"Hobbs & Shaw"-Star Jason Statham: "Ich wollte Dwayne nicht verlegen machen"

Im "Fast & Furious"-Spin-off "Hobbs & Shaw" müssen die Franchise-Kontrahenten Dwayne Johnson und Jason Statham zusammen die Welt retten. Wir trafen den britischen Action-Star zum Gespräch über Kampfszenen mit seinem extra-muskulösen Filmpartner und das Geheimnis ihrer schauspielerischen Chemie.

"Wir brauchen Autos – und Waffen!" Wer diesen Spruch in einem Kinotrailer hört, weiß: Ein neuer "Fast & Furious"- Kracher geht an den Start! Seit 2001 gibt es dieses Franchise, das – anders als andere – im Lauf der Jahre immer erfolgreicher wurde: 1,5 Millionen Zuschauer in Deutschland sahen den ersten Film, bei Teil 5 (2011) waren es bereits 2,5 Millionen und bei Teil 7 (2015) sogar 4,2 Millionen.

Im neunten Film wird jedoch vieles anders: Neben dem 2013 verunglückten Paul Walker fehlt von den ursprünglichen Hauptdarstellern auch Vin Diesel, der sich mit Dwayne Johnson beim Dreh von Teil 8 zerstritt. Das zweite Spin-off (nach Teil 3 "Tokyo Drift" im Jahre 2006) setzt stattdessen unter dem Titel "Fast & Furious: Hobbs & Shaw" (Kinostart: 1. August) voll auf die Chemie von Dwayne Johnson (seit Teil 5 dabei) und Jason Statham (zum ersten Mal im Abspann von Teil 6 dabei).

Darum geht's in "Fast & Furious: Hobbs & Shaw"

Sie können sich noch immer nicht riechen: der Ex-US-Agent Hobbs (Dwayne Johnson) und Ex-MI6-Mann Shaw (Jason Statham). Im Kampf gegen den genetisch veränderten Superschurken Brixton (Idris Elba) müssen sie dennoch zusammenhalten. Der nämlich jagt Shaws Schwester Hattie (Vanessa Kirby, "The Crown"), die ihm ein gefährliches Virus abgenommen hat. Gemeinsam mit ihren Müttern nehmen Hobbs und Shaw eher widerwillig den Kampf auf...

3. Trailer zum Spin-off "Fast & Furious: Hobbs & Shaw"

"Fast & Furious: Hobbs & Shaw": Jason Statham im Interview

Jason Statham über "Fast & Furious: Hobbs & Shaw"

"Chemie kann man nicht herstellen, das muss ganz natürlich kommen. Bei Dwayne und mir ist es so, dass wir unheimlich gut aufeinander reagieren können", erklärt Jason Statham im exklusiven Interview mit GOLDENE KAMERA. "Bei uns gibt es einen stetigen Kampf um die besseren Sprüche. Ich gebe ihm immer viel Material – er schuldet mir richtig viel Geld für diese tollen Einzeiler!"

2. Trailer zum Spin-off "Fast & Furious: Hobbs & Shaw"

Die Wurzel seiner Schlagfertigkeit sieht der Brite in der Zeit, in der er in London "vom Laster gefallenen" Schmuck verkaufte. "Ja, meine Tage als Straßenhändler in der Argyle Street. Das gab mir sehr viel Erfahrung und öffnete mir auch die Tür zur Schauspielerei. Ohne diese Erfahrung wäre ich jetzt nicht hier."

Der Bösewicht des Films ist – erstmals bei "F&F2 – ein echter Superschurke, ein genetisch veränderter Mensch, gespielt von Idris Elba ("Luther"). Fans spotteten, er wirke wie der Comic-Fiesling Doc Ock, ein verrückter Wissenschaftler, den Alfred Molina in "Spider-Man 2" (2004) spielte.

Trailer zum Spin-off "Fast & Furious: Hobbs & Shaw"

Die Verfolgungsjagden, die das Franchise überhaupt erst groß machten, bekommen einen aktuellen Akzent: Vanessa Kirby, die Jason Stathams Schwester spielt, fährt einen MacLaren 720S (Kommentar Statham: "Natürlich ein britisches Auto"). Innen allerdings sieht der Renner aus wie der neue McLaren Speedtail, der erst Ende des Jahres auf den Markt kommt: ein PS-Monster mit drei Vordersitzen, bei dem der Fahrer in der Mitte sitzt.

Neben aufwendiger Action, seit Teil 6 neues Markenzeichen des Franchise, setzen Johnson und Statham auf "Old School"-Fights – jeder auf seine Art: "Shaws Kampfstil besteht aus Geschwindigkeit und Kraft, er ist sehr athletisch. Hobbs hat eher die Hulk-Qualitäten. Er hebt jemanden hoch und wirft ihn durch eine Wand", erklärt Jason Statham.

Und schließlich findet auch das Thema Freunde und Familie wieder Raum – auf ungewohnte Weise: "Wir stehen alle unter der Knute unserer Mütter", kommentiert Statham grinsend den Fakt, dass die zwei Stars diesmal jeweils eine ganz spezielle "Gegnerin" haben. Auf eines müssen die Fans von Jason Statham allerdings auch diesmal verzichten: sein Sixpack. "Das Shirt bleibt an", so der 52-Jährige. "Ich wollte Dwayne nicht verlegen machen."

Video-Interview: Anke Hofmann