Nicht ganz zurechnungsfähig: Margot Robbie in "Birds of Prey"

Margot Robbie als Harley Quinn.
Margot Robbie als Harley Quinn.
Foto: Warner Bros. Entertainment Inc.
Schräg, provokant und gnadenlos brutal! In der herrlich verrückten Anarcho-Groteske "Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn" ist Margot Robbie als durchgeknallte Ex-Psychiaterin zu sehen.

Für viele war sie das heimliche Highlight in der DC-Comicverfilmung „Suicide Squad“ (2016) über ein Team aus Superschurken: Harley Quinn (Margot Robbie), die nicht ganz zurechnungsfähige Gespielin des Jokers (Jared Leto). Mit „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ kommt jetzt der erste Soloauftritt der Anarcho-Frau in die Kinos. (Kinostart 6. Februar)

Trailer: „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn"

Eine Idee, die nicht etwa am Schreibtisch eines Studiobosses entstand, sondern von Robbie selbst stammt. „Schon während der Dreharbeiten zu ‚Suicide Squad‘ malte ich mir einen Film aus, der der Figur etwas mehr Raum gibt“, verrät die Schauspielerin im Gespräch mit GOLDENE KAMERA. „Damals war sie besessen vom Joker, jetzt geht Harley ihren eigenen Weg und stößt dabei auf Gleichgesinnte. Man könnte sagen, sie wird Teil einer Girlgang.“ Daher auch der etwas sperrige Filmtitel, der nicht nur als feministisches Statement, sondern ausdrücklich auch mit einem Augenzwinkern verstanden werden soll.

Darum geht's in „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“

Alles aus! Die durchgeknallte Ex-Psychiaterin Harley Quinn (Margot Robbie) hat sich vom Joker getrennt, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. In der Superheldinnen-Truppe Birds of Prey (dt.: Raubvögel) findet sie Gleichgesinnte und mischt mit ihnen die Unterwelt auf. Als sie mitbekommen, dass Gangsterboss Black Mask (Ewan McGregor, GOLDENE KAMERA 2018) hinter einem unschuldigen Mädchen her ist, schreiten Harley und Co. ein – und werden damit selbst zur Zielscheibe der Gangster.

Robbie, die den Film als großen Spaß beschreibt, zieht einen Vergleich zum Marvel- Universum. So wie dort „Guardians of the Galaxy“ und „Deadpool“ für frischen Wind gesorgt hätten, könne „Birds of Prey“ jetzt der eher düsteren DC-Welt eine neue, ungewohnte Lockerheit verleihen. An knallharter Action mangelt es dem Film von Regie-Newcomerin Cathy Yan und Drehbuchautorin Christina Hodson („Bumblebee“) trotzdem nicht, das machen erste Ausschnitte sowie ein R-Rating (vergleichbar mit FSK 16) in den USA bereits deutlich. Die Gewalt sei jedoch so überzeichnet, dass sich keine Debatte darum entfachen könne, wie zuletzt beim Psychodrama „Joker“ geschehen, versichert Margot Robbie. „Niemand wird auf die Idee kommen, irgendetwas davon für echt zu halten.“

Drei weitere Filme mit Margot Robbie in Planung

Erkennt sich die blonde Australierin denn selbst in Harley Quinn wieder? Immerhin kehrt Robbie zum ersten Mal in ihrer Karriere zu einer alten Rolle zurück. „Ich hoffe nicht, zu unser aller Sicherheit!“, sagt die 29-Jährige lachend. „Ihr moralischer Kompass ist nicht so ganz eingenordet und leider gerät sie ziemlich oft an die falschen Typen. Aber sie hat auch positive Eigenschaften, ist zielstrebig und liebt Tiere. O.k., ihr Haustier ist eine Hyäne – aber die liebt sie genauso wie ich meine Hunde.

Und welche Gemeinsamkeiten gibt es in Sachen Mode? Schließlich gehören die schrillen Kostüme (Hotpants und Lackstiefel treffen auf Hosenträger und Fransenjacke) zu den Markenzeichen von Harley Quinn und haben nicht nur in den USA bereits Einzug ins Repertoire der Halloween- und Bad-Taste-Partys gehalten. „Sie trägt voller Selbstbewusstsein viele unterschiedliche Stile gleichzeitig, was wunderbar ihren Charakter widerspiegelt“, findet Margot Robbie und verrät: „Ich habe meine Kostümdesignerin gefragt, ob ich nicht ein paar Sachen behalten kann.“ Fürs Erste werden die aber sicher noch gebraucht: Drei weitere Filme mit Robbie als sympathisch- durchgeknallter Harley Quinn sind bereits angekündigt.

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