telekinetisch begabte Jean Grey (Sophie Turner) kehrt mit noch mehr Superkräften zurück. Dahinter steckt ein Alien-Formwandler (GOLDENE KAMERA-Preisträgerin Jessica Chastain).

GOLDENE KAMERA nennt drei Gründe, warum Marvel-Fans – besonders die der "X-Men" vom Fox-Verleih – diese Variante nicht verpassen sollten.

Drei Gründe, warum man "X-Men: Dark Phoenix" gucken muss

"Ich finde, 'X3' war keine Sternstunde, wir haben jetzt die Gelegenheit, dem "X-Men"-Universum besser gerecht zu werden", verspricht Xavier-Darsteller James McAvoy GOLDENE KAMERA beim exklusiven Interview in London.

"X Men: Dark Phoenix": James McAvoy und Michael Fassbender im Interview

Zunächst mal wird Frauenpower großgeschrieben. "Es bricht die Zeit der X-Women an", so McAvoy. Die herb-kühle Jessica Chastain ist erstmals in einem Marvel-Film dabei. Nachdem sie "Iron Man 3" und "Ant-Man" ablehnte, übernimmt sie hier den Part des bösen Alien. "Ich hatte eine Riesenzeit. Es hat viel Spaß gemacht, Dinge mit meinen Gedanken bewegen zu können", verrät sie GOLDENE KAMERA.

"X-Men: Dark Phoenix": Jessica Chastain und Sophie Turner im Interview

Für die Actionszenen wartet der Film mit einer weiteren Neuheit auf: Stunt Previs. Harrison Norris, Stuntman bei "Mad Max: Fury Road", entwickelte ein Programm, mit dem vor dem Dreh einer Sequenz eine virtuelle, interaktive Computer-Version mit Kamerapositionen, Licht, Schauspielern, Kostümen und Hintergründen hergestellt wird. "So kann der Regisseur gerade bei Actionszenen exakt seine Vision umsetzen", erklärt Norris TV DIGITAL auf der Effektemesse FMX in Stuttgart.

Schließlich bietet "X-Men: Dark Phoenix" die letzte Gelegenheit, die "X-Men" vor Übernahme durch Disney und einem "disneyfizierten" Reboot zu sehen. Von den noch von Fox abgedrehten "New Mutants" weiß niemand, ob sie je ins Kino kommen – und James McAvoy und Co. spielen bei Disney wohl keine Rolle. "Mit den X-Men geht es sicher weiter", sagt McAvoy, "aber keiner weiß in welcher Form."