Filmfest München zeigt "Parfum"

Profilerin Nadja Simon (Friederike Becht) untersucht die Leiche.
Profilerin Nadja Simon (Friederike Becht) untersucht die Leiche.
Foto: © ZDF
Acht Serien, von denen jeder mal gehört haben sollte, feiern auf dem Filmfest Premiere, zudem gibt es jede Menge Glamour und natürlich interessante Filme zu sehen.

Das 36. Filmfest München öffnet am 28. Juni für neun Tage seine Türen. Zu sehen gibt es für das Publikum insgesamt 133 Deutschlandpremieren und 43 Weltpremieren. Ein Schwerpunkt beim Filmfest wird in Zukunft die Präsentation von neuen Serien sein, wie Festivalchefin Diana Iljine gegenüber der Abendzeitung München verriet: "Wir waren das erste Festival, das Serien im Kino gezeigt hat. Serien erreichen inzwischen Kinoqualität, nicht nur in Amerika, sondern auch in Europa."

In der Reihe "Neue Deutsche Serien" wird am 29. Juni exklusiv die erste Folge der Serie "Parfum" präsentiert, einer Koproduktion von Netflix, ZDFneo/ZDF, Constantin Television, ARRI Media und Moovie. Mit dabei an dem Abend sind auch die Hauptdarsteller August Diehl, Friederike Becht, Wotan Wilke Möhring, Ken Duken, Trystan Pütter, Marc Hosemann und Juergen Maurer. Die Erstausstrahlung von "Parfum" in ZDFneo ist im Herbst 2018 geplant. Zeitgleich dazu startet weltweit außerhalb der deutschsprachigen Territorien die Serie auf Netflix. Es ist das Remake des Tom Tykwer-Films aus dem Jahr 2006, das in der Jetztzeit spielt.

Zu den weiteren neuen Serien gehört die ZDF-Produktion "Die Protokollantin" mit Iris Berben und Moritz Bleibreu.

Außerdem wir die mit Spannung erwartete SWR-Miniserie "Labaule & Erben" gezeigt, nach einer Idee von Harald Schmidt und mit Uwe Ochsenknecht.

Ebenfalls Premiere feiern die Serien "Servus Baby" (BR-Prduktion über Anfang 30-jährige Singles), die australische Produktion "Mystery Road", die kanadischen Krimiserie "Caught" (ab 17. Juli, dienstags um 20.15 Uhr auf AXN), die belgische Produktion "The Day" (demnächst auf ZDFneo) und die US-Serie "Mr. Mercedes" nach dem Bestseller von Stephen King (demnächst auf STARZPLAY, dem neuen Amazon Prime Video Channel).

Ein Hauch von Hollwood wird in München auch zu spüren sein: Emma Thomson und Terry Gilliam werden mit dem CineMeritAward ausgezeichnet.

In der Reihe "Neues Deutsches Kino" werden insgesamt 16 deutsche Produktionen als Weltpremieren gezeigt, darunter "Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm" als Eröffnungsfilm des Filmfestes am 28. Juni. Im starbesetzten Kinodebüt von Joachim A. Lang werden Lars Eidinger, Tobias Moretti, Hannah Herzsprung, Joachim Król, Claudia Michelsen, Britta Hammelstein, Robert Stadlober, Peri Baumeister und Christian Redl zu sehen sein.

Eine weitere Weltpremiere im Rahmen "Neues Deutsches Fernsehen" hat die ZDF-Komödie "Bier Royal". Regisseurin Christiane Balthasar inszeniert die Geschichte einer erfolgreichen, zerstrittenen Brauereifamilie, in der nach dem Tod des Patriarchen jeder erst recht das Messer wetzt. Produzent des Zweiteilers ist Oliver Berben.

Der 29. Juni steht im Zeichen der Jugend: Dann feiert die Aron Lehmanns Komödie "Das schönste Mädchen der Welt" Weltpremiere. Mit dabei: Anke Engelke und Heike Makatsch, sowie die YouTube-Stars Julia Beautx und Jonas Ems.

Der Abschlussfilm (eine Deutschlandpremiere) ist der Film "Anon", der das Leben in einer zunehmenden virtuellen Welt untersucht. Der Regisseur des Films Andrew Niccol ("Gattaca", "Die Truman Show") wird ebenfalls anwesend sein.

Angst vor weniger Besuch aufgrund der Fußballweltmeisterschaft hat Diana Iljine nicht: "Den Jungs von Jogi drücke ich die Daumen, aber mit denen können wir locker konkurrieren", sagte sie gegenüber der AZ. In Zukunft wird das Münchner Filmfest sogar noch mehr ausgebaut und will mit der Berlinale auf Augenhöhe sein – dafür hat der Staat jährlich einen zusätzlichen Etat von 3 Millionen Euro versprochen.