Solo ohne die Avengers: Scarlett Johansson in „Black Widow“

Am 8. Juli kehrt Scarlett Johansson als "Black Widow" zurück in die Kinos. Wir verraten, warum der Zuschauer sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen sollte.

Elf Jahre lang blieb sie so etwas wie die unbesungene Heldin der Avengers. Schließlich hat Marvel der Figur Natasha Romanoff alias Black Widow (Scarlett Johansson) nach sieben Gastspielen – von „Iron Man 2“ bis zu ihrem schicksalshaften letzten Auftritt in „Avengers: Endgame“ – als eine der wenigen Mitglieder der Heldentruppe nie eine ausführliche Hintergrundgeschichte oder ein eigenes Solo-Abenteuer zugestanden. Mit „Black Widow“ erhält die schlagfertige Kämpferin nun endlich ihr persönliches Kapitel im Filmuniversum des Comicbuch-Verlags.

Trailer: "Black Widow"

Darum geht's in "Black Widow"

Seit sie sich in „Civil War“ auf die Seite des abtrünnigen Captain America (Chris Evans) geschlagen hatte, ist Natasha (Scarlett Johansson) in Norwegen untergetaucht. Als sie dort eines Tages vom unaufhaltsamen Taskmaster aufgespürt und bedroht wird, nimmt sie Kontakt zu Yelena (Florence Pugh) auf. Beide sind wie Schwestern aufgewachsen, bis sich ihre Adoptiveltern als russische Spione entpuppten und die Familie auseinandergerissen wurde. Nur wiedervereint können sie sich dem Taskmaster stellen, der eine ganze Armee aus Elite-Killerinnen kontrolliert – so wie es einst Natasha und Yelena waren.

Hintergrund

Nach sieben Einsätzen an der Seite der Avengers verrät „Black Widow“ mehr über die Vergangenheit der ehemaligen KGB-Agentin Natasha Romanoff. „Die Idee dazu lag immer wieder auf dem Tisch, doch wir wollten warten, bis wir wirklich etwas zu erzählen hatten“, sagt Hauptdarstellerin und Produzentin Scarlett Johansson (GOLDENE KAMERA 2012). „Nach einem Jahrzehnt mit diesem Charakter wollten wir etwas bieten, dass sowohl Fans als auch mich zufriedenstellt. Schließlich fehlten auch mir als Schauspielerin noch die entscheidenden Punkte in Natashas Biografie, die das Puzzle um ihre Vergangenheit vervollständigen.“ Einerseits füllt „Black Widow“ also Lücken im Zeitstrahl, da die Story größtenteils zwischen „The First Avenger: Civil War“ und „Avengers: Infinity War“ spielt. Zum anderen ist es ein Abschiedsgeschenk für Johansson, die sich hier zum letzten Mal ins hautenge Ganzkörperkostüm wirft.

GOLDENE KAMERA Kino-Tipp, weil...

Die wenigen leichtfüßigen Momente von „Black Widow“ gehen vor allem aufs Konto von Adoptivvater Alexei („Stranger Things“-Star David Harbour). Als Superheld Red Guardian war er im Kalten Krieg das sowjetische Gegenstück zu Captain America. Das Kostüm von damals sitzt allerdings mittlerweile bedenklich eng und auch sonst macht er sich mit seiner groben Art eher zur Lachnummer. Gemeinsam mit Ex-Spionin Melina (Rachel Weisz) bildet Alexei das erfahrene Gegengespann zu den jungen Heldinnen, die ihren Platz in der Welt erst noch finden müssen. Der Weg dorthin birgt jede Menge Gefahren, überraschende Wendungen – und präsentiert die titelgebende Heldin von ihrer bisher stärksten Seite.

Ein würdiges Ende einer Marvel-Heldin: Scarlett zündet zum Abschied ein Action-Feuerwerk.