Der Wahnsinn geht weiter: "Jumanji - The Next Level"

Was ist das Erfolgsgeheimnis der beliebten Fantasy-Reihe mit Dwayne Johnson und Jack Black? (ab Do, 12. Dezember im Kino)

Die Skeptiker meldeten sich gleich nach Veröffentlichung des ersten Trailers: Als der Verleih Sony 2017 „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ ankündigte, gab es Stress im Internet: Das Ganze sei – wie schon das Original von 1995 – nur die wenig kreative Reaktion auf einen Dino-Hit wie „Jurassic Park“ (1993) bzw. „Jurassic World“ (2015). Auch werde man dem Genie von Robin Williams aus dem ersten Film nicht gerecht, und nicht zuletzt sei die Modernisierung vom Brettspiel zum Videospiel „Jumanji“ dämlich.

Das Kinopublikum gab allerdings wenig auf die Nörgler aus dem Netz. Mit fast einer Milliarde Dollar Einnahmen weltweit und zwei Millionen Zuschauern in Deutschland war der launige Mix aus Körpertausch-Gags, wilden Tieren und schneller Action überraschend erfolgreich – und das, obwohl der Film nur eine Woche vor einem „Star Wars“-Hit herauskam.

Viele Familien entschieden sich an den Weihnachtsfeiertagen gegen Luke Skywalker (Mark Hamill), stattdessen lieber für Dr. Smolder Bravestone (Dwayne Johnson), und belebten das Franchise nach dem Werk von Schriftsteller Chris Van Allsburg nachhaltig. Dessen „Jumanji“ (1981) und die Fortsetzung „Zathura“ (2002) wurden mit sehr unterschiedlicher Resonanz verfilmt („Jumanji“ sahen 1996 in Deutschland über 2,5 Millionen Menschen, „Zathura“ 2005 nur 160.000) – doch 2017 wurde eine neue Stufe des Erfolgs erreicht.

Damit das 2019 so bleibt, landen die Figuren diesmal nicht im Dschungel, sondern sie müssen neue Herausforderungen wie die Wüste oder verschneite Berge meistern. Eines bleibt allerdings gleich: Wie vor zwei Jahren startet ein „Jumanji“-Film wenige Tage vor einem „Star Wars“-Film. Luke Skywalker, du musst dich warm anziehen.

Darum geht's in "Jumanji - The Next Level"

Bethany, Fridge und Martha entdecken, dass Kumpel Spencer heimlich Teile des Videospiels „Jumanji“ behalten und zusammengebaut hat. Weil Spencer unauffindbar ist, treten sie mit ihren Avataren (Dwayne Johnson, Kevin Hart, Jack Black, Karen Gillan) wieder ins Spiel ein. Dabei gerät aber einiges durcheinander – und es wartet mehr als nur der Dschungel. Spencers Opa (Danny DeVito) und dessen Freund Milo (Danny Glover) folgen den dreien.

Trailer: "Jumanji - The Next Level"

GOLDENE KAMERA Kino-Tipp, weil...

Auch wenn der dritte Teil nicht ganz den Witz seines Vorgängers erreicht, erweist sich die Fortsetzung als gelungenes, bildgewaltiges Abenteuer für die ganze Familie. "The Next Level" ist zudem auch eine Zukunfts-Satire, die der eifrig vorangetriebenen Entwicklung von Künstlicher Intelligenz ein recht bescheidenes Zeugnis ausstellt. Sollte es nicht doch noch zu einem "Jumanji"– Finale kommen, wäre "The Next Level" ein würdiges Ende dieser Reihe.