Brisantes Promi-Dinner im Kino: "Das perfekte Geheimnis"

Drei Frauen, vier Männer sieben Telefone und die Frage: Wie gut kennt man sich eigentlich? In der In der starbesetzten Beziehungskomödie muss jeder die Hosen runter lassen.

Die Warnung von Elyas M’Barek ist deutlich: „Ich würde keinem empfehlen, dieses Spiel zu spielen!“, sagt der Münchener im Interview mit GOLDENE KAMERA. Gemeint ist damit die Grundidee seiner neuen Komödie „Das perfekte Geheimnis“: Sieben Freunde gewähren einander bei einem gemeinsamen Abendessen Zugang zu ihren Handys, und jeder weiß, dass es richtig knallen wird.

Die deutsche Adaption von „Perfetti Sconosciuti“

Regisseur und Drehbuchautor Bora Dagtekin, der mit M’Barek sowie Karoline Herfurth und Jella Haase die drei „Fack ju Göhte“- Hits drehte (21,1 Millionen Zuschauer in Deutschland 2013–17), ließ sich erstmals von fremdem Material inspirieren. 2016 wurde der Film „Perfetti Sconosciuti“ (zu deutsch: perfekte Fremde) in Italien ein Riesenerfolg. Und nicht nur das: Mit bisher 18 internationalen Adaptionen steht er im Guinness-Buch der Rekorde, die Rechte wurden in 40 Länder verkauft.

Trailer: "Das perfekte Geheimnis"

„Ich kannte das italienische Original vorher gar nicht“, verrät Elyas M’Barek. „Mittlerweile habe ich es gesehen, und auch die koreanische und die französische Version – aber die fand ich nicht so doll.“ Die Story wurde speziell auf das deutsche Publikum zugeschnitten. „Es geht nicht nur ums Fremdgehen. Sondern um alltägliche Dinge, die man selbst mit den besten Freunden nicht teilen will und auch nicht teilen muss“, erklärt der 37-Jährige.

Elyas M’Barek ist diesmal nicht der Macho

Bora Dagtekin wandelte die Erfolgsrolle von Elyas M’Barek aus „Fack ju Göhte“ deutlich ab. „Ich bin nicht der Macho, das ist diesmal Frederick Lau. Ich spiele einen Hausmann, der auf die Kinder aufpasst, während seine Frau arbeiten geht. Ich bin also eher das Gegenteil eines Machos – das ist mal was anderes!“ Wie 2018 in Sönke Wortmanns „Der Vorname“ mit Florian David Fitz entwickelt sich der Film zu einem packenden Kammerspiel mit hitzigen Diskussionen. Bemerkenswert ist auch der All-Star-Cast: „Die meisten kannten sich schon und haben sich darauf gefreut“, so M’Barek. „Man konnte sich theoretisch aus dem Weg gehen – aber das wollte keiner.“

Wegen der vielen Dialogszenen mit sieben Beteiligten und der vielen Winkel, aus denen wegen der Gegenschnitte gedreht wurde, war die Arbeit nicht einfach. „Im Durchschnitt haben wir eine Szene am Tag geschafft“, sagt M’Barek und grinst. „Wenn man den ganzen Tag immer an derselben Stelle in dasselbe Stück Lasagne beißt, hat man spätestens um 16 Uhr keinen Hunger mehr!“ Elyas M’Barek selbst hat keine Angst davor, dass man in seinem Handy Geheimnisse entdecken könnte. „Aber ich speichere oder verschicke auch keine Nacktfotos oder so einen Quatsch.“ Das Checken von Telefonen anderer ist für ihn ein No-Go. „Ich würde gar nicht wissen wollen, was im Handy der anderen stattfindet. Besser ist es, im wahren Leben offen und ehrlich zu sein.“

GOLDENE KAMERA Kino-Tipp, weil...

Eine Stunde plätschert es dahin, dann wird's brisant - und eher nachdenklich als witzig.