Lenz' "Deutschstunde" mit Tobias Moretti und Ulrich Noethen

Ulrich Noethen (l.) als Jens Ole Jepsen und Levi Eisenblätter (M.) als Siggi Jepsen mit Regisseur Christian Schwochow bei den Dreharbeiten zu "Deutschstunde"
Ulrich Noethen (l.) als Jens Ole Jepsen und Levi Eisenblätter (M.) als Siggi Jepsen mit Regisseur Christian Schwochow bei den Dreharbeiten zu "Deutschstunde"
Foto: obs/ZDF/Georges Pauly
Die beiden preisgekrönten Schauspieler übernehmen die Hauptrollen in einer neuen Adaption des Literaturklassikers von Siegfried Lenz.

GOLDENE KAMERA-Preisträger Ulrich Noethen (2006) ist demnächst wieder auf der Kinoleinwand zu sehen: Gemeinsam mit Tobias Moretti, Dagmar Manzel, Levi Eisenblätter, Tom Gronau und unserem diesjährigen Nachwuchspreisträger Louis Hofmann wird er für eine Verfilmung von Siegfried Lenz' Schlüsselroman "Deutschstunde" vor der Kamera stehen.

Heimattreue und Mitläufertum

In seinem 1968 erschienenen Roman behandelt Lenz die Themen Mitläufertum, Heimattreue und falsch verstandenes Pflichtbewusstsein in der Zeit des Nationalsozialismus anhand eines Vater-Sohn-Konflikts: Siggi Jepsen (Tom Gronau) soll in einer Anstalt für schwer erziehbare Jugendliche im Deutschunterricht einen Aufsatz zum Thema "Die Freuden der Pflicht" schreiben. Da ihm dazu nichts einfällt, gibt er ein leeres Heft ab. Erst als er daraufhin am nächsten Tag in eine Zelle gesperrt wird, brechen die Erinnerungen an seine Jugend aus ihm heraus und schreibt sie auf.

Sein Vater Jens Ole Jepsen (Ulrich Noethen) erhielt während des Zweiten Weltkriegs als Polizist den Auftrag, dem befreundeten expressionistischen Maler Ludwig Nansen (Tobias Moretti) ein Berufsverbot zu überbringen. Bei dessen Überwachung sollte ihm der damals elfjährige Siggi (als Kind: Levi Eisenblätter) helfen. Doch er rebelliert gegen seinen Vater und schlägt sich auf die Seite des widerspenstigen Malers. Er versteckt sogar einige seiner verbotenen Bilder. Der Konflikt zwischen den beiden Männern spitzt sich immer weiter zu – und Siggi steht zwischen ihnen. Anpassung oder Widerstand? Diese Frage wird für Siggi entscheidend…

Von Regisseur Christian Schwochow

Die Regie übernimmt Christian Schwochow ("Bad Banks"), das Drehbuch hat seine Mutter Heide Schwochow verfasst, mit der er bereits unter anderem bei "Novemberkind" zusammengearbeitet hat, und die gerade mit dem Grimme-Preis für "Landgericht" ausgezeichnet wurde.

Die Dreharbeiten sind bis Mitte Mai in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein geplant. Der Film soll 2019 ins Kino kommen. Ein Sendetermin im ZDF steht noch nicht fest.

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