Sie wollen nur spielen: "Toy Story 4"

"A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando" bringt ein Wiedersehen mit Woody, Buzz & Co.! Wir haben mit Produzent Jonas Rivera über den Pixar-Sommerhit gesprochen und verraten, wie der vierte Teil der Spielzeug-Saga geworden ist.

Er war der Urknall: "Toy Story", der erste komplett computeranimierte Spielfilm, veränderte 1995 das Kino für immer. Nach Teil 2 (1999) und dem künstlerischen und kommerziellen Höhepunkt Teil 3 (2010, drei Oscars, Platz vier der erfolgreichsten Animationsfilme aller Zeiten) legt Pixar jetzt mit dem vierten Teil "A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando" (Kinostart: 15. August) nach.

Teaser-Trailer zu "Toy Story 4"

Produzent Jonas Rivera über "A Toy Story: Alles hört auf kein Komando"

"'Toy Story' ist für uns wie Micky Maus für Disney", sagt der Produzent Jonas Rivera im Exklusiv-Interview. Rivera, der 2016 für "Alles steht Kopf" einen Oscar gewann, war bei Teil eins noch Pixar-Praktikant. "Teil 3 war ein schönes Ende der Geschichte, aber eben nicht das Ende", sagt er. "Woody und die anderen Spiel zeuge erhalten bei einem neuen Kind eine zweite Chance."

Der Ansatz ist zeitgemäß: "Es ist nicht mehr 1995. Wir wollten einen Film machen mit dem, was heute mit Animation möglich ist, der aber ein Echo des Originals ist", so Rivera. "Der Look ist realistischer, heller, aber so reduziert wie in den anderen Filmen."

Die Technologie macht einfach mehr möglich: "Das Fell der neuen Figuren Ducky und Bunny wäre 1995 nicht machbar gewesen." Überhaupt, die Neuen: "Pixar steht dafür, Grenzen auszuloten. Deshalb riskieren wir jetzt mit der Plastikgabel Forky den komplexesten Charakter aller Zeiten", scherzt Jonas Rivera. "Und für die Jahrmarkts-Plüschtiere Ducky und Bunny haben wir das billigste Plüsch animiert, das geht!"

Teaser-Trailer zu "A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando"

Ein heimlicher Held ist Duke Caboom, ein ständig posender Motorradstuntfahrer. Nicht ohne Grund: "Als Originalsprecher Keanu Reeves uns besuchte, stellte er sich auf den Tisch und machte zu jedem Satz die passende Pose."

Clip aus "A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando"

Rivera selbst will nicht posen, zumindest nicht in dem Punkt, der Fans bei jedem neuen Film bewegt: "Die Pixar-Theorie, wonach alle Filme miteinander verbunden sind, stimmt nicht! Wir haben nur ein digitales Archiv und nutzen vieles aus alten Filmen wieder – das spart Geld."

Darum geht's in "A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando"

Die Spielzeug-Gang gehört nun der kleinen Bonnie, die jedoch ihren selbst gebastelten Forky Cowboy Woody vorzieht. Als die Freunde auf einem Rummelplatz landen, weil der lebensmüde Forky verschwunden ist, trifft Woody nicht nur die beiden Plüschtier-Checker Ducky und Bunny, sondern auch seine große Liebe Porzellinchen wieder – und fragt sich, ob die Kinderzimmerwelt groß genug für ihn ist.

Katzen-Trailer zu "A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando"

"A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando": Filmkritik

Die Erklärung, warum Woody noch mal das Abenteuer sucht, ist etwas holprig. Doch bei den Kids fließen von Beginn an die (Lach-)Tränen, und bei den Großen spätestens nach 30 Minuten. Ein großartiges Vergnügen voller Witz, Charme und origineller Ideen. Einfach reingehen!