"Der goldene Handschuh": Fatih Akin lässt Kiezkneipe nachbauen

Nurhan Şekerci-Porst, Heinz Strunk, Jacqueline Jagow und Willi Geike von Warner Bros., Fatih Akin und Maria Köpf (v.l.)
Nurhan Şekerci-Porst, Heinz Strunk, Jacqueline Jagow und Willi Geike von Warner Bros., Fatih Akin und Maria Köpf (v.l.)
Foto: ©Warner
Fatih Akin verfilmt derzeit Heinz Strunks Bestseller an Originalschauplätzen in Hamburg. Dabei wird scheinbar kein Aufwand gescheut, was die Ausstattung betrifft.

Reise ins St. Pauli der 1970er-Jahre: Regisseur Fatih Akin dreht aktuell die Romanverfilmung "Der goldene Handschuh" in Hamburg. Dafür hat er in einer alten Lagerhalle im Hamburger Hafen die titelgebende Kiezkneipe originalgetreu nachgebaut - inklusive holzvertäfelter Kneipenwände, alter Bier-Reklame und natürlich jede Menge Schnaps in den Regalen.

Jonas Dassler als Frauenmörder

In der Kneipe auf dem Hamburger Berg im Stadtteil St. Pauli hatte Fritz Honka (1935-1998), der in den 1970er-Jahren vier Frauen in seiner Wohnung in Hamburg-Altona ermordet und zerstückelt hat, seine Opfer kennengelernt. Im Film wird Honka von Jonas Dassler ("Das schweigende Klassenzimmer") gespielt, in weiteren Rollen sind unter anderem Philipp Baltus, Marc Hosemann und Katja Studt zu sehen.

Für seinen siebten Roman wurde Heinz Strunk, der für seine Recherchen auch Einblick in die Prozessakte Honka erhielt, unter anderem mit dem Preis der Leizpiger Buchmesse und dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis ausgezeichnet. Das Buch wurde auch schon als Hörspiel produziert und, mit Charly Hübner in der Hauptrolle, als Theaterstück aufgeführt.

Charly Hübner und Heinz Strunk im Interview